1809: Julian und Fin - Stagelight AG
Shownotes
Zehntausende Menschen stehen vor einer Bühne. Die Band beginnt zu spielen, Licht und Video laufen und aus riesigen Lautsprechern kommt der perfekte Sound. Doch was muss passieren, bevor eine solche Show überhaupt beginnen kann?
Lio und Simon besuchen Stagelight in Herisau und sprechen mit Projektleiter Julian Schüpbach und dem angehenden Veranstaltungsfachmann Fin Mock. Gemeinsam nehmen sie uns mit hinter die Kulissen von Festivals, Konzerten und anderen Grossveranstaltungen.
Julian erklärt, dass seine Arbeit lange vor dem eigentlichen Event beginnt. Kundenwünsche müssen geklärt, Offerten erstellt, technische Pläne gezeichnet, Material und Personal organisiert und schliesslich der gesamte Aufbau koordiniert werden. Vor Ort sorgen grosse Teams dafür, dass Licht, Ton, Video, Kameras und LED-Wände rechtzeitig funktionieren.
Fin absolviert seine zweite Berufsausbildung. Nach seiner ersten Lehre im Metallbereich half er zunächst im Lager von Stagelight mit und entdeckte dabei die Veranstaltungstechnik für sich. Heute lernt er Veranstaltungsfachmann EFZ und erlebt, wie viel Arbeit hinter den wenigen Stunden steckt, welche das Publikum am Ende als eigentliche Show wahrnimmt.
Auch technisch gibt es einiges zu entdecken. Stagelight arbeitet mit riesigen modularen LED-Wänden, kilometerweise Kabeln und professioneller Veranstaltungstechnik. Dabei sind nicht nur technisches Verständnis und Kreativität gefragt. Wer in diesem Beruf arbeitet, muss flexibel und körperlich fit sein, mit Nachtarbeit umgehen können und vor allem zuverlässig im Team arbeiten.
Und manchmal gibt es für all die Arbeit eine ganz besondere Anerkennung: Julian erzählt, wie Rapper 50 Cent kurz vor seinem Konzert mit seinen Securities an ihnen vorbeiging, ihnen zuwinkte und sich für ihre Arbeit bedankte.
Die Episode zeigt eine Welt, die das Publikum normalerweise kaum sieht. Denn wenn eine Show perfekt läuft, steckt dahinter viel mehr als der Moment auf der Bühne: Planung, Logistik, Aufbau, Tests, Teamarbeit und jede Menge Technik.
Credits
- Recherche: Lio, Simon
- Vorbereitung: Benjamin, Schwoegi
- Foto: Sasha
- Aufnahme: Georg
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Grafik: Schwoegi mit Photoshop
- Publikation: Schwoegi
- Original Musik: The Elephant In the Room (Is Dancing) by Mana Junkie, https://ccmixter.org
Transkript anzeigen
Julian: Da waren wir vor dem 50 Cent Konzert am Warten, wie das Konzert losgeht.
Julian: Wir waren am Rand der Bühne oder hinter der Bühne auf den Start am Warten.
Julian: Und dann ist er vorbei gelaufen mit seinen grossen Securities.
Julian: Und im Vorbeilauf hat er uns zugewunken und sich bedankt für unsere Arbeit.
Lio: Hoi miteinander, wir sind hier bei der Stage Light Heresal in der Wahlkrieg 43.
Lio: Am Tisch sitzt einmal Julian Schüppach.
Julian: Genau, das wäre ich.
Lio: Hoi. Dann Fin Mock.
Lio: Hoi zusammen. Dann die Fotos werden von Sascha geschossen. Die Technik für
Lio: Heute von George und mein Gesprächspartner Simon. Hoi zusammen. Und ich bin Lio.
Lio: Stellt euch das Open Air St. Gallen vor, tausenden Menschen,
Lio: riesige Bühne, Licht, Video, perfekten Sound.
Lio: Was steht dort, wenn ihr mit eurer Arbeit anfangt?
Julian: Also wenn wir da unten ankommen, dann steht doch schon einiges dort.
Julian: Es steht schon eine grosse Bühnenkonstruktion, die über mehrere Wochen hinweg aufgebaut wird.
Julian: Es stehen schon viele Zelte rundherum, es stehen schon ganz viele Gitter und Absperrungen bereit.
Julian: Aber ein sehr wichtiger Teil fehlt noch und das ist die ganze Technik auf der
Julian: Bühne. Also es hängt noch keine Lampe dort, es steht noch kein Lautsprecher
Julian: und es ist auch noch keine LED-Wand oder Kamera rum.
Simon: Julian, wie bist du aufgewachsen? Erzähl mal so ein bisschen von dir.
Julian: Ja, mein Name ist Julian Schüppach. Ich bin ursprünglich im Thurgau aufgewachsen,
Julian: mittlerweile wohne ich in Winterthur.
Julian: Ich bin normal in die Schule in die Oberstufe gegangen und habe dann nachher
Julian: als erste Ausbildung einen Berufslehrer als Elektroinstallateur gemacht und
Julian: habe aber eigentlich dort schon gewusst, dass ich irgendwann in den Bereich
Julian: der Veranstaltungstechnik wechseln möchte.
