1610: Martin - vom Buchhalter zum Journalisten
Shownotes
Martin berichtet über seinen beruflichen Weg vom gelernten Buchhalter zum Journalisten. Er erklärt, dass er sich nach der Arbeit mit Zahlen für das Schreiben entschied und schon früh Fussballberichte verfasste. 1979 kam er nach Appenzell und ab 1987 schrieb er als freier Mitarbeiter für verschiedene regionale Zeitungen.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist seine Arbeit für die Lokalzeitung Gais-Bühler (ugs. "Gääserblättli"), eine Lokalzeitung. Dort organisierte und bearbeitete er Berichte über politische Versammlungen, Abendunterhaltungen, Sportveranstaltungen und Freizeitausstellungen. Später arbeitete er zunehmend mit freien Mitarbeitenden zusammen, weil er nicht alle Beiträge allein schreiben konnte.
Martin beschreibt auch die Veränderungen in der Medienlandschaft. Früher habe es mehrere lokale Zeitungen gegeben, heute seien viele zusammengelegt worden. Dadurch gebe es weniger Möglichkeiten für lokale Berichterstattung und auch weniger Honorare. Er sagt, dass die Appenzeller Zeitung heute weniger Lokaljournalismus mache als früher.
Er schildert den Arbeitsalltag als sehr zeitintensiv. An Zeitungstagen habe er oft von frühmorgens bis zum Mittag gearbeitet, teils sieben Tage pro Woche. Der Termindruck sei hoch gewesen, weil Berichte rechtzeitig fertig sein mussten und parallel schon neue Aufträge warteten. Auch sein Privatleben habe darunter gelitten.
Ein weiterer Teil des Gesprächs betrifft die technische Entwicklung. Martin erzählt, dass er zunächst mit Schreibmaschine, später mit Fax arbeitete und ab etwa 2000 Computer, E-Mail und Digitalkamera nutzte. Früher habe er Texte, Fotos, Bildlegenden und den Transport von Negativen selbst erledigen müssen. Das habe die Arbeit aufwendig gemacht, aber auch sehr vielfältig.
Zum Schluss spricht Martin über die Herausforderungen, immer wieder über neue Themen zu schreiben. Er habe häufig zwischen sehr unterschiedlichen Bereichen gewechselt und sich vieles erst aneignen müssen. Rückblickend sagt er, dass ihm der Journalismus viel Wissen gebracht habe, auch wenn er nicht sicher sei, ob er alles genau noch einmal so machen würde.
Credits
- Recherche: Quiana
- Vorbereitung: Quiana
- Aufnahme: Martin, Quiana
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Publikation: Schwoegi
- Foto: Schwoegi
- Original Musik: Tu eres mi musa (New World Polka) by spinningmerkaba, https://dig.ccmixter.org
Transkript anzeigen
Martin: So ein bisschen böse gesagt, jede "Hundesverlochte". Aber jeder hat eigentlich
Martin: verdient, dass man darüber berichtet hat.
Martin: Ich habe auch mal gedacht, wenn man schon etwas organisiert,
Martin: dann sollte man als Lokalzeitung auch darüber berichten.
Quiana: Hallo miteinander. Wir sind immer noch bei der Freizeitarbeitungsstellung 2026
Quiana: im Oberstufenzentrum in Gaiss.
Quiana: Die ganze Ausstellung wird organisiert von den beiden Appenzell.
Quiana: Ich bin Quiana und vis-à-vis von mir sitzt Martin.
Quiana: Martin hat einen sehr interessanten Beruf, den wir bis jetzt noch nicht gehört
Quiana: haben. Und zwar ist er Journalist. Hallo Martin, herzlich willkommen.
Martin: Ebenfalls, Diana.
Quiana: Möchtest du vielleicht erzählen, wie du dazu gekommen bist?
Martin: Ja, ich war eigentlich früher Buchhalter, gelernten Buchhalter.
Martin: Ich hatte dann aber ein wenig genug mit Zahlen und habe dann gesehen,
Martin: dass allmögliche für Leute auch noch für Zeitungen schreiben.
