1804: Emil und Jasmin - Bäckerei Knöpfel
Shownotes
In unserem Podcast sprechen Maria und Leyla mit Emil und Jasmin aus einer Bäckerei über ihren Arbeitsalltag und ihre Ausbildung. Sie hören, dass sie sehr früh beginnen, oft schon zwischen drei und vier Uhr, damit am Morgen Brot, Konditoreiwaren und andere Produkte bereitstehen.Wir erklären, dass in der Backstube und Konditorei vieles von Hand gemacht wird.
Rund 90 Prozent der Produkte entstehen laut dem Gespräch von A bis Z selbst, nur wenige Dinge werden zugekauft. Dazu gehören auch Spezialitäten wie saisonale Produkte und neue, spannende Pralinenvarianten wie z.B. die neuen "Bschötti-Pralinen" ("Gülle-Pralinen").
Emil und Jasmin erzählen, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind. Emil hat den Beruf gelernt, weil er schon früh Kontakt zu einer Bäckerei hatte, und Jasmin, weil sie gerne backt und handwerklich arbeitet. Sie berichten auch kurz von ihrem persönlichen Hintergrund, ihren Hobbys und ihrer Ausbildung.
Ein Schwerpunkt ist die handwerkliche Arbeit mit Teig. Wir hören, dass Wärme beim Teig eine wichtige Schwierigkeit ist und dass gutes Brot viel Zeit braucht, mindestens 24 Stunden. Auch die Herstellung eines Appenzeller Bibers wird Schritt für Schritt beschrieben, von der Teigruhe bis zum Ausstechen und Backen.
Zum Schluss sprechen wir über den Unterschied zwischen Handwerk und Industrie, über die Anforderungen in der Lehre und darüber, was sich seit Emils Lehrzeit verändert hat. Genannt werden unter anderem neue Schulformen, andere Prüfungen, mehr Sorten im Sortiment und veränderte Arbeitszeiten.
Credits
- Vorbereitung: Schwoegi, Benjamin
- Recherche: Maria, Leyla
- Foto: Elisabeth
- Aufnahme: Emma
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Grafik: Schwoegi mit Photoshop
- Publikation: Schwoegi
- Original Musik: Yours Story by Diamond_Tunes, https://pixabay.com
Transkript anzeigen
Jasmin: Ein bisschen besser und anders zuhören als am Anfang. Also ein bisschen mehr
Jasmin: und besser zuhören, wirklich bis zum Schluss.
Jasmin: Damit ich auch nach einer Viertelstunde immer noch alles weiss.
Maria: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast Bäckerei Knöpfel.
Maria: An diesem Tisch sitzen Emil und Jasmin. Hallo miteinander.
Emil, Jasmin: Hallo. Hoi miteinander.
Maria: Fotos werden von Elisabeth geschossen und Technik ist die Emma, Leyla und ich Maria.
Maria: Hi.
Maria: Ihr arbeitet, wenn viele von uns noch schlafen. Was habt ihr schon alles gemacht,
Maria: bevor wir überhaupt aufgestanden sind?
Emil: Ich stehe nicht mehr so früh auf. Ich habe ausreichend Leute, darum gehe ich eigentlich erst um 5 Uhr.
Emil: Aber am Mittwoch ist z.B. Jasmin in der Schule und der Backstubenchef
Emil: hat frei. Dann stehe ich in der Regel um halb zwei Uhr auf und bin dann um zwei Uhr
Emil: hier und dann machen wir zuerst Teig und
Emil: arbeiten Brot auf, bis der Laden um 6 Uhr geöffnet ist.
Leyla: Und was machst du so Jasmin, bevor wir aufgestanden sind?
Jasmin: Ich stehe meistens am 3 Uhr auf und beginne dann am 4 Uhr. Und ja, ich mache es gleich.
Jasmin: Also halt Teig machen und dann weiterverarbeiten zu Brot.
Emil: Das ist jetzt eben Konditorei, Kofisserie.
Emil: Sie macht jetzt eine Art ein saisonales Produkt, Maroni, äh Kastanie wollte ich sagen.
Emil: Sie schreibt ein Schildchen für eine Tote zum Geburtstag. Sie setzt eine Schokoschnitte ein.
Emil: Das ist immer in der Konditorei, man produziert zuerst das, was bestellt ist.
Emil: Und daach produziert man Produkte, um den Laden wieder aufzufüllen,
Emil: sei es Pralinen oder was auch immer.
Emil: Sie da hinten ist Bäcker-Konditor und Confiseur.