Julian: Ich habe durch meinen Götti, der schon seit vielen Jahren auf den Bühnen gearbeitet
Julian: hat, immer wieder ein bisschen hineingesehen. Ich war als Kind teilweise schon
Julian: an Konzerten gewesen und darum hatte ich das schon immer als Ziel vor mir.
Julian: Das hat es aber dazumals noch gar nicht als Lehr gegeben, beziehungsweise es
Julian: ist gerade so ein bisschen am Aufkommen zu sein.
Julian: Man war gerade an dieser Lehrgang am Entwickeln und 2011 ist dann der erste Lehrgang gestartet.
Julian: Ich habe dann aber zuerst Stromer gelernt und dann erst als zweite Ausbildung
Julian: Veranstaltungsfachmann EFZ gelernt. Und so bin ich nachher in dieser Veranstaltungswelt
Julian: und da bei Stagelight gelandet.
Simon: Bist du gerne zur Schule gegangen?
Julian: Ja, ich glaube ich bin relativ gerne in die Schule gegangen,
Julian: ich habe auch relativ gut gelernt.
Julian: Natürlich dann irgendwann habe ich auch gerne anders gemacht,
Julian: ich war teilweise ein bisschen faul gewesen, aber ich glaube immer ein einigermassen
Julian: guter Schüler gewesen und darum hat das gut gelang.
Simon, Fin: Und du, Fin? Ich bin eben der Fin Mock. Ich wohne in Degersheim,
Fin: gerade der Nähe von Herisau.
Fin: Ich habe eine jüngere Schwester. In meiner Freizeit bin ich der Jungwacht,
Fin: bin ich Leiter und habe hobbymässig noch so eine kleine Jugendband betreuen,
Lio: dort ein bisschen mischen. Das ist auch ein Teil, wie ich in diese Branche gekommen bin.
Fin: Ich habe zuerst auch eine Lehre gemacht, zum Anlage- und Apparatenbauen heisst es.
Fin: Das ist so eine Blechbearbeitung mit Schweissen und allem. Und als ich diese
Fin: fertig gemacht habe, habe ich gefunden, irgendwie ist es nicht so ganz da,
Fin: was ich machen möchte. Und ich dachte, ich würde mal etwas anderes probieren.
Fin: Und dann habe ich mal ein bisschen Firmen in der Umgebung angefragt,
Fin: eben in der Veranstaltungstechnik, ob sie wen brauchen könnten,
Fin: der ein bisschen hilft im Lager oder so.
Fin: Und die Stagelight hat dann es gefunden, ja, gerne. Und dann habe ich ein halbes
Fin: Jahr lang ein bisschen im Lager geholfen und ein bisschen einen Einblick gehabt.
Fin: Und dann habe ich gefunden, ich würde gerne weitermachen, würde gerne da bleiben.
Fin: Sie haben dann gefunden, wieso nicht gerade nochmal eine Lehre machen.
Fin: Habe ich zwar zuerst nicht selber geplant, aber wenn isch dei Chance habe, dann gerne.
Fin: Und jetzt habe ich letztes Sommer hier ein bisschen angefangen,
Fin: mache es jetzt verkürzt auf drei Jahre, sonst würde es in vier Jahren gehen
Fin: und bin jetzt dementsprechend schon im dritten Lehrjahr.
Simon: Bevor du den Job angefangen hast, bist du schnuppern gegangen?
Fin: Nein, so im klassischen Sinn bin ich nicht schnuppern. Ich habe wirklich einfach
Fin: herumgefragt, ob ich ein bisschen helfen könnte, mal einfach für einen Monat,
Fin: zwei und dadurch bin ich dann mehr im Praktikum schnuppern und habe so reinkommen.
Simon: Julian, was machst du so als Projektleiter?
Julian: Als Projektleiter bin ich eigentlich verantwortlich für ein gesamtes Projekt,
Julian: also für ein Event von Anfang bis Schluss. Und das heisst nicht vom Aufbau zum
Julian: Abbau, sondern natürlich schon viel früher.
Julian: Von denen weg, die uns ein Kunde oder eine Kundin anrufen und sagen,
Julian: ich würde gerne ein Projekt mit euch machen, bin ich mit ihnen im Gespräch und
Julian: planen dann ganz viele verschiedene Sachen.
Julian: Das heisst, ich schreibe zuerst einmal ihnen eine Offerte und herausfinden,
Julian: was sie überhaupt brauchen, was sie wollen. Wenn sie ein Konzert machen oder
Julian: wenn sie ein GV machen, brauchen sie nur ein Mikrofon und Lautsprecher oder
Julian: brauchen sie auch noch eine Kameratechnik.
Julian: Ich finde mit ihnen raus, was sie brauchen. Ich schreibe ihnen dann auf,
Julian: schreibe und wenn sie mit dem Preis einverstanden sind, dann bestätige sie mir
Julian: das. Und dann können wir das Ganze technisch planen.
Julian: Ich zeichne immer Pläne, ich zeichne Schemas, also grafische Darstellungen.
Julian: Und irgendwann kommt der Event immer näher, dann muss ich natürlich schauen,
Julian: dass ich meine Leute, meine Techniker und Technikerinnen habe,
Julian: welche ich einsetze, frage ich dann anfrage, ob sie Zeit haben und schaue,
Julian: dass sie vor Ort etwas zu essen bekommen, dass sie nachdem ein Hotel haben.