Martin: Ich habe früher schon Fussballberichterstattungen gemacht.
Quiana: Ah, wirklich? Wow!
Martin: Schon in der Lehrzeit in Kreuzlingen und nachher bin ich dann im 1979 auf Appenzellinnenrohde gekommen,
Martin: bin eben zuerst noch auf der Bank gesehen und klingelt das Buchalter und habe
Martin: dann im 1987 nach einem Aufenthalt auf einer Alp, einen Sommer lang angefangen zu schreiben,
Martin: so als freier Mitarbeiter für das Appenzeller Tagblatt, für die Appenzeller
Martin: Volksfreunde und die Appenzeller Zeitung usw. Da gab es noch ein bisschen mehr Blätter als heute.
Martin: Und dann im 1987 ist hier ein Anfrag von Gässerblättchen.
Martin: Sie suchen einen sogenannten Aussendienst-Mitarbeiter, der die Berichterstattungen machen.
Martin: Das Anzeigeblatt Gässbühler ist eine Lokalzeitung. Das ist nicht von der Gemeinde
Martin: ausgegeben, sondern man muss sie abonnieren.
Martin: Die beiden Gemeinden unterstützen sie noch ein bisschen.
Martin: Aber es ist eine Abonnementszeitung. Und dann habe ich dort angefangen,
Martin: die Berichterstattungen durchzuführen und organisieren. Organisieren,
Martin: Abendunterhaltung in politischen Versammlungen, Freizeit-Erbete-Ausstellungen,
Martin: wie die jetzt zum Beispiel.
Quiana: Ah, okay, ja.
Martin: Sportveranstalt, Lichtathletik. Alles, was man darüber berichten konnte.
Martin: Ich habe die Berichterstattung organisiert.
Martin: Mit der Zeit habe ich das fast alleine ausgeübt.
Quiana: Oh, das hatte sonst niemand, der dir geholfen hat?
Martin: Ja, ich habe dann freie Mitarbeiter engagiert, um zu helfen.
Martin: Ich konnte nicht in den Abend durch und sieben Berichte am Wochenende schreiben.
Martin: Aber eine Zeitung zusammengestellt hat dann jemand anderes.
Martin: Das war die Firma Buchdruckerei Kerningas zuerst.
Martin: Und als die liquidiert wurde, 2004, ging das ein Nappenzeller Volksfreund.
Martin: Und diese Zeitung erscheint heute noch zweimal in der Woche,
Martin: am Dienstag und am Samstag.
Martin: Die heutige Daktorin ist Miriam Schuffelberger,
Martin: die heute auch über die Freizeit-Arbeit-Ausstellung berichtet.
Quiana: Dann bist du gar nicht präuflich da heute?
Martin: Nein, ich bin nicht mehr. Ich bin schon über 70.
Quiana: Ah, okay.
Martin: Vielleicht sehe ich ein bisschen jünger aus. Und bin jetzt beim Game Gässerblättli.
Martin: Wie man sagt, ist aber für Gässer und Bühler. Bin ich nicht mehr tätig.
Martin: Ich mache heute noch Berichterstattung über Fussball vom FC Appenzell.
Quiana: Ah, wieder wieder Lehrzeit.
Martin: Ja, und noch Handballberichterstattung. Und dann noch beim FC Appenzell mache
Martin: ich noch Mitgliederverwaltung, Spielerlizenzen, Spielbetrieborganisation,
Martin: Sekretariat vom FC Appenzell.
Quiana: Okay, in dem Fall machst du einfach weiterhin, weil du es so gerne machst.
Martin: Ja, ich bin jemand, der nicht hören kann.
Quiana: Das ist doch immer schön, wenn man seine Arbeit so sehr liebt.
Martin: Beim FC Appenzell bin ich schon seit 1985 im Vorstand.
Quiana: Ah, oh, das ist schon eine Weile.
Martin: Und eben mit der Zeitung habe ich im 87 Jahre angefangen und bin in 2017 pensioniert
Martin: worden mit dem Gässerblättchen und heute jetzt noch freie Mitarbeiter,
Martin: vor allem für den Volksfreund und Appenzell 24.
