1807: Domenic und Jerome - Anghern Elektro + Telecom GmbH

Shownotes

Vom Elektromonteur zum Unternehmer: Domenic hat 2006 seine Lehre begonnen und ist über Service, Weiterbildung und Projektleitung schliesslich zum eigenen Unternehmen gekommen. Heute führt er Angehrn Elektro + Telecom in Herisau. Jerome steht dagegen noch ziemlich am Anfang dieses Weges und absolviert sein drittes Lehrjahr als Elektroinstallateur EFZ.

Leonie und Sophie bringen damit zwei Generationen an einen Tisch. Gemeinsam sprechen sie darüber, was sich im Elektroberuf verändert hat und was gleich geblieben ist.

Denn längst geht es nicht mehr nur um Kabel, Schalter und Steckdosen. Zum Arbeitsgebiet gehören heute auch Photovoltaikanlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Netzwerke, Gebäudeautomation, Smart Home und Energiemanagement. Gleichzeitig bleibt vieles klassisches Handwerk. Leitungen müssen verlegt, Kabel eingezogen und Installationen auf der Baustelle ausgeführt werden.

Jerome erzählt von seinem Wechsel aus der Schule in die Arbeitswelt, seinem Alltag auf der Baustelle und seiner Ausbildung. Gerade am Anfang war die Umstellung spürbar: Statt jeden Tag Schule heisst es plötzlich arbeiten, Verantwortung übernehmen und den ganzen Tag auf den Beinen sein. Dafür lernt er laufend Neues und schätzt besonders die Abwechslung und das Team.

Domenic zeigt, welche Möglichkeiten nach einer Lehre offenstehen. Sein eigener Weg führte vom Lernenden über den Monteur und Berufsbildner bis zum Projektleiter, eidgenössisch diplomierten Elektroinstallateur und Unternehmer.

Das Gespräch zeigt einen Beruf zwischen traditionellem Handwerk und immer komplexerer Technik. Auch wenn sich Werkzeuge, Geräte und Technologien weiterentwickeln: Das Verständnis für Elektrotechnik bleibt. Oder wie Domenic es ausdrückt: Die Physik bleibt gleich.

Credits

  • Recherche: Leonie, Sophie
  • Vorbereitung: Benjamin, Schwoegi
  • Foto: Aria
  • Aufnahme: Alina
  • Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
  • Schnitt: Schwoegi mit Audacity
  • Grafik: Schwoegi mit Dall-e
  • Publikation: Schwoegi
  • Original Musik: Cars Race by reusenoise, https://dig.ccmixter.org

Transkript anzeigen

Jerome: Am Anfang war es schwierig,

Jerome: dass man jeden Tag arbeiten muss. Am Anfang war man nicht gewohnt.

Jerome: Am Anfang war man in der Schule und hattet.

Jerome: Dann hörte man etwas zu, vielleicht aus dem Fenster geschaut.

Jerome: Jetzt musst du jeden Tag arbeiten und einen Tag in die Schule.

Jerome: Dann stehst du den ganzen Tag und machst etwas Handwerks. Am Anfang ist es etwas

Jerome: strenger, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Leonie: Hoi miteinander, wir sind hier bei der Angehrn, Elektro und Telekom in Herisau.

Leonie: Gegenüber von mir sitzen Domenic und Jerome. Hoi miteinander.

Domenic: Hallo.

Leonie: Technik macht Alina und die Fotos werden geschossen von Aria.

Leonie: Neben mir sitzt Sophie und ich bin Leonie. Hoi.

Leonie: Dominik, du hast 2006 deine Lehre als Elektromonteur angefangen.

Leonie: Wenn du heute nochmal als Lernender anfangen würdest, würdest du deinen eigenen

Leonie: Beruf überhaupt noch wiedererkennen?