Julian: All diese Sachen plane ich. Nachher vor Ort am Event schaue ich,
Julian: dass alles funktioniert bzw.
Julian: Ich schaue, dass meine Leute schauen, dass alles funktioniert und ich koordiniere
Julian: sie eigentlich nur. Das heisst, ich kläre bei allen wieder mal ab,
Julian: ob alles rum ist, ob sie irgendetwas brauchen. Ich organisiere Sachen rundum.
Julian: Und nach dem Projekt, wenn das Projekt erfolgreich durchgeführt ist,
Julian: mache ich nachher die Abrechnung. Ich schaue, wir müssen noch etwas anders verrechnen
Julian: als abgemacht und so das Projekt wieder abschliessen.
Lio: Wir haben noch ein paar Fakten herausgesucht. Ihr seid ein Veranstaltungsunternehmer
Lio: aus Herisau und euch gibt es so seit rund 35 Jahren.
Lio: Die Zeit, in der ihr schon da seid, merkt ihr einen Unterschied,
Lio: obwohl etwas passiert ist, etwas neu dazukommen ist oder so?
Julian: Ja, also ich bin jetzt seit rund zehn Jahren in dieser Firma.
Julian: Ich habe vor zehn Jahren meine Lehre hier angefangen. Und seitdem hat sich doch
Julian: einiges verändert in verschiedene Bereiche. Es sind neue Leute dazukommen,
Julian: wie zum Beispiel der Fin. Es sind Leute auch gegangen in dieser Zeit,
Julian: die etwas anderes gemacht haben oder zu einer anderen Firma gewechselt haben.
Julian: Es ist natürlich ganz viel Material immer wieder dazukommen.
Julian: Wir müssen immer wieder in neue Geräte investieren, alte Geräte ausmustern,
Julian: die zu alt sind oder nicht mehr funktionieren.
Julian: Wir sind auch von der Grösse her ein bisschen gewachsen. Es sind mehr Leute
Julian: geworden, es ist mehr Material geworden. Wir mussten zusätzliche Lagerflächen,
Julian: zusätzliche Büroplätze dazu nehmen und bauen.
Julian: Und so hat sich das ständig verändert. Und natürlich auch in den Veranstaltungen,
Julian: in den ganzen Branchen, haben sich Sachen verändert.
Julian: Gewisse Festivals sind grösser geworden, sie sind aufwendiger geworden.
Julian: Dann sind die LED-Wände heute nicht mehr im Breitformat wie der Fernseher zu
Julian: Hause, sondern sie sind eher im Hochformat wie das Handy, das man die ganze Zeit dabei hat.
Julian: Also solche Sachen ändern sich immer wieder im Laufe der Zeit.
Lio: Welche Festivals sind zum Beispiel grösser geworden?
Julian: So die meisten grossen, also gerade zum Beispiel das Open Air Frauenfeld.
Julian: Das ist sicher eines, das immer grösser geworden ist. Jetzt hat es ein bisschen
Julian: stagniert, jetzt ist es ein paar Jahre gleich gewesen. Aber das war früher sicher kleiner gewesen.
Lio: Stimmt es, dass ihr nur in der Schweiz Festivals macht?
Lio: Also weil ich weiss, im Ausland sind wir ja nicht tätig, aber in der Schweiz
Lio: die meisten grossen Festivals machen wir ja.
Lio: Nehmen wir einen grossen Open Air, zum Beispiel das Open Air St.
Lio: Gallen. Was machen Sie dort konkret?
Julian: Also wir sind zuständig für die ganze Licht- und Videotechnik von den zwei grössten
Julian: Bühnen und entsprechend natürlich auch für die ganze Planung.
Julian: Also wir beginnen das auch schon über ein halbes Jahr vorher an zu planen.
Julian: Wenn man langsam so ein bisschen weiss, was für Bands überhaupt kommen,
Julian: dann können wir mit den Informationen, die man dann bekommt und in Absprache
Julian: mit dem Festival können wir anfangen, unsere Technik zu planen.
Julian: Das ist unser Projektleiter und die verschiedenen Bereichsleiter.
Julian: Und so kommen wir dann dem Festival immer näher, bis dann irgendwann das Material
Julian: da im Lager zusammengesammelt, also gerüstet wird, in den Lastwagen eingeladen
Julian: wird und dann so ist die Sittertobel, aan Open Air rubter fährt.
Julian: Und dort geht es dann nachher mit dem Aufbau weiter und da kann Fin
Julian: vielleicht mehr dazu erzählen.
Fin: Ja, also der Aufbau auch bei so grossen Festivals fängt meistens drei,
Fin: vier Tage vorher an, also noch gar nicht so lange. Das heisst,
Fin: wenn das Festival am Donstieg anfängt, ist meistens am Montag das Material dort runtergeliefert.
Fin: Oft wird zuerst Video- oder die Lichttechnik aufgebaut, weil die meistens ein
Fin: bisschen länger braucht.
Fin: Und dann am letzten, zweiten, letzten Tag wird noch Tontechnik aufgebaut,
Fin: also die Lautsprecher und so Sachen.