Quiana: Du hast auch als freier Mitarbeiter angefangen. Was bedeutet das?
Quiana: Du musst einfach etwas schreiben und das dann anbieten? Oder wie genau läuft das ab?
Martin: Zum Teil ist es so, dass ich etwas geschrieben habe, aber es sind dann auch
Martin: immer mehr Anfragen gekommen, dass zum Beispiel das Appenzeller-Tagblatt gefragt hätte,
Martin: ob ich eine Abendunterhaltung auf Brüllisau oder eine Versteigerung zu erzählen kann.
Martin: Die brauchen immer noch freie Mitarbeiter.
Martin: Und dann kommt man da Anfragen rüber. Und manchmal hat man auch etwas gegeben,
Martin: was ich selber geschrieben habe und dann abrufen habe.
Martin: Und dann durfte ich es auch noch anderen Zeitungen schicken.
Martin: Da gab es eben noch mehrere Zeitungen gegeben.
Martin: Heute gibt es ja nicht mehr viel gedruckte Medien. Es gibt noch die Appenzeller,
Martin: die Zeitung und die Volksfreunde.
Martin: Ja, die anderen bestimmen halt dann nicht mehr.
Martin: Und hätte man schlecht und recht leben können, ist ein bisschen schwierig zu
Martin: sehen, aber mein Leben ist gegangen.
Quiana: Aber tatsächlich, wie du es gesagt hast, einen rechten Wandel zu tun,
Quiana: oder? Mit den gedruckten Medien.
Martin: Ja, früher gab es ja noch ein Appenzeller Tagblatt, ein Appenzeller Zeitung,
Martin: und ein Appenzeller Volksfreund und sonst noch kleinere Zeitungen und die sind
Martin: dann mit der Zeit zusammengelegt worden.
Martin: Und heute gehört die Appenzeller Zeitung auch zum St. Galler Tagblatt.
Quiana: Was hat das so verändert in der Branche und vielleicht in deinem Arbeitsumfeld?
Quiana: Hast du da irgendwelche Veränderungen über die Zeit bemerkt?
Martin: Ja, es einfach können weniger Zeitungen anbieten. Dann gibt es halt einfach
Martin: auch weniger Honorare, weil die Appenzeller Zeitung macht ja nicht mehr sehr
Martin: viel im Lokaljournalismus, sondern eher noch ein bisschen regional und überregionale Geschichten,
Martin: also gesamtkantonal, appenzellische kantonal Geschichten.
Martin: und ich kann es natürlich einfach weniger verkaufen können.
Martin: Oder am Fussballbrich vom FC Appenzell kommt jetzt halt heute nicht mehr in
Martin: der Appenzeller Zeitung, von der ist da auch noch gekommen und jetzt ist halt
Martin: nur noch der Appenzeller Volksfreund und dann ja, gibt es halt ein bisschen
Martin: weniger Honorare, aber heute machen wir es ja eigentlich nicht mehr einfach wegen dem Geld.
Quiana: Wie gesagt, du bist pensioniert und bist immer noch flüssig am Schreiben.
Martin: Am Schreiben und eben am Sekretariat vom FC Appenzell noch, ja.
Martin: Das ist so etwa meine Tätigkeit, Ich habe eigentlich sehr lange das Gleiche gemacht.
Quiana: Ja, in diesem Fall warst du aber zufrieden, nachdem du da in die ganze Medienwelt in die Tach bist?
Martin: Einigermassen schon, aber wie immer
Martin: am Anschlag gesehen, mit dem alles organisieren und selbst schreiben.
Quiana: Also hast du auch mal recht Druck gehabt, Zeitdruck?
Martin: Ja, natürlich. Man muss ja dann fertig sein bis Mittag oder so,
Martin: bis die Zeitung wieder rauskommt.
Martin: Und dann kommt schon wieder die Nächste. Du musst Mitarbeiter,
Martin: Mitarbeiter suchen. und wer geht dort, wer geht da und...