Domenic: Bei vielen Sachen erkennt man den Beruf sicher wieder. Es hat sich aber auch

Domenic: viel geändert, zum Beispiel in Sachen Smart Home, die man hier noch nicht so

Domenic: kennt hat, oder auch Sachen Telefonie, die es einen grossen Wandel gegeben hat.

Domenic: Aber im Grossen und Ganzen ist es schon so, wie ich hier, als ich die Lehre angefangen habe.

Leonie: Dominik, wer bist du? Erzähl mal ein bisschen von dir.

Domenic: Also ich bin der Dominik, ich bin in Mogelsberg aufgewachsen,

Domenic: bin verheiratet an zwei kleine Kinder. Der kleinste ist jetzt momentan sieben Monate alt.

Domenic: Ich bin auch in Mogelsberg in Juul natürlich.

Domenic: Als ich dann in die Lehre kam, bin ich in Wattwil, habe ich die Berufsschule

Domenic: gemacht. Dort in Mogelsberg bin ich auch in den Lehrbetrieb.

Domenic: Später bin ich dann auf Degersheim gearbeitet. Zu meinen Hobbys gehört das

Domenic: Biken. Das ist eines meiner grössten Hobbys, Sport allgemein.

Domenic: Dann habe ich die Lehre gemacht. später noch die Weiterbildungen,

Domenic: die noch später darauf zurückkommen.

Domenic: Und zum Elektroberuf bin ich eigentlich gekommen, weil der Beruf im Schnaupper

Domenic: am besten gefallen hat. Weil er vielseitig ist, handwerklich ist und man gute

Domenic: Weiterbildungsmöglichkeiten hat.

Leonie: Und du, Jerome, wer bist du? Erzähl mal von dir.

Jerome: Ja, ich bin der Jerome, komme von Waldstadt und habe eine Schwester und wohne mit meinen Eltern.

Jerome: Die Schule bin ich in Waldstadt, die Primarschule und Oberstufe.

Jerome: Und jetzt bin ich im BBZ Herisau in der Berufsschule. Früher bin ich nicht so

Jerome: gerne in der Schule. Jetzt im Moment macht es mir ein bisschen mehr Spass,

Jerome: zu lernen, wo ich will. Und interessiert es mich ein bisschen mehr als vorher.

Jerome: Und so gehe ich auch ein bisschen lieber in die Schule.

Jerome: Denn Hobbys mache ich eigentlich alles gerne. Also Sport mache ich wirklich

Jerome: alles. wie von Uni-Hockei bis Klettern und Velofahren.

Jerome: Ausbildung bin ich im dritten Lehrjahr als Elektroinstallateur.

Jerome: Ich bin zum Beruf froh, dass ich schnuppern kann und ganz verschiedene Sachen,

Jerome: wie Zimmermann oder auch KV.

Jerome: Ich bin dann aber schlussendlich Elektriker gewählt.

Leonie: Dominik, dein Weg bis heute. Lernender, Monteur, Service, Berufsbildner,

Leonie: Projektleiter, Elektroinstallateurunternehmer.

Leonie: Wieso damals Elektromonteur?

Domenic: Genau, das ist der Beruf, den man am meisten zugesagt hat. Wie ich vorhin erwähnte,

Domenic: hat mir gefallen, dass man Handwerker arbeitet.

Domenic: Gleichzeitig aber auch technisch auch noch ein bisschen diversiert sein muss,

Domenic: damit auch alles funktioniert, wenn man zusammenschliesst.

Domenic: Und mir hat einfach die Abwechslung gut gefallen.

Leonie: Wie ist es nach der Lehre weitergegangen?

Domenic: Nach der Lehre habe ich noch drei Monate gearbeitet. Dann bin ich nachher ins

Domenic: Militär, habe dort Tuchteiner gemacht, dort noch ein bisschen weiter.

Domenic: Und dann bin ich später in einem anderen Betrieb in Degersheim gearbeitet,

Domenic: als normaler Service-Monteur.