Fin: Und dann, wenn alles aufgebaut ist, alles eingerichtet ist, werden die ganzen
Fin: Sachen gecheckt, ob alle Lichter leuchtet, ob es richtig leuchtet,
Fin: ob alle Pulte angeschlossen sind, ob Kameras funktioneren, ob die LED-Wand funktioniert.
Fin: Und wenn dann an den Showtag Bands kommen, Die haben auch teilweise noch eigene
Fin: Sachen, dabei auch eigene Lampe, eigene Mischpulte.
Fin: Wird das Zeug eingerichtet, wird mit dem Soundcheck gemacht,
Fin: dass alles stimmt, dass alles funktioniert. Und dann fängt der Show bald an.
Simon: Wie viele Lastwagen brauchen Sie das ganze Material? Das ist natürlich unterschiedlich.
Julian: Abhängig von der Grösse des Open Air. Aber ich sage jetzt mal,
Julian: an einem grossen Open Air wie in St. Gallen oder in Frauenfeld sind das ungefähr,
Julian: ich hätte gesagt, um die acht Sattelschlepper.
Julian: Teilweise ist dann auch in mehreren kleinen, normalen Lastwagen unterwegs mit
Julian: Anhängern dran. Es kommt auch immer ein bisschen darauf an, wie man es überhaupt
Julian: anliefern kann, ob die Strasse überhaupt genug gross ist für so einen riesigen Sattelschlepper.
Julian: Der Lift? Ja, wenn du da reinlängst, dann bleibt er einfach stehen.
Julian: Dann musst du warten und dann geht er wieder hoch. Und dann kannst du wieder dort hin, wo du willst.
Julian: Hier unten ist ein allgemeines Lager. Und zwar ist hier vor allem Rigging und Kabel.
Julian: Und Rigging ist eine Bezeichnung für alles, was Konstruktionen sind.
Julian: Das können so Schlingen sein, um Sachen aufzuhängen. Das können Motorenketten-Zeug sein.
Julian: So einer macht den Finn jetzt hier gleich auf. Unten die Kette oder unten das
Julian: Gerät können wir Sachen montieren, zum Beispiel so etwas. Wir können dann vier
Julian: Motoren an jeder Ecke einen hermachen und können das Ganze nach oben fahren.
Julian: Das heisst, wir müssen nicht jede Lampe selber hochhängen, sondern wir können
Julian: mit dem so hoch fahren, dass wir alles herhängen können.
Julian: Wir können alles verkabeln, alles testen und wenn es gut ist,
Julian: geben wir hier Strom drauf. Und alle Motoren fahren gleichmässig hoch und dann
Julian: ist das dort, wo wir es brauchen.
Simon: Wie viele Wochen vor einem Openair beginnt ihr zu planen?
Julian: Grundsätzlich eigentlich direkt nach dem Openair. Jetzt, wo die Openairs vorbei sind,
Julian: haben wir teilweise schon Sitzungen mit dem Openair oder auch intern,
Julian: wo wir Sachen besprechen, die
Julian: wir vielleicht noch anders machen oder die nicht optimal funktionierten oder
Julian: wo wir einfach schon weiss, dass sich das verändern wird.
Julian: Und dann ist man das ganze Jahr immer wieder dran. Im Herbst schon am wenigsten,
Julian: aber später ist es aber im Winter, werden eigentlich dann schon die Lineups bekannt geben.
Julian: Also meistens so im Dezember werden die ganzen Openairs ihre Programme publizieren
Julian: und dann wissen wir schon wer kommt und ab dann fangen wir schon langsam wieder
Julian: an zu planen Sachen, die dann irgendwie neu sind.
Simon: Gibt es etwas Spezielles, was ihr kurz vor der Show machen oder während der Show?
Fin: Also vor der Show ist sicher der Umbau ein grosser Teil, weil eine Band hat gespielt, ist fertig.
Fin: Dann gibt es meistens etwa eine Stunde oder sogar nur drei Viertel gibt es Umbaupause.
Fin: Das heisst Die Band muss mit all ihrem Material von der Bühne weg,
Fin: muss alles rausbauen, muss auch ihren Lastwagen wieder bringen und gleichzeitig
Fin: kommt schon wieder die nächste Band mit ihrem Material, die auch mal auf der
Fin: Bühne aufbauen, die dann auch noch mal kurz checken muss.
Fin: Das heisst, zwischen den Bands ist immer am meisten los, dann sind auch ganz
Lio: viele Helfer und Helferinnen auf der Bühne und während der Show ist dann vor
Fin: allem Licht- oder Tontechniker, die etwas bedienen müssen, haben zu tun und
Fin: natürlich Kameraleute.
Fin: Aber für viele ist während der Show weniger los und die sind mehr im Stand-by,
Fin: dass wenn etwas passiert, wenn etwas nicht funktioniert, dass sie dann bereit
Fin: sind, aber dann ist weniger zu tun.
Julian: Uns Ziel ist natürlich, dass ganz kurz vor der Show, in den letzten 10-15 Minuten,
Julian: dass man dann eigentlich nichts mehr machen muss, sondern nur noch am Warten ist.
Julian: Also dann sollte eigentlich alles bereit sein und die Leute sollten nicht mitbekommen,
Julian: dass wir noch etwas am Testen sind, sondern dann sind alle auf ihren Positionen
Julian: und warten auf den Startschuss.