Emil: Sie ist Konditor/Confiseur und sie ist zum zweiten Lehrjahr als Konditor/Confiseur.
Maria: Wie seid ihr dazu gekommen, diesen Job zu machen?
Emil: Das war, weil mein Urgrossvater Bäcker war und der hat "Ueli" geheissen.
Emil: Und Hundwil hat vier verschiedene Sorten Knöpfel und irgendwie musste man diese auseinanderhalten.
Emil: Das ist wie bei den Innerrhodern der "Mälli", oder wie auch immer.
Emil: Ja, und ich habe halt Bäcker gelernt.
Maria: Wie bist du dazu gekommen, Jasmin?
Jasmin: Ich habe gerne in der Freizeit gebacken und mir macht es Freude,
Jasmin: etwas mit den Händen zu machen, also das Handwerk macht mir Freude und ja.
Maria: Wer bist du? Erzähl mal so von euch.
Jasmin: Also, ich bin Jasmin Frischknecht. Ich bin in Urnäsch aufgewachsen und habe auch dort die Schule besucht.
Jasmin: Ja, ich bin auch gerne zur Schule gegangen. Ja, eigentlich schon.
Jasmin: Meine Hobbys sind, ähm, ich gehe in den Turnverein Urnäsch.
Jasmin: Ich gehe jede Woche mindestens einmal zum Turnen.
Jasmin: Und meine Ausbildung ist Bäckerin-Konditorin EFZ.
Leyla: Und du, Emil?
Emil: Mein Name ist, wie gesagt, Emil Knöpfel. Aufgewachsen bin ich in Hundwil, wohne in Urnäsch.
Emil: Ich habe drei erwachsene Kinder, bin fünffacher stolzer Grossvater.
Emil: Zur Schule bin ich nicht so gerne gegangen.
Emil: Meine Hobbys sind Motorrad fahren, grillen, zauern, singen.
Emil: Gelernt habe ich Bäcker-Konditor damals, das war 1983 bis 1986.
Emil: Zu sehen. Und wenn ich zum Beruf kam, ja, ich habe es eigentlich auch schon
Emil: immer gerne gemacht. Ich hatte einen Onkel, der eine Bäckerei hatte.
Emil: Ich war öfters bei dem. Ich musste sagen, ob man es so falsch kann,
Emil: aber auch nichts sehen. Dann hat man das gelernt.
Maria: Und was ist so eher für euch so schwierig herzustellen vom Brot her?
Emil: Jetzt nur eine von der Teigerei ist die Wärme. Jetzt gerade den Sommer hatten
Emil: wir ja wirklich viel warm und dann muss man schauen, dass man kaltes Wasser
Emil: für die Teige nimmt. Weil wenn der Teig zu warm ist, geht der kaputt.
Emil: Das ist das schwierigste.
Emil: Das andere ist, das Backen ist natürlich eine Kunst, da musst du ein bisschen
Emil: im Griff haben. Jeder Ofen reagiert anders. Das ist eine andere Art Schwierigkeit.
Emil: Es ist wie alles andere, du lernst das.
Maria: Was produziert ihr alles selber? Endlich.
Emil: Wenn ihr jetzt vielleicht noch in den Laden gesehen habt, ist es wirklich zu 90% produzieren wir alles von A bis Z selber.
Emil: Also das heisst, ein Beispiel eine Nussfüllung, da muss man die Nüsse rösten
Emil: und den Sirup kochen und alles miteinander.
Emil: Ganz wenige Sachen werden zugekauft, die halt entweder gewünscht werden oder schlichtweg
Emil: wir nicht selber machen können.
Leyla: Was ist euer wichtigste Produkt im Laden?
Emil: Bei mir sind alle Produkte wichtig. Ich denke, wenn man sich auf ein Produkt
Emil: fixiert, weil es jetzt einfach gut läuft und alle anderen ein bisschen eine Nebensache
Emil: sind, ist es auch nicht gut.
Emil: Du solltest jedes Produkt ein bisschen im Fokus ziehen, weil du willst ja alles
Emil: verkaufen. Das Wichtigste ist aber sicher das Brot.
Leyla: Was verkauf ihr an einem normalen Tag besonders häufig?
Emil: Ja, was verkaufen wir besonders häufig? Dessert, Sandwiches zum "z'Nüni",
Emil: das ist es sicher das, was im Alltag am Besten läuft. Und das Brot natürlich.
Leyla: Was ist typisch Knöpfel? Also was spricht so typisch Knöpfel aus?