Domenic: Vier, fünf Jahre. Und dann habe ich die Weiterbildung angefangen,

Domenic: zum Direktesicherheitsberater.

Domenic: Das ist die erste Stufe auf der Fachausbildung, die man machen kann.

Domenic: Dann später den Projektleiter mit Fachausweis. Und dann nochmal ein Stück später die Meisterprüfung.

Leonie: Wie bist du zum Angang gekommen?

Domenic: Ich kam zum Angern, denn Lukas ging mit mir in die Schule. Er war in die Weiterbildung

Domenic: zum Sicherheitsberater und Projektleiter.

Domenic: Ich hatte es gut mit ihm und er hat mich gefragt, Markus, ich suche noch einen

Domenic: Nachfolger und er will es sicher nicht machen, wenn er sieht,

Domenic: wie viel wir hier arbeiten.

Domenic: Er fragte mich, ob ich Interesse habe und so kamen wir in Gespräche.

Domenic: Ich kam mit Markus in Kontakt und haben uns hier gefunden und geeinigt.

Domenic: und dann habe ich dann 20, 20, habe ich dann da bei der Firma angefangen, zu arbeiten.

Leonie: Hast du schon immer eine eigene Firma führen wollen?

Domenic: Ich kann mich noch erinnern, in der Meisterprüfung haben sie es in der Schule

Domenic: gefragt, wer will denn da selber mal einen Betrieb führen? Und danach hat praktisch

Domenic: niemand aufgehebt. Und mittlerweile ist 80% von selbstständig.

Domenic: Da haben wir gesagt, nein, das will man nie machen, so viel Verantwortung will man nicht übernehmen.

Domenic: Darum ist da eigentlich so ein bisschen später, bin ich ein bisschen reingewachsen, genau.

Leonie: Was machen die eigentlich alles?

Domenic: Wir machen klassische Elektroinstallationen, also das heisst für Wohnungsbau,

Domenic: für Gewerbebauten, Industrie haben wir jetzt wenig in der Kundschaft, aber dann,

Domenic: Services, Sachen, Reparaturen, Fotoltaikanlagen von A bis Z,

Domenic: auch die Installationen auf dem Dach, Ladestationen, Infrastrukturen von Immobilität,

Domenic: dann Beleuchtung sicher, auch Beratung und Installation, Netzwerkinstallationen,

Domenic: dann auch Gebäudeautomation wie KNX z.B.

Domenic: oder Schäle, die man hat, oder Fäller bei Weiser, so solche Sachen.

Domenic: Dann Energiemanagement, auch im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage, wie der Fall.

Domenic: Und Hausratgeräte, die wir dann auch reparieren und ausliefern.

Domenic: Ja, wir sind relativ breit aufgestellt.

Leonie: Wie sind eure Kundinnen und Kunden?

Domenic: Die Kunden sind ca. 70% hier in Herisau, normale Privatkunden,

Domenic: wie auch Gewerbe-Kunden.

Domenic: Wenn wir auch zu unseren Kunden zählen dürfen, ist z.B. Tolma Messe in St.

Domenic: Gallen, wo wir einen Teil der Unterhalt machen dürfen. Der Rest sind in der

Domenic: Umgebung, Waldstadt, Stein, St. Gallen, so nicht miteinander.

Leonie: Was war ein besonders spannendes oder ungewöhnliches Projekt?

Domenic: Wir haben sehr viele spannende Projekte, die mittlerweile am Laufen sind.

Domenic: auch viele, ich sage jetzt mal, so kleine Kubernähe-Familie-Häuser,

Domenic: die wir bauen dürfen. Mit Bauherrschaften, weil wir da spezielle Wünsche haben,

Domenic: die man nicht gerade den Alltag sieht. Das ist jeden Tag spannend.

Leonie: Was sind denn speziell an den Aufträgen?

Domenic: Speziell ist zum Beispiel, dass es eine unterirdische Fitnessanlage gab mit,

Domenic: Innenpool und Wellnessbereich, wo halt auch technisch relativ herausfordernd

Domenic: ist und wo jetzt nicht gerade einen zu Hause hat.