Lio: Haben ja auch Bands, wo wir zusammenarbeiten mit so den Audios oder so.
Julian: Genau, es ist ganz unterschiedlich, wie diese Bands zu uns kommen,
Julian: mit welcher Art von Produktion.
Julian: Es gibt vor allem kleinere Bands, lokale Schweizer Bands, da kommen nur die Musiker mit
Julian: und vielleicht noch ein Tourmanager oder eine Tourmanagerin und dann stellen
Julian: wir ihnen die Mikrofone bereit, wir stellen ihnen Techniker und Technikerinnen
Julian: bereit, die das Mischpult bedienen, die das Licht machen.
Julian: Und dann gibt es aber auch das andere, und zwar ganz grosse Bands,
Julian: die ganz viele eigene Leute mitbringen.
Julian: Also dort machen wir dann eigentlich gar nichts, ausser ihnen unser System übergeben.
Julian: Also irgendwann müssen sie ja auf unsere Lautsprecher, sie müssen auf unsere
Julian: Lampen, aber sie bringen ihren eigenen Lichtpult mit, sie bringen ihre eigenen Mischpult mit.
Julian: Das ist dann natürlich auch ein bisschen mehr Material als bei so einer kleinen lokalen Band.
Julian: Also sie kommen teilweise mit mehreren Sattelschleppern Eignungsmaterial zusätzlich
Julian: zu unserem und übergeben uns dann irgendwo, so wie da, zwei XLR-Kabel,
Julian: die dann eigentlich ihr fertiges Signal auf unsere Lautsprecher gehen.
Julian: Und da muss man immer mit denen ein bisschen abklären, wie kommt das zu uns,
Julian: wo übergeben wir das, was bringt ihr, was bringen wir.
Julian: Das ist ein grosser Teil von dieser Vorbereitung, die mittlerweile sehr aufwendig ist.
Fin: Das ist nicht nur bei der Technik so, sondern auch bei den Instrumenten.
Fin: Es nennt sich Backline, alles was nicht direkt Technik ist. Es gibt auch Bands,
Fin: die alle ihre Instrumente mitbringen.
Fin: Und wiederum gibt es einige, die da mieten, bei Swiss Cheese & Chocolate,
Fin: das ist eine Firma, die alle möglichen Instrumente haben, von Klavier über Gitarren
Fin: über Schlagzeuge, wo dann auch alles noch gemietet und angeliefert werden muss.
Lio: Was kann alles schief gehen und was ist schon zum Beispiel schief gegangen?
Julian: Ja, es kann ganz vieles schiefgehen. Schlussendlich arbeiten wir mit Technik,
Julian: wie wir teilweise aus dem Alltag kennen.
Julian: Jedes technische Gerät kann einfach mal spontan einen Effekt haben.
Julian: Wir probieren natürlich mit guter, eher teurer Technik zu schaffen,
Julian: dass das nicht passiert, aber wir sind nicht ganz sicher davor.
Julian: Und darum probieren wir natürlich, dass auch wenn etwas schiefgeht,
Julian: dass wir immer noch Möglichkeiten haben, um irgendwie weiter zu arbeiten.
Julian: Und dann gibt es ganz unterschiedliche Sachen, die schiefgehen können.
Julian: Wenn irgendwo eine Lampe nicht mehr funktioniert von 100, dann sieht man das
Julian: wahrscheinlich nicht im Publikum.
Julian: Wenn jetzt gerade das Mikrofon vom Sänger aussteigt, dann hört man das natürlich,
Julian: wenn wir einen kompletten Stromausfall an einer Bühne haben,
Julian: was wir das ja einmal gehabt haben, dann merkt das Publikum natürlich auch.
Lio: Könnt ihr Namen nehmen bei dem Openair?
Julian: Ja, am Heiteren Open Air ist das kurz passiert. Dort kommt der Strom von Generatoren
Julian: und die Generatoren sind teilweise ein bisschen anfällig. Das sind mehrere zusammen,
Julian: damit es genug Strom gibt. Dort hatte es ein Steuergerät einen Effekt.
Julian: Dann haben sie während der Show abgeschaltet. Dann ist natürlich sofort nichts mehr gelaufen.
Julian: Das war am Nachmittag, eher eine kleinere Band. Die haben dann sehr cool reagiert.
Julian: Sie haben einfach ihre akustische Gitarren und ihr Skakorn von der Bühne genommen,
Julian: sind ins Publikum runter und haben einfach mitten im Publikum weitergespielt.
Julian: In dieser Zeit hatten wir Zeit, das Problem zu lösen. Und haben nach etwa 10
Julian: Minuten mit dem Konzert weitermachen.
Lio: Haben Sie in diesem Moment gelacht oder Angst gehabt?
Julian: Weder noch. Man ist natürlich ein bisschen angespannt, weil man im ersten Moment
Julian: nicht weiss, was das Problem ist und wie schnell hat man es behoben.
Julian: Darum ist es sehr wichtig, dass man ruhig bleibt und sachlich dem Problem nachgeht,
Julian: Schritt für Schritt schaut, wo ist der Fehler und was können wir machen, um das zu behalten.