Emil: Also du meinst jetzt von den Produkten? Ja. Was ist typisch Knöpfel?
Emil: Seit letztes Wochen machen wir "Bschötti-Pralienen". Wir haben in Urnäsch
Emil: Typ, der dort ein bisschen gerne tüftelt. Und der heisst "Gülenei".
Emil: Und denen haben sie immer gesagt, "Bschötti-Eier". Dem haben sie in einer Stammtisch-Runde
Emil: gesagt, "probiere doch mal etwas aus mit Brennen". Und dann hat der "Bschötti" gebrannt.
Emil: Das ist ein Liqueur mit Chilli und Zitrone.
Emil: Und der hat mir mal eine Flasche davon in die Hand gedrückt und gesagt,
Emil: "mach mal was damit". Und jetzt haben wir eine "Bschötti-Pralinen" gemacht.
Emil: Und das ist halt mein Ding. Einfach etwas Neues,
Emil: immer wieder etwas Neues.
Emil: Du solltest nie auf dem Produkt einfach sitzen bleiben.
Emil: Du musst immer neue Ware bringen. Der Kunde soll in den Laden kommen,
Emil: immer wieder etwas Neues zu sehen. Das zieht die Leute an. Das ist ein wenig
Emil: meins. Ich bin der, der neue Ware will. Und nicht immer das Gleiche machen.
Emil: Das macht ja auch einen Job interessant.
Leyla: Wie entsteht ein Appenzeller-Biber?
Emil: Für den Appenzeller-Biber machst du zuerst einen Biber-Teig.
Emil: Mit Honig, Mehl, Zucker, Milch, Schmalz, Gewürze vor allem.
Emil: Und diesen Teig lässt man vier Tage ruhen im Kühlraum.
Emil: Dann kommt man den Tag raus, etwa zwei, drei Stunden zuvor, dass der ein bisschen
Emil: weich wird. Dann richten wir Mandelmasse, also diese Biberfüllung.
Emil: Das heisst, wir können die Füllung ausrollen, je nach Dicke vom Biber,
Emil: je nach Grösse der Biber, je dicker ist die Füllung.
Emil: Und wird der Teig in Stücke geschnitten und lässt ihn durch die Walzen.
Emil: Das sind zwei Steinwalzen, wo den Teig dann reiben. Das heisst,
Emil: der Teig wird dann nachher geschmeidiger. Dann kannst du ihn ausrollen.
Emil: Das ist, wenn du den Model-Biber machst, das ist der mit der Holzform,
Emil: oder? dulegst die Form auf den Tisch.
Emil: Legst den Teigstück drauf, drückst die Konturen aus.
Emil: Die Füllung drauf, die man ausgerollt hat, wieder angegrückt,
Emil: Deckel drauf, umdrehen auf den Tisch, und dann hast du deinen Biber.
Emil: Und dann schneidet man den ausschneiden, wir haben einen Ausstecher,
Emil: damit kannst du ausstechen, die Form, Blech, backen.
Emil: Zuerst noch mit Milch besprengen, Milch gibt dem Biber die schöne Farbe.
Leyla: Wie viel Zeit steckt in einem guten Brot, was ihr backt?
Emil: Ein gutes Brot braucht mindestens 24 Stunden.
Emil: Ein gutes Brot musst du erstens den Teig wiklich lange liegen lassen,
Emil: wenig Hefe nehmen und aufziehen. Das heisst, wir müssen den Teig zusammenlegen und
Emil: das gibt ihm Sauerstoff.
Emil: Dann gehen wir nach hinten, da ist die Backstube.
Emil: Das ist eigentlich das Herz einer Backstube, der Ofen. Ohne Ofen geht nichts.
Emil: Davon hat Jasmin vorher erzählt.
Emil: Dahinten, der Herr ist der, von dem ich vorhin erzählt habe, der Backstuben-Chef.
Emil: Er schaut, dass hier alles läuft und geht. Er macht jetzt gerade Pastetli.
Emil: Sie da bereitet auf morgen bereits vor. Da kommt dann nachher alles in den Kühlraum.
Emil: Dann ist das am Morgen schö aufgetaut. Dann kann man es in den
Emil: Wärmeschrank legen und aufbacken. Schön, ja.
Maria: Was ist der Unterschied von eurem selbstgemachten Brot gegenüber dem Brot aus der Fabrik?
Emil: Wie ich schon gesagt habe, das Handwerk macht es aus.