Leonie: Sheram, wieso bist du Elektroinstallateur geworden?

Jerome: Bei mir hat es eigentlich so angefangen, dass ich von der Schule schnuppern

Jerome: musste und dann bin ich überall schnuppern, in verschiedenen Orten, Zimmermann, KRV, z.B.

Jerome: bei der Gemeinswaldstadt, aber auch unter anderem Elektroinstallateur.

Jerome: Und da bin ich bei verschiedenen Firmen da auch schnuppern und dann schlussendlich

Jerome: hat mir da am besten gefallen und dann habe ich da so ausgewählt, ja genau.

Leonie: Wie lief es mit dem Bewerbungen?

Jerome: Wir haben in der Schule angefangen, mit Bewerbungen zu schreiben.

Jerome: Dann konnten wir an deinen Lehrbetrieb schicken. Du wolltest die Lehre machen.

Jerome: Wenn mehrere geschickt hast, musst du immer anpassen. Dann bekam du vielleicht

Jerome: eine positive Antwort von deinem Lehrbetrieb. Du wolltest gerne arbeiten.

Jerome: Dann hast du vielleicht noch ein Gespräch mit dem Chef der Firma.

Jerome: Dann läuft er so weiter. und dann irgendwann kannst du vielleicht dort die Lehre anfangen.

Leonie: Wo und wie oft gehst du in die Berufsschule?

Jerome: Ja, einmal in der Woche die Berufsschule und dann das ganze Jahr.

Jerome: Nur einfach ab und zu zweimal im Jahr, glaube ich, habe ich Blockwochen.

Jerome: Das ist dann einfach eine ganze Woche Schule.

Jerome: Da schauen wir dann meistens ein Thema an und da arbeiten wir dann komplett

Jerome: durch und gibt es dann auch schlussendliche Schlussprüfung.

Leonie: Wie und wo findet die UECA statt?

Jerome: Ich bin ja hier in Ceresau, findet die UKAS in St. Gallen statt.

Jerome: Überbetriebliche Kurs, da ist die Fürstenlandstraße.

Jerome: Dort findet die eine Stadt und die hat man einmal im Jahr und sind drei Wochen.

Jerome: Ist mega spannend, die UKAS geht recht zackzack, also dort muss man gut ein

Jerome: bisschen vorwärts machen, aber ist wirklich mega spannend, dort lernt man mega viel Neues.

Leonie: Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Jerome: Ich komme morgen meistens mit dem Velo da hin, dann schaue ich mal,

Jerome: ob Paketchen gekommen sind, also morgen,

Jerome: wo ich auspacken kann und dann kontrolliere, ob sich auch alles da ist von Lieferanten,

Jerome: wo man dann später auf Baustelle mitnehmen, um die verarbeiten dort.

Jerome: Da kommt meistens der Monteur zu mir oder so und sagt, dass ich mit dem heute

Jerome: bin und dann gehe ich mit dem auf Baustelle.

Jerome: Dann machen wir vielleicht noch ein paar Materialien und dann geht es ziemlich schnell los, ja.

Leonie: Was kannst du am ersten Tag und was kannst du heute?

Jerome: Am ersten Tag kann man meistens noch nicht so viel.

Jerome: Man kann meistens am Mundhör zuschauen und lernen. Vielleicht gibt es hier schon

Jerome: ein paar verschiedene Sachen, die man schon arbeiten kann.

Jerome: Technisch sind es am ersten Tag natürlich noch nicht, aber das kommt dann mit der Zeit.

Jerome: Heute kann man natürlich schon ganz andere Sachen, die man vorher gedacht hat,

Jerome: die man vielleicht gar nicht andenken würde.

Jerome: Ja genau, also sicher auch sehr viele verschiedene Sachen, spannende Sachen.