Lio: Wie arbeitet ihr mit Künstlern und Künstlerinnen zusammen?
Lio: Sind die Menge Künstler anspruchsvoll und gibt es lustige oder spezielle Erlebnisse?
Fin: Im Vorhinein wird sicher schon viel abgeklärt mit den Acts.
Fin: Die haben oft auch Rider, also Listen mit, was sie alles an Technik brauchen,
Fin: was sie alles an Instrumenten brauchen, was sie für Lampen nicht teilweise.
Fin: Da gibt es sicher unterschiedliche Ansprüche.
Fin: Bin ich jetzt aber auch nicht so drin, ich weiss nicht, vielleicht hast du,
Fin: Julien, schon mehr Rider gesehen.
Julian: Ich habe mittlerweile schon sehr, sehr viele Reiter gesehen in diesen vielen Jahren.
Julian: Und da stehen teilweise schon ein bisschen verrückte Sachen drinnen.
Julian: Gerade von grossen Artists haben die teilweise sehr viele Anforderungen.
Julian: Gerade so, was sie für spezielle Getränke und Esswaren wollen.
Julian: Uns betrifft das natürlich nicht so.
Julian: Und wir haben schlussendlich mit den Künstlern und Künstlerinnen,
Julian: mit den Musikern und Musikerinnen auch gar nicht so viel zu tun.
Julian: Weil die natürlich über ihr eigenes Management und ihre eigenen Leute kommunizieren.
Julian: Aber es kommt doch immer wieder mal vor, dass man auch jemanden sieht auf der Bühne.
Julian: Wir sind natürlich dort eher ein bisschen zurückhaltend und diskret unterwegs.
Julian: Das heisst, es ist nicht gern gesehen, wenn wir jetzt zu denen hergehen und
Julian: nach einem Autogramm oder nach einem Foto fragen würden. Aber teilweise kommen
Julian: sie auch von alleine auf einem zu. Und ich habe es doch auch schon ab und zu mal gehabt.
Julian: Zum Beispiel letztes Jahr am Open Air Frauenfeld waren wir vor dem 50 Cent Konzert
Julian: am Warten, bis das Konzert losgeht.
Julian: Wir waren am Rand der Bühne oder hinter der Bühne auf den Start am Warten.
Julian: Und dann ist er vorbeigelaufen mit seinen grossen Securities.
Julian: Und im Beilauf hat er uns zugewunken und sich bedankt für unsere Arbeit und er war sehr zufrieden.
Julian: Und das ist natürlich auch für uns schön, wenn jemand das gesagt hat,
Julian: so einen grossen Künstler, so einen Bekannten.
Simon: Fynn, wie ist für dich deine Lehre aufgebaut?
Fin: Wie gesagt, die Lehre ist grundsätzlich über vier Jahre lang.
Fin: Ich mache sie jetzt auf drei Jahre verkürzt, das ist ja wie das erste Lehrjahr
Fin: ausgelassen und direkt zum zweiten in gestiegen. Man hat aber sonst im ersten
Fin: und zweiten Lehrjahr zwei Tage Schule. Da ist beides in Zürich und im dritten
Fin: und im vierten Lehrjahr hat man nur eine Eintagsschule.
Fin: Jetzt, dass ich verkürzt, mache ich nur einen halben Tag und am nächsten Tag
Fin: bin ich einfach noch ein bisschen in Betrieb.
Simon: Was lernt man denn dort alles? Es gibt ganz viele verschiedene Fächer oder nur
Fin: schon die einzelnen Gewerke. Videotechnik, Tontechnik und Lichttechnik sind die grössten.
Fin: Da hat man auch in den ersten zwei Jahren Lichttechnik und Tontechnik vieles.
Fin: Strom ist immer auch ein grosser wichtiger Teil, weil da eigentlich überall eine Rolle spielt.
Fin: Und dann im dritten und vierten Lehrjahr hat man dann mehr noch Videotechnik
Fin: und ein bisschen Sicherheit und Produktionsabläufe, dass man auch ein bisschen
Fin: sieht, was zu einem Event in der Planung gehört.
Simon: Gibt es für etwas, was dui alleine machen darfst?
Fin: Ja, wenn ich im Lager bin, ist man am Anfang natürlich mehr im Lager,
Fin: dass man auch das Material kennenlernt und sieht, was alles gibt.
Fin: Bin ich so selbstständig, dass ich eine Liste bekomme, also eine Rüstliste,
Fin: wo draufsteht, was alles braucht.
Fin: Dann kann ich da im Lager zusammensuchen, kann da in die Case hineinpacken,
Fin: dann wird er bereit gemacht und in die Lastwagen verladen.
Fin: Das gleiche ist auch, wenn das Material wieder zurückkommt und man schaut,
Fin: dass alles Material noch da ist, dass wenn es dreckig ist, muss man es putzen,
Fin: wenn es kaputt ist, gibt man es in die Werkstatt, das kann repariert werden. Hier bin ich viel.
Fin: Ich habe aber auch vermehrt auf Jobs dabei, wo ich beim Aufbau helfen kann oder
Fin: man gibt mir eine kleine Arbeit oder einen kleinen Bereich, wo ich schauen soll,
Fin: dass das aufgebaut wird.