Emil: Wir sind ein Kleinbetrieb. Wir leben eigentlich den Beruf.
Emil: Das Handwerk, was wir machen, leben wir. Wir haben jeden Teig selber in den Fingern.
Emil: In der Industrie gibt es für alle so Maschinen.
Emil: Du fährst mit dieser Knetmaschine an den Lift, da wird er hinein gekippt,
Emil: unten fällt der Teig aus und geht einen Durchlaufofen innert Kürze.
Emil: Und auch wieder Zeit, wie ich vorhin gesagt habe, die haben in einer Stunde
Emil: 100 Kilo gemacht, die wir halt eben länger haben. Und das macht es einfach aus.
Leyla: Wie war das Schnaupperen und die Bewerbung?
Jasmin: Ich ware in ganz verschiedene Berufe schnaupperen, also acht verschiedene Berufe.
Jasmin: Und auch als Bäckerin war ich mehrere Mal in ganz verschiedenen Betrieben schnaupperen,
Jasmin: auch mal in einem Grossbetrieb, wo mir aber auch das Handwerk gefehlt hat.
Jasmin: Und ja, schnaupperen bin ich immer mindestens drei Tage gegangen.
Jasmin: Und die Bewerbung haben wir halt in der Schule gemacht, alle.
Jasmin: Und dann habe ich die halt bringen können.
Speaker3: Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Jasmin: Also ich habe einmal in der Woche eine Berufsschule am Mittwoch und gehe nach
Jasmin: St. Gallen. Ja, üK habe jetzt noch keine gehabt.
Emil: Das wäre in Weinfelden.
Jasmin: Ja, in dem Fall Weinfelden.
Emil: Jedes Jahr gibt es fünf Tage und einmal gehen sie noch an die RICHEMONT-Fachschule,
Emil: die sie haben, aber sie sind im dritten Lehrjahr. ZUr Prüfungsvorbereitung.
Leyla: Wie schaut typischer Arbeitstag aus.
Jasmin: Ich stehe um drei Uhr auf, fahre mit dem Töffel hierher.
Jasmin: Ich beginne dann am vier Uhr. Dann sind meistens die, welche in der Backstube
Jasmin: arbeiten und in der Konditorei schon bei der Arbeit. Also ich komme ein bisschen später.
Jasmin: Bei den Backstuben kann ich dann auch helfen mit Teig abwiegen,
Jasmin: weil sie auch Brot schon gebacken haben, je nach Saison Fläden.
Leyla: Wie war das am Anfang mit dem früh Aufstehen?
Jasmin: Ich muss sagen, das ist jetzt die dritte Woche und bis jetzt ging es wirklich gut.
Jasmin: Also ich bin auch beinahe alle Tage beim dritten Mal läuten gestanden.
Jasmin: Aber ich weiss halt nicht, wie es in Zukunft geht, aber bis jetzt bin ich auch
Jasmin: wirklich zufrieden mit mir selber.
Leyla: Was kannst du heute, aber hast das am Anfang noch nicht können?
Jasmin: So ein bisschen besser Kopf rechnen, habe ich das Gefühl. Weil man manchmal
Jasmin: halt die anderthalbe Fache Menge vom Teig muss ausrechnen und so.
Jasmin: Und halt, ich habe das Gefühl, ein bisschen besser und anders zuhören als am
Jasmin: Anfang. Also so ein bisschen mehr im Detail zuhören, wirklich bis zum Schluss.
Jasmin: So dass ich nach einer Viertelstunde noch alles weiss.
Leyla: Was macht euch am meisten Spass?
Emil: Mir macht Spass, am meisten mit den jungen Leuten zusammenzuarbeiten, die ich habe.
Emil: Wenn der jüngste von den Mitarbeitern ist 44 und die jüngste ist Jasmin mit
Emil: 16 und da macht mir am meisten Spass, mit so vielen jungen Leuten zusammenzuarbeiten,
Emil: wenn man ein gutes Team hat und man kann sich aufeinander verlassen.
Emil: Und dann macht jeder Job Spass, wenn du ein Team hast, bei dem du mitarbeiten kannst.
Emil: Und wenn du mit Jungen arbeiten kannst, dann bleibst du selber auch ein bisschen jünger.
Leyla: Was ist ein sehr schwieriger oder anstrengender Job?
Jasmin: Für mich sind die Mehlsäcke schon schwer. Sicher, bis jetzt sollte man schon
Jasmin: streng um sie rumzutragen.
Jasmin: Oder auch einfach Tage sind zum Teil auch nicht ganz so leicht für mich.