Leonie: Was hat dich am meisten überrascht?

Jerome: Ja, es hat mich viele verschiedene Sachen überrascht. Also, was mich sicher

Jerome: überrascht, dass wir so ein cooles Team haben in der Firma. Das ist mega cool.

Jerome: Aber unter anderem auch, wie viele Sachen da so im Hintergrund sind.

Jerome: Also schlussendlich siehst du vielleicht nur eine Lampe oder so,

Jerome: wenn du die machst. Aber schlussendlich musst du auch irgendwie dort eine Zuleitung

Jerome: haben, wo dann der Strom herkommt.

Jerome: Genau, es gibt mega verschiedene Sachen, die mich so überraschten,

Jerome: die mich halt noch nicht so genau gewusst hat.

Leonie: Was war am Anfang schwierig?

Jerome: Am Anfang war es schwierig, dass man einfach mal so ein bisschen reinkommen muss.

Jerome: Wie auch, dass man jeden Tag halt arbeiten muss. Da warst du am Anfang nicht

Jerome: gewohnt. Am Anfang warst du immer in der Schule und gehackt.

Jerome: Und hast du ein bisschen zugehört, vielleicht aus dem Fenster geschaut oder so.

Jerome: Und jetzt ist es einfach so, dass du jeden Tag arbeiten musst.

Jerome: Und vielleicht einen Tag in

Jerome: die Schule. Dann stehst du den ganzen Tag und machst Handwerklich etwas.

Jerome: Das merkst du am Anfang sicher ein bisschen und ist ein bisschen strenger vielleicht.

Jerome: Aber da gewöhnt man sich ziemlich schnell daran.

Leonie: Was gefällt dir besonders?

Jerome: Ja, mir gefällt eigentlich einfach das Miteinander mit dem Team,

Jerome: ist mega cool. Ja, es gibt immer wieder coole neue Projekte und ganz viele verschiedene

Jerome: Sachen, wo man viel lernen kann.

Leonie: Gibt es Arbeiten, die du überhaupt nicht gerne machst?

Jerome: Wenn es mal vielleicht regnet oder so und du bist draussen, so bist du dann

Jerome: vielleicht nicht immer ganz so cool.

Jerome: Und du musst vielleicht verroren gehen, aber das geht auch wieder vorbei und

Jerome: man ist ja nicht ein Zucker, oder? Das geht schon.

Leonie: Hat es da schon mal einen gepitzt?

Jerome: Ja, ja, das ist in jedem Fall, ja. Aber man versucht schon, dass es möglichst

Jerome: wenig passiert. Und mit verschiedenen Sicherheitsregeln kann man das sicher auch verhindern.

Leonie: Kann eine Elektroinstallator heute überhaupt noch alles können?

Domenic: Es gibt viele Bereiche, in denen

Domenic: man in der Lehre lernt, alles ein wenig angeschnitten, nicht in die Tiefe.

Domenic: Gewisse Sachen, das ist ja bei uns innerhalb des Teams so, dass gewisse Leute

Domenic: eher erneuerbare Energien machen, wie Prevorlagen oder Ladestationen.

Domenic: Und die einen daher ein wenig in die Gebäudeautomation mit der Installation

Domenic: und der Programmierung.

Domenic: Und bei gewissen, beispielsweise bei der Automation, gibt es auch gewisse Sachen,

Domenic: die wir dann sicher in der externe Hilfe haben müssen, die wir in der Tiefe

Domenic: nicht anbieten können, weil das sind wirklich so Arbeiten, um den Tag täglich mit zu arbeiten.

Domenic: Und wenn man jetzt z.B. nur mit drei, vier Monaten bei dieser Berührung kommt,

Domenic: hat man vielleicht zu wenig Know-how, um das Ganze so intern abdecken können.

Leonie: Wie viel muss ein Elektroinstallateur von all diesen Bereichen stehen?