Fin: Oder zum Beispiel, was ich gerade am Summer Days, am Wochenende,
Fin: habe ich machen können, ist Follow-Fahren.
Fin: Die Verfolger sind die grossen, grossen Lampen, die man von Hand steuern kann.
Fin: Die stehen meistens auf einem Stativ.
Fin: Und mit denen tut man Künstler oder Künstlerin verfolgen, wie es der Name sagt.
Fin: Dass auch wenn sich die bewegt, leuchtet man immer die an.
Fin: Ich konnte dort mit einem Mitarbeiter zusammen machen. Ich war dann den ganzen
Fin: Abend dort und habe die Verfolger gesteuert.
Simon: Gibt es besondere Regeln, die wir einhalten müssen, vor allem auch unter 18?
Julian: Ja, da gibt es schon ein paar Sachen zu beachten, die natürlich von mir in der
Julian: Planung oder von der Personalabteilung in der Buchung müssen beachten.
Julian: Und zwar dürfen die Lernenden unter achtzeiten noch nicht zu jeder Zeit arbeiten
Julian: und auch nicht die Anzahlstunden, die wir teilweise am Event sind.
Julian: Das heisst, wir müssen uns schon von Anfang an ein bisschen überlegen,
Julian: wo können wir die Lernenden einsetzen und wie können wir das nachher einteilen,
Julian: dass sie nicht zu lange arbeiten, dass sie nicht in der Nacht arbeiten.
Julian: Und das ist manchmal nicht ganz einfach, aber man muss das einfach ein
Julian: bisschen sauber planen und dann ist das eigentlich gut möglich,
Julian: dass dann ein Lernender bei einem Aufbau oder auch während einer Veranstaltung
Julian: entweder schon ein bisschen früher in der Feierabend gemacht als wir oder dass
Julian: er erst später kommt und so dann eigentlich seine Stunden nicht überschritten.
Julian: Hier hinten haben wir viele Kabel. Hier haben wir viele Typ 13 Kabel oder so eine Steckliste.
Julian: Die kennen vielleicht auch von zu Hause oder aus der Schule.
Julian: Wir haben ein paar Hundert davon in allen Längen.
Julian: Und alle Längen haben immer eine Markierung. Wir haben eine Farbecodes,
Julian: dass wenn ein Haufen Kabel ist, dann weiss man, dass man 5 Meter langen, das ist ein blaues.
Lio: Julian, habt ihr grosse Videowalls und wie gross sind die?
Julian: Wir haben grosse Videowalls, zwei verschiedene. Die eine davon ist maximal 100 Quadratmeter gross.
Julian: Also das wären etwa 10 mal 10 Meter. Und die andere ist maximal etwa 180 Quadratmeter gross.
Julian: Die Grösse der Wall selber, von dieser LED-Wand, ist eigentlich total variabel,
Julian: weil das sind ganz viele einzelne Elemente. Und aus dieser kann man nachher
Julian: eine ganz breite oder eine ganz höhe oder eine quadratische LED-Wand machen.
Lio: Könnt ihr auch auf euren Videowall gamen?
Julian: Das ist tatsächlich wirklich. Wir können dort alles darauf zeigen,
Julian: was man auch auf einem Bildschirm oder auf einem Beamer oder auf einem Monitor anschauen kann.
Julian: Das heisst, man kann dort auch eine Game-Konsole anhängen. Das wurde auch schon
Julian: gemacht. Also wir haben auch schon einen Nintendo Switch angehängt und dann
Julian: dort ein bisschen Nintendo gamed.
Lio: Wie hoch sind die Auflösungen und Bildwiederholungsfrequenz? Welche FPS habt ihr?
Julian: Also die Auflösung ist immer abhängig von der Grösse, weil sie aus einzelnen Modulen besteht.
Julian: Jedes Modul hat eine fixe Anzahl Pixel drauf und je grösser,
Julian: dass wir diese bauen, desto mehr Auflösung haben wir.
Julian: Und das ist teilweise, gerade bei den Festivals ist die Auflösung gar nicht so hoch.
Julian: Die ist teilweise nur so 600 x 400 Pixel gross, also viel kleiner als 4K,
Julian: die man jetzt irgendwie überall kennt. Aber wenn man genug weit weg steht und
Julian: das ist bei der Bühne dann eigentlich der Fall, dann fällt einem das gar nicht auf.
Julian: Aber wenn wir zum Beispiel an einer GV eine grosse LED-Wand aufbauen,
Julian: die wir auch mit der Kamera drauf filmen, dann muss die Auflösung viel höher
Julian: sein. Dort ist sie dann teilweise 5000 Pixel breit und 2500 Pixel hoch zum Beispiel.
Julian: Und die Bildwiederholfrequenz ist eigentlich immer 50 FPS, oder 50 Frames per
Julian: Second. Das ist also nicht so wie bei den hochleistungsgaming-PCs,
Julian: wo es so viel höher ist, sondern das ist so ein bisschen der Standard, den man braucht.
Julian: Es ist auch immer ein bisschen Latenz drin, man probiert das gerade beim Kamerabild
Julian: möglichst klein zu halten.