Jasmin: Anstrengend ist vielleicht einfach, man steht den ganzen Tag wirklich und bewegt sich auch.
Maria: Emil, du bist doch schon lange dabei. Erzähl mal ein bisschen,
Maria: was sich so in deiner Lehrzeit verändert hat.
Emil: Es hat sich viel verändert. Es fängt dann natürlich in der Lehre an.
Emil: Wir hatten damals auch einen Tag Schule, aber die üK gab es hier alle noch nicht.
Emil: Prüfungsvorbereitung, RICHEMOND-Fachschule, da gab es auch noch nicht.
Emil: Die Fachschule gab es schon, aber der Bildungsplan war eigentlich anders.
Emil: Man ist nicht in die Fachschule und hat eine Prüfungsvorbereitung machen können.
Emil: Man hat dann alles in Betrieb gemacht.
Emil: Die Arbeitszeit ist auch anders. Eigentlich darf ein Lehrling heute nicht vor
Emil: 4.00 Uhr beginnen. Ausser am Samstag.
Emil: Also da haben sie schon auch ein bisschen gelockert. Mit Nachtzulage.
Emil: Jetzt müssen wir Nachtzulage bezahlen, alls was vor 4.00 Uhr ist.
Emil: Das war jetzt mal nicht so verstanden. Du hast eine Fünftage-Woche,
Emil: das hat man damals schon gehabt. Aber die Stunden hast du nirgends aufgeschrieben.
Emil: Heute musst du alles aufschreiben.
Emil: Vom Beruflichen her, würde ich sagen, hat sich sicher diese Anforderung an die.
Emil: Prüfung verändert - an die Abschlussprüfung. Wir mussten viel mehr Produkte
Emil: an einer Prüfung machen und grössere Mengen.
Emil: Jetzt haben sie viel weniger Produkte, kleinere Mengen, die sie machen müssen.
Emil: Die Zeit ist etwas gleich noch geblieben. Das Sortiment hat sich auch komplett
Emil: verändert. Früher haben wir vielleicht fünf Sorten Brot gehabt, was heute 20 Sorten sind .
Emil: Und natürlich, wir haben damals in Herisau 12 Bäcker gehabt.
Emil: Und jetzt haben wir noch das dritt.
Emil: Das ist auch etwas, das hat sich komplett verändert.
Leyla: Dann kommen wir jetzt langsam zum Schluss und wenn andere am Morgen aufstehen,
Leyla: habt ihr schon ein paar Stunden gearbeitet und was ist das Beste daran,
Leyla: Bäcker zu sein, wenn der Rest von Herisau erst langsam aufwacht?
Jasmin: Mir gefällt es halt, dass ich am Mittag nach Hause fahren kann und mir Handwerker entgegenkommen,
Jasmin: die wieder arbeiten gehen.
Jasmin: Sicher mal das finde ich noch ein cooles Gefühl.
Jasmin: Und am Nachmittag habe ich halt Zeit, in der ich noch etwas machen könnte.
Jasmin: Je nachdem, was ich geplant habe, zu schlafen, je nachdem wie davor,
Jasmin: dass ich meine Familie am Abend noch sehe und dann noch ein bisschen sein kann.
Emil: Das ist schon so. Am Nachmittag, am Mittag haben sie Feierabend.
Emil: In den Jungen stört es vielleicht das Aufstehen mehr irgendwann,
Emil: wenn du deinen Ausgang oder warum nicht mehr.
Emil: Aber sobald du eine Familie hast, ist das der schönste Job. Du bist am Mittag
Emil: daheim, hast du eigentlich den ganzen Nachmittag für die Kinder, wenn sie vor der
Emil: Schule kommen. Das schätzt mann dann.
Maria: Ja, das war's. Der Podcast hatten wir mit Emil und Jasmin. Dankeschön.
Emil: Danke.
Jasmin: Danke.
Leyla: Wir haben gehört, dass ihnen viel Spass macht und sie auch sehr viel aufstehen
Leyla: für uns, damit wir nachher etwas Feines zum Frühstück haben.
Leyla: Ja, dass sie auch viel selber machen und nicht mit der Maschine wie zum Beispiel andere.
Leyla: Wenn du gerne mit Händen arbeitest und sehen willst, was du am Ende selber gemacht
Leyla: hast, dann schaue dir am besten eine Ausbildung in der Bäckerei an.
Leyla: Das war's mit dem Podcast. Ciao.
Emil: Danke.
Jasmin: Danke. Ciao.
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