Domenic: Er muss von jedem ein bisschen eine Ahnung haben. So grundsätzlich,

Domenic: wie alles so funktioniert. Wenn es dann aber in die Tiefe geht,

Domenic: dann gibt es internen Fragen, die man unterstützen kann oder eine externe Hilfe hat.

Leonie: Wie hat der Beruf immer anspruchsvoller?

Domenic: Der Beruf wird einerseits anspruchsvoller mit der ganzen Technik im Hintergrund.

Domenic: Zum Beispiel auf der Gebäudeautomation, in der ganzen Programmierung wird es anspruchsvoller.

Domenic: Wenn der Elektroinstallator nicht selber macht, sondern externer macht,

Domenic: ist es für die reinen Installationen einfacher geworden.

Domenic: Wenn man z.B. für einen Schalter, den man früher noch viel gedroht hat,

Domenic: braucht man heutzutage nur noch ein Buskabel.

Domenic: Und auf jeder Schaltstelle nur noch ein Buskabel.

Domenic: Und wenn man es konventionell verdroht, hätte man viel mehr gedroht und wäre

Domenic: vielleicht auch ein bisschen komplizierter.

Leonie: Wo braucht Anger ein Elektrospezialwissen?

Domenic: Im Bereich Telefonie sind wir jetzt nicht mehr gross ein Spezialist,

Domenic: weil sich da so viel geändert hat und geht mittlerweile mehr in die Informatik hinein.

Leonie: Wie wirkt sich die Entwicklung auf die Ausbildung aus?

Domenic: Die Ausbildung hat sich auch immer wieder etwas angepasst. Mittlerweile haben

Domenic: wir bei der Smartturm und so ein Angebot mitgebracht.

Domenic: Der Lehrer, den wir auch hier, wo ich in der Lehre gegangen bin,

Domenic: gar nicht hatten. Also die Ausbildung hat sich schon weiterentwickelt,

Domenic: aber sicher nicht so schnell, wie der ganze Fortschritt hier technisch läuft.

Leonie: Sharon, gibt es etwas, was Dominik während seiner Lehre noch vorhanden hat machen

Leonie: müssen, das du heute mit digitalen Hilfsmitteln machen kannst?

Jerome: Ja, ich weiss nicht. Das kann vielleicht der Unik besser beantwortet als ich.

Domenic: Also was bei uns sicher nicht gegeben hat, ist das Tablet. Also da hat man alles

Domenic: vorhanden geschrieben und gemacht, was jetzt mittlerweile mit dem Tablet wahrscheinlich

Domenic: einfacher geworden ist.

Leonie: Was macht ihr heute so mit dem Tablet?

Jerome: Ja, mit dem Tablet, das haben wir einfach in der Schule. Dort gibt es immer

Jerome: wieder, jeden Dienstag, wo ich jetzt in die Schule gehe, sehen wir dort so einen

Jerome: Tagesablauf. Und auch für das Abo, also für den allgemein bildenden Unterricht,

Jerome: haben wir dort eigentlich alles drin.

Jerome: Wir schreiben schon ab und zu mal etwas mit der Hand auf dem Papier.

Jerome: Aber schon sehr viel ist heutzutage auf dem Tablet.

Domenic: Rapportwesen mit dem Handy. Das ist aber sicher auch etwas, was nicht mehr vorhanden ist.

Leonie: Was muss ein Elektroinstallateur auch noch in 20 Jahren können?

Domenic: Die ganze Verohrungsarbeit und so weiter, das wird man wahrscheinlich nicht

Domenic: können. Das sage ich jetzt automatisieren können.

Domenic: Also ich sage, der wird noch weiter so bleiben mit Ohren verlegen,

Domenic: Träten einzüchen. Das bleibt sich wahrscheinlich gleich. Ist einfach eine andere

Domenic: Form von Kabel, die man reintet.

Domenic: Und das Verständnis von der Elektrotechnik, der wird sich auch gleich bleiben.

Domenic: Die Physik bleibt noch gleich.