Quiana: Rechte Koordinationsgeschichte im Fall.
Martin: Ich habe auch, ja.
Quiana: Weisst du, wie die grösste Schwierigkeit war, um rechtzeitig fertig zu werden?
Quiana: Hat es da irgendeinen Punkt gegeben, von dem alles abgehängt ist oder wo besonders
Quiana: knibbelig war, um zu beachten?
Martin: Ja, manchmal ging es einem rein, zu schreiben, manchmal nicht so gut.
Martin: Und ja, es kam dann einfach der Druck von dem, der die Zeitung zusammenstellen musste, oder?
Martin: Der Blattmacher, oder? Der hat dann wieder geschrieben oder angerufen,
Martin: wenn kommt jetzt der Bericht, oder?
Martin: Und dass man dann hätte können, vielleicht hätte dann die Qualität ein bisschen
Martin: darunter gelitten, weil man nicht mehr alles hätte können, nochmal durchlesen
Martin: und nochmal überarbeiten.
Martin: Oh ja. Und dann hat man an den Tagen, wo eine Zeitung rausgekommen ist,
Martin: Morgen um 4 Uhr angefangen und bis am Mittag um 12 Uhr um 1 Uhr geschrieben.
Martin: Und dann ging es schon wieder weiter. Vielleicht war es schon wieder eine Veranstaltung.
Quiana: Dann hast du manchmal viele Stunden gearbeitet, oder?
Martin: Ja, ja. Und eigentlich auch sieben Tage in der Woche. Oh, wow.
Quiana: Und da konntest du mit dem Privatleben koordinieren?
Martin: Ja, wobei die Partnerschaft schon ein bisschen unter dem gelitten hat,
Martin: dass ich den Partnerinnen ein bisschen vernachlässigt habe.
Quiana: Ja, das ist ein sehr heftiger Job da, wie du ihn gerade beschreibst.
Martin: Ja, ja, da ist es ja. Aber ich konnte alles von dir aus machen.
Martin: Am Anfang habe ich mich noch mit einer Schrittmaschine geschrieben in einem Bauernhaus.
Quiana: Ah, okay.
Martin: Und dann musste ich die Berichte bringen auf einer A4-Seite,
Martin: auf Gäse und einem Volksfreund.
Martin: Mit der Zeit hatte eine Firma in der Nähe einen Fax. Dann konnte ich sie dort faxen.
Martin: Ziemlich genau, vom Jahr 2000 hat es einen richtigen Computer gegeben,
Martin: also neben der Schreibmaschine habe ich noch einen Schreibautomarker zwischen
Martin: denen, wo man auch hätte korrigieren können.
Martin: Ja, eben zuerst bei der Schrittmaschine und dann hat es so einen Schreibautomaten
Martin: gegeben, sogar zwei, die immer ein bisschen moderner geworden sind.
Martin: Und dann im Jahr 2000 ist dann das E-Mail aufgekommen, hat es zwar noch fast
Martin: niemand gehabt, gerne gewusst, was jetzt auch der Koch sei.
Martin: Und dann hat es gesagt, ich muss jetzt einen richtigen Computer haben,
Martin: damit wir mailen können.
Martin: Und danach konnte ich dann die Berichte schreiben und gerade per Mail schicken.
Quiana: Und dann hast du schon einen Computer zu Hause gehabt?
Martin: Vom Jahr 2000 an, ja. Wie gesagt, habe ich alle meine Berichte,
Martin: habe ich alles von der Schwendi ausgeschrieben, in dem Häuschen, wo wir wohnen.
Martin: Und bis so weit war auch frei gewesen. Also nicht ein Chef, der dann morgen
Martin: auf die Uhr geschaut hat, wie ich jetzt komme und wie ich gegangen bin.
Martin: Einfach so lange gemacht, bis ich es kann, oder? Ja, und dann von da an ist
Martin: es dann eben so gelaufen.
Martin: Am Anfang musste man natürlich noch mit Filmen mit Negativ, Filme mit Kamerinnen
Martin: zu tun. Man musste ja fotografieren.