Julian: Das heisst, man schaut, dass man möglichst wenig Gerät zwischen der Kamera und
Julian: der LED-Wand reinschaltet, weil wenn man vor der LED-Wand eine Person hat,
Julian: die sich bewegt und hinten hat man eine Latenz, dann sieht
Julian: das ganz komisch aus, dann kann man sich fast nicht mehr auf das Bild konzentrieren.
Julian: Aber es ist natürlich immer ein bisschen höher, als wenn man nur den Computer
Julian: am Bildschirm anschliesst.
Lio: Was würden viele Menschen bei der Veranstaltungstechnik falsch einschätzen?
Fin: Ich glaube, was man dort ein bisschen unterschätzt, ist, dass die Arbeit die
Fin: Leute sehen, das Event leuchtet und laut ist und Spass macht.
Fin: Aber es ist natürlich noch ganz viel andere Arbeit im Hintergrund,
Fin: eben von Planung, Kontakt mit Künstlern, mit Management, wo dort alles gebraucht
Fin: wird, über dann im Lager das Material bereit machen, vorbereiten, da aufbauen,
Fin: dann eben die Show, aber einen verhältnismäßig kleinen Teil und nachher wieder
Fin: alles abbauen und versorgen, dass da noch recht vieles dahinter steht.
Lio: Was muss jemand mitbringen, wenn er den Beruf, den ihr machen könnt, lernen?
Julian: Es ist sicher gut, wenn man ein wenig Begeisterung für die Technik hat.
Julian: Man muss jetzt nicht gerade ein absoluter Freak sein, aber das ist schon ein
Julian: grosser Teil des Jobs. Dementsprechend sollte einen etwas begeistern und auch
Julian: die ganze Branche an sich, also immer auf Events unterwegs sein,
Julian: ist vielleicht auch nicht jedermanns Sache, aber das sollte einem sicher gefallen.
Julian: Mir gefällt es sehr und ich finde das ein cooles Arbeitsumfeld und es ist sicher
Julian: gut, wenn man das mitbringt.
Lio: Fin, hast du noch etwas dazu? Sicher ein bisschen anpassungsfähig oder auch
Fin: ein bisschen körperlich fit.
Fin: Also man ist viel draussen, man ist auch mal schlecht im Wetter draussen,
Fin: man arbeitet schon auch in der Nacht. Das ist am Anfang ein bisschen ungewöhnlich,
Fin: aber ich mache es eigentlich gerne, aber da muss man sich ein bisschen bewusst sein.
Lio: Wie wichtig ist Teamarbeit und Zuverlässigkeit bei euch?
Julian: Ja, das ist so sehr wichtig, weil wir arbeiten eigentlich immer im Team.
Julian: Das kann auch nur ein Zweierteam sein, bei ganz einem kleinen Anlass.
Julian: Aber es kann auch ein grosses Team sein, mit einem grossen Anlass mit 40, 50, 60 Leuten.
Julian: Und dort arbeitet man immer mit anderen Menschen zusammen und man muss sich mit denen austauschen.
Julian: Man muss Arbeit zusammen erledigen und dadurch muss man entsprechend ein bisschen teamfähig sein.
Julian: Und man ist teilweise auch eine ganze Woche oder mehrere Tage mit dem gleichen
Julian: Team unterwegs und dann ist man auch zusammen, geht man zusammen,
Julian: geht das Nachtessen, man verbringt wirklich viel Zeit zusammen und muss das
Julian: auch irgendwie aushalten und natürlich auch mit den Leuten zu gut tun.
Julian: Und nebst dem sollte man natürlich schon möglichst zuverleistig sein,
Julian: wir müssen uns aufeinander verlassen können, wenn ich jemandem eine Aufgabe
Julian: gebe, dann muss ich davon ausgehen, dass das sauber erledigt ist,
Julian: nicht dass wir nachher einen Ausfall haben während der Show.
Lio: Wollt ihr noch Werbung machen für euren Beruf, Zukunftstag schnuppern?
Julian: Das kann ich sehr empfehlen. Wir sind eine spannende Firma in einem spannenden Umfeld.
Julian: Gerade wenn man gerne irgendetwas in eine technische Richtung macht,
Julian: das auch noch kreative Aspekte hat, dann kann man sehr gerne bei uns vorbeischauen
Julian: und bei uns auf ein Event schnuppern kommen.
Julian: Es ist sicher noch ein junger und dementsprechend auch ein spezieller Beruf,
Julian: den viele noch nicht so kennen und die erst langsam bekannt wird.
Julian: Und gerade wenn er schon etwas in dieser Richtung vielleicht auch als Hobby
Julian: macht, wenn er in einer Band spielt, wenn er im Schultheater mitschafft,
Julian: wenn er an Sportevents involviert ist, ist das sicher ein spannender Beruf,
Julian: welcher in diese Richtung geht.
Simon: Wir haben jetzt ein Interview mit Fin Mock und Julian Schüppach gemacht.
Simon: Wenn dich die Technik auch interessiert und du willst wissen,
Simon: was eine Lehrerbühne, einem Konzert, einem Festival oder einer riesigen Show
Simon: wird, dann solltest du den Beruf sicher mal anschauen.
Simon: Wir bedanken uns, dass ihr euch Zeit genommen habt für uns. Tschüss.
Julian: Tschüss. Ciao miteinander.
Lio: Tschüss.
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