Leonie: Dominik, du bist selber Lernende und später Berufsbilder gewesen.

Leonie: Dominik, du bist selber Lernende und später Prössbilder gewesen.

Leonie: An was erinnerst du dich noch von deiner eigenen Lehrzeit?

Domenic: Ich kann mich noch ganz gut an meinen ersten Lehrtagen erinnern,

Domenic: weil dort musste ich einlegen auf dem Eifmilieuhaus. Da heisst es,

Domenic: die Ruhr werden eigentlich in die Schallung reingelassen, auf die Unterarmierung drauf.

Domenic: Und da hat es recht geschiffen. Und ich hätte nicht gedacht,

Domenic: dass der Stromerberuf solche Sachen auch machen muss.

Leonie: Was macht heute ein guter Lernende oder guter Lernende aus?

Domenic: Das Wichtigste ist für uns eigentlich auch ein bisschen das soziale Verhalten.

Domenic: Wie sieht sich der Lehrling, wie oft ist der Lehrling, wie kommt er auf einen zu?

Domenic: Ist er eher verschlossen oder schaut er lieber auf das Handy,

Domenic: statt mit den Teamkollegen zu kommunizieren? Das ist sicher wichtig, wie aufmerksam er ist.

Domenic: Wenn er einfach nebenan steht und einfach im Handy ist und nicht aufmerksam

Domenic: ist, wenn er einfach den Mondär braucht, dann muss man ein Beispiel,

Domenic: wenn man das Material reichen muss oder etwas zusammenräumen.

Domenic: Meistens kann man immer etwas aufräumen.

Domenic: Wenn man dann merkt, dass der Lehrling auch ein bisschen Initiativen zeigt und

Domenic: ein bisschen wachsam ist, dann kommt das relativ gut.

Leonie: Muss man gut in Mathe sein?

Domenic: Ja, Mathe ist sicher auch ein Schwerpunkt in der Schule und ist eigentlich schon

Domenic: die Hauptraussetzung für die Lehre.

Domenic: Die Elektrotechnik ist eigentlich auf Mathematik aufgebaut und darum muss man

Domenic: den Zusammenhang dort eigentlich relativ gut kennen.

Domenic: Je besser man in der Mathematik ist, desto einfacher fällt man die Elektrotechnik.

Leonie: Was erwartest du vor den Lehrlingen?

Domenic: Das eine ist sicher, dass die Schule auch die ganzen Voraussetzungen bringt,

Domenic: mit dem, sagen wir mal, für uns ist Stellwerk, das in unserem Meisternarten

Domenic: aussagekräftig ist, wo das seine Stärken und Schwächen ein bisschen liegt in der Schule.

Domenic: Zusammen mit dem Schulzeugnis und eben auch ein bisschen das Willen,

Domenic: dass wir es auch gerne machen, auf jeden Fall.

Leonie: Was hast du als Betrieb im Gegenzug bieten?

Domenic: Wir bieten dem Lehrling sicher ein gutes Jungsteam. Also ich bin mit 36 Deltisch

Domenic: da, das Ebo auf jeden Fall, dann haben wir Teamanlässe, die wir eigentlich machen

Domenic: für Teambildung, dann das Tablet,

Domenic: zum Beispiel und Schulmaterial, wir haben alles vom Betrieb übernommen,

Domenic: jetzt haben wir sicher so ein Goodie, dann haben wir so ein Bonussystem bei

Domenic: uns, wenn man pünktlich kommt in den Tag, dann

Domenic: gibt es Ende Monat 20 Franken, wenn man den Apert am Freitag pünktlich abgibt,

Domenic: gibt es wieder eine Bonuszahlung von 20 Franken, genau so ein bisschen mit solchen Goodies, ja.

Leonie: Wie wichtig ist eine Ausbildung für eine kleine Firma?