Martin: Bei diesen Zeitungen konnte ich nicht wie heute bei dem Tagblatt ein Fotograf
Martin: kommen und jemand, der schreibt, sondern ich musste alles selber machen. Alles gleichzeitig?
Martin: Ja, einfach dann zwischen einer Abendunterhaltung hat man geschrieben und dann
Martin: ist man wieder aufgestanden, hat wieder ein paar Fotos gemacht.
Martin: Und nachher musste ich den Film in die Redaktion bringen und dann haben die die dort entwickelt.
Martin: Und nachher musste ich das Negativ anschauen und die Bilder auslesen,
Martin: weil es gut gehen könnte, was sich geeignet wäre.
Martin: Und dann musste ich auch noch die Bildlegenden schreiben.
Martin: Und ja, da bin ich auch mal ein paar Mal hin und her gefahren,
Martin: an einem so einen Tag vor der Zeitungsausgabe.
Martin: Am Abend den Film gebracht, dann am ersten Morgen früh Bilder ausgelesen und
Martin: dann nachher wieder nachgegangen.
Martin: Ich ging den Bericht zu schreiben, Legenden zu schreiben und dann wieder gebracht
Martin: und nachher die Negativ wieder geholt und noch den anderen Zeitungen zur Verfügung
Martin: gestellt, zum Teil per Post geschickt oder zum Teil auch gebracht,
Martin: dass sie dann auf Tiefen gefahren, auf Helis auch, dass sie das Negativ auch
Martin: noch hatten und dann den Bericht auch noch haben publizieren können.
Quiana: Wow, also du bist Schreiber, Fotograf und Fahrer, alles in einem gewesen.
Martin: Ja, und gelernt habe ich eigentlich nichts. Ich hatte gar keine Zeit, um das zu lernen.
Quiana: Du bist gerade voll drin gestartet.
Martin: Ja, als ich angefangen zu schreiben habe, kam dann die Anfrage mit dem Gässerblättchen.
Martin: Und dann habe ich so viel zu tun, dass ich nicht noch die Kurs besuchen konnte.
Martin: Ich konnte noch eine Medienschule machen oder so.
Martin: Und darum ist natürlich die Berichterstattung auch ein bisschen auf einem tiefen Niveau gesehen.
Quiana: Aber du bist ja voll durchgekommen damit. Also, es hat ja funktioniert.
Martin: Ja, ja, aber irgendwie für die Zürich-Zeitung oder so, hätte es jetzt wegen
Martin: nicht genügt. Da bin ich auch sprachlich und so.
Martin: Ich habe nie eine Ausbildung gemacht, war für einmal bei einem Fotograf,
Martin: bei Petro, zu Tiefen und habe dort vielleicht einmal einen Kurs gemacht.
Martin: Aber die Schwierigkeit war, dass man vor allem selber die Schärfe einstellen
Martin: musste von diesen Bildern.
Martin: Und da war es schon schwierig. Die Bilder haben dann manchmal fürchterlich ausgesehen.
Martin: Zuerst in Schwarz-Weiss gesehen.
Martin: Und nachher hatte man dann Farbfilme, aber es sind dann nur wenige Fotos in
Martin: Farbe gekommen. Heute sind ja praktisch alle Fotos farbig.
Martin: Und so ab dem Jahr 2000, wo dann eben das Computer-E-Mail kam,
Martin: hat man dann auch eine Digitalkamera, habe ich dann zu tun.
Martin: Und dann geht es dann ein bisschen besser. Dort solltest du dann eigentlich
Martin: selber schon aufstellen, oder?
Martin: Und dann kann ich jetzt einfach die Bilder vom Fotoapparat auf den Computer
Martin: übertragen und auslesen. und Bildagende schreiben und es dann schicken.
Martin: Das war auch noch eine grössere Veränderung.
Quiana: Ja, da hast du definitiv einige Veränderungen erleben dürfen.
Martin: Ja.