Domenic: Die Ausbildung ist bei uns sehr wichtig. Wir haben nur Elektroinstallatoren

Domenic: mit einer eidgenössischen Fähigkeitsziehung angestellt.

Domenic: Das andere haben wir eigentlich nicht. Weil wir auch nicht so riesige Projekte

Domenic: haben, die auch andere brauchen, die nicht so eine Ausbildung haben.

Domenic: Bei uns braucht jeder diese Ausbildung und sein Know-how, weil die Arbeit entsprechend

Domenic: auch anspruchsvoll ist.

Leonie: Jérôme, möchtest du nach der Lehre auf dem Beruf bleiben?

Jerome: Ja, im Moment denke ich schon, ich werde sicher das Militär gleich nach der Lehre machen.

Jerome: Nach der Lehre werde ich versuchen, noch ein bisschen auf dem Beruf zu bleiben

Jerome: und ein bisschen Wissen aneignen und ein bisschen Geld zu verdienen.

Leonie: Kannst du dir vorstellen, irgendwann eine eigene Firma zu führen?

Jerome: Ja, das ist jetzt noch ein bisschen sehr weit weg, aber ja, warum nicht? Mal schauen.

Leonie: Was gefällt eurem Elektro-Beruf am meisten?

Domenic: Also was mir am meisten gefällt, also vor allem als Monteur tätig bin,

Domenic: ist das so viel Abwechslung. Hast du, ich glaube, keinen einzigen Prüf, so wie bei uns.

Leonie: Wollt ihr noch ein bisschen Werbung für euren Beruf machen?

Domenic: Wenn ich jetzt irgendetwas auf dem Bau lernen würde, würde ich sicher Elektriker

Domenic: lernen, weil als Elektriker siehst du erstens mal die ganzen Abläufe der anderen

Domenic: Prüfe, wie sie so arbeiten, weil wir sind wirklich,

Domenic: vom Anfang an, wenn der Maurer angefangen hat, fangen wir schon an mit der Erdung, bis zum Schluss,

Domenic: als alles fertig ist, sind wir noch die letzte Schraube für die Steckdose anzusuchen.

Domenic: Da war es relativ abwechslungsreich, man hat viel technisches Wissen,

Domenic: wann man auf den Weg gehen wird.

Domenic: Später, wenn man die Lehre abgeschlossen hat, hat man auch sehr viele Möglichkeiten,

Domenic: weiterzubilden oder auf dem Beruf zu bleiben. Man ist sicher immer gefragt,

Domenic: wie man pensioniert ist. und vielleicht noch darüber aus.

Leonie: Dominik, du bist vom Lernen bis zum Unternehmen praktisch jede Stufe von dem ProEF selber gegangen.

Leonie: Wenn du heute wieder 15 Jahre alt wärst und vor dem ProEF-Wall stehen würdest,

Leonie: würdest du Elektroinstallateur lernen?

Domenic: Auf jeden Fall würde ich den ProEF wieder wählen, ja. Aber bevor muss ich nicht

Domenic: mehr von unten starten, das muss ich auch sagen.

Leonie: Ceron, wenn du an Dominik's Weg anhörst, wo würdest du in 15 oder 20 Jahren stehen?

Jerome: Ja, das habe ich mir jetzt auch noch nicht so viel überlegt.

Jerome: Ja, auf jeden Fall sicher noch in dieser Berufsrichtung.

Leonie: Wir sind hier bei der Anger Elektro plus Telekom.

Leonie: Bei mir am Tisch sitzen Dominik und Jérôme.

Leonie: Danke vielmals, dass ihr euch hier Zeit genommen habt, um mit uns hier das Gespräch zu führen.

Domenic: Danke, einfach mal.

Jerome: Danke.

Leonie: Wenn du gerne mit deinen Händen und mit deinem Kopf arbeitest,

Leonie: Technik spannend findest und einen Prüfen möchtest, der sich ständig weiterentwickelt,

Leonie: dann solltest du dir Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFC genauer anschauen.

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