Quiana: Jetzt so im Nachhinein bist du zufrieden, wie es gelaufen ist und würdest du es nochmal so machen?
Martin: Ich kann es nicht sagen, ob es genau nochmal gleich machen würde.
Martin: Aber ich habe natürlich viel gelernt.
Quiana: Ja, das kann ich mir vorstellen.
Martin: Schwierigkeit ist vielleicht auch noch gewesen, dass man von einem Thema ins
Martin: andere, also dann habe ich vielleicht am Samstitt Nachmittag über den Fussballmatch
Martin: berichtet und am Samstagabend über eine Modeschau.
Martin: Im Fussball habe ich schon etwas verstanden, aber von der Mode natürlich fast nichts.
Martin: Oder dann musste man fragen. Oder einfach Sachen waren einem fremd.
Martin: Ich musste viele Fragen. Da hat man von den Ausdrücken und dass man von einem
Martin: Thema ins andere geworfen worden ist.
Martin: Oder dann ist eine Abendunterhaltung gekommen und dann hat man geschrieben,
Martin: wie gut, dass jetzt die gesungen haben.
Quiana: Du hast praktisch Profi auf mega viel Gebiet gemessen sein,
Martin: Oder? Ja, und das ist natürlich ein bisschen schwierig gewesen.
Martin: Klar, mit der Zeit hat man dann vielleicht probiert, dort, wo man nicht so durch
Martin: gewesen ist, jemanden zu finden, der für einen gerade geschrieben hat.
Martin: Dann hat man Leute, die verstehen mehr von dem und andere verstehen mehr von dem Leben.
Martin: Dass ich da manchmal etwas abgeben konnte, was ich nicht so viel verstanden habe.
Quiana: Wenn ich mir trotzdem habe, du bist jetzt ein recht breites Allgemeinwissen, oder?
Martin: Das hat das Bessere, ja, ja, vorhin ein Schlechtes gehabt, weil ich mich als
Martin: Junge einfach nur für Fussball interessiert und für andere Sachen nicht.
Martin: Und durch den Journalismus hat dann auch schon stark Besseres Allgemeinwissen, ja.
Martin: Aber halt dann auch ein bisschen oberflächlich, oder?
Martin: Ich bin ja dann an dieser Berichterstattung, ich habe einen Bericht geschrieben
Martin: und dann bin ich schon wieder beim nächsten Thema gesehen, oder?
Martin: Und das andere ist wieder weg gewesen.
Martin: Vielleicht ist es dann immer ja auch wieder gekommen, wenn die gleiche Veranstaltung
Martin: wieder stark gefunden hat.
Martin: Zum Teil tut sich ja das wiederholen, oder? Aber da ist man halt dann wirklich
Martin: an den Umzug, überall ist man halt dann da gegangen.
Martin: Bei der Lokalzeitung ist man gesprungen, so ein bisschen böse gesagt,
Martin: in die Hundesverlochten.
Martin: Aber jeder hat eigentlich verdient, dass man darüber berichtet hat.
Martin: Ich habe auch mal gedacht, wenn man schon etwas organisiert,
Martin: dann sollte man als Lokalzeitung auch darüber berichten.
Quiana: Das ist sehr schön gesagt. Ja, wir sind gespannt, wie dann nachher über die
Quiana: Ausstellung da noch berichtet wird. Wenn wir unbedingt noch verfolgen.
Martin: Der Mann ist ja jetzt, mindestens vom Volksfreund ist auch jemand da.
Martin: Ja, genau. Und für die Appenzellerzeit vielleicht auch. Ja.
Quiana: Hey, wir sind gespannt.
Martin: Ja.
Quiana: Dann, ja, Martin, danke vielmals fürs Gespräch. Danke auch. Es war sehr spannend.
Quiana: Ich habe gerade sehr viel Neues gelernt durch dich.
Martin: Schön, ja.
Quiana: Dann noch ganz viel Spass auf dieser schönen Ausstellung.
Martin: Und bei euch noch weiterhin viel Erfolg in diesem Experiment.
Quiana: Danke vielmals.
Martin: Danke dir.
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