1605: Ruven - Schnupperlehrling mit Erfinderambitionen
Shownotes
In diesem Gespräch erfahren wir von Ruven, einem 12-jährigen Jungen, der bereits frühzeitig erste Einblicke in verschiedene Berufsfelder gewinnen konnte. Ruven erzählt von seinen ersten Schnupperpraktika. Dabei zeigt sich seine Begeisterung für die Tätigkeiten auf dem Bau sowie bei der Bauschreinerei, wo er unter anderem das Lackieren von Oberflächen ausprobieren konnte. Seine Neugier auf unterschiedliche Berufe treibt ihn an, weswegen er auch beim Elektrobetrieben schnupperte, wo er erfahren durfte, wie die Arbeit auf einer Baustelle aussieht.
Im Gespräch thematisiert Ruven seine Motivation, Elektroinstallateur zu werden. Er hat einen besonderen Traum: den Blitz zu fangen und zu speichern, um damit Strom zu produzieren. Diese Ambitionen brachten ihn dazu, sich schon früh in der fünften Klasse mit dem Beruf des Elektrikers zu beschäftigen. Ruven berichtet, dass er dabei auch auf Herausforderungen gestossen ist, wie etwa der Herausforderung, sein Ziel mit den Erwartungen anderer in Einklang zu bringen. Trotz möglicher Schwierigkeiten, die andere als unrealistisch empfinden könnten, bleibt er entschlossen, seinen Traum zu verfolgen.
Ein weiterer interessanter Punkt des Gesprächs wird Ruvens expliziter Wunsch, einen breiten Erfahrungshorizont zu erschliessen. Er plant nicht nur eine Karriere im Handwerk, sondern erwägt auch andere Bereiche, insbesondere die Medizin, als potenzielle Berufsfelder. Ruven hat sich sogar bei einem Kochpraktikum beworben und zeigt auch Interesse an einem Pflegepraktikum. Hierbei hebt er hervor, dass die Teamarbeit in diesen Berufen für ihn wichtig ist. Das Interview unterstreicht die positive Einstellung und die vielseitigen Interessen, die Ruven hat.
Ruven teilt auch einige lustige Anekdoten aus seinen Schnupperstellen, etwa als ein Elektriker beim Suchen eines Schlüssels etwas ungeschickt war. Diese persönlichen Erlebnisse machen das Interview lebendig und zeigen, dass die Praktika nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam waren. Was die Schule betrifft, ist er sowohl an Mathematik als auch an Sprachen interessiert, wobei er in Französisch gute Fortschritte macht. Außerdem betont Ruven seine Leidenschaft für Sport und beleuchtet, dass körperliche Aktivität ihm wichtig ist.
Abschliessend reflektiert das Interview Ruvens Planung für die Zukunft, bei der er weiterhin seinen Weg in die Welt des Handwerks und darüber hinaus verfolgen will. Seine Entschlossenheit, schon früh professionelle Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren, hebt ihn hervor und lässt auf eine erfolgreiche Karriere in der Zukunft hoffen. Ruven inspiriert durch seine klaren Ziele und seine Initiative, die ihn auf seinem Weg begleiten werden.
Credits
- Recherche: Regula
- Vorbereitung: Regula
- Aufnahme: Regula, Ruven
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Grafik: Schwoegi mit Dall-e
- Publikation: Schwoegi
- Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com
Transkript anzeigen
Ruven: Ja, und jetzt ist halt mein Ziel, einmal zu versuchen, den Blitz zu fangen und dann zu speichern.
Regula: Hallo zusammen, wir sind heute an der Freizeitarbeiten-Ausstellung in Gais.
Regula: Mit uns ist der Ruven, habe ich das richtig verstanden? Ja. Genau.
Regula: Du hast geseagt, du bist 12.
Regula: Und jetzt hast du auch schon ein bisschen im Berufsalltag gestartet.
Regula: Willst du erzählen, was du bis jetzt schon alles gemacht hast?
Regula: Ja. Also ins Berufsleben, nicht im Berufsalltag.
Ruven: Ich habe schon beim Weishaupt in Appenzell geschnuppert, bei meinem Papa.
Ruven: Es war mega cool, ich konnte ins Büro, alles konnte ich anschauen.
Regula: Du warst auch auf dem Bau, eher weniger auf der Bauschreinerei?
Ruven: Bau war ich auch.
Regula: Jawohl. Das hat dir gefallen?
Ruven: Ja.
Regula: Was macht der? Ist er spezialisiert? Ich kenne es von meiner Schwester.
Regula: Sie sind in der Küche unterwegs und sind Küchenschrinnereien.
Regula: Sind die auch spezialisiert?
Ruven: Sie machen Möbel, sie arbeiten mit Glas und machen Küchen.
Regula: Das hat dir gefallen?
Ruven: Ja, das fand ich cool. In der Oberfläche war ich zum Spritzen,
Ruven: also Lackieren, mit Farben.
Regula: Und so warst du gut. Du hast gesagt, du gingst noch mal schnuppern. Was warst du noch?
Ruven: Ich war noch beim Elektro-Betschmann. Dort war es auch cool.
Ruven: Vor allem ist es auch nicht weit von meinem Zuhause weg. Ja.
Ruven: Es war cool, ich ging an die liebste Stelle.
Ruven: Dann ging ich zum Elektro-Sonderer. Drei Tage. Dort war es mega cool.
Ruven: In Gais war für zwei Tage und Appenzell für einen.
Ruven: Wir haben dann gekannt, das war cool, um dann anrufen zu können.
Ruven: Auf der Baustelle war ich im Gontenbad.
Ruven: Überall konnte ich reinschauen. Da haben wir die Bude gezogen. Mega cool.
Regula: Ich muss sagen, du fängst relativ früh an mit dem Schnuppern und so,
Regula: weil ich muss sagen, ich habe erst, also ich glaube in der zweiten Sitz habe
Regula: ich gerade mal angefangen zu schnuppern oder so.
Ruven: Ja, sagen viele, dass ich früher bin. Oder ich habe auch Pläne, die ich machen wollte.
Regula: Will, was sollen deine Pläne? Also ich habe so junge Eltern noch nicht als eine grosse Pläne.
Ruven: Ja, vielleicht ist es ein bisschen unrealistisch für die anderen.
Ruven: Aber man hat schon etwa probiert, den Blitz zu einfangen und nachher zu speichern
Ruven: und Strom zu produzieren.
Ruven: Und ich habe von dem gehört.
Ruven: Und ich habe das Gefühl, das ist jetzt nicht so schwierig. Ja,
Ruven: und jetzt ist halt mein Ziel, es einmal zu versuchen, den Blitz zu fangen und dann zu speichern.
Regula: Also deswegen bist du auch Elektriker schnuppern?
Ruven: Ja, genau. Darum bin ich auch Elektriker schnuppern. In der 5.
Ruven: Klasse habe ich alle gesehen, ich werde ganz sicher Elektriker,
Ruven: ich will den Traum erfüllen. Ja, so wie es bei anderen Menschen klingt,
Ruven: ist es aber eher schwierig, den Leuten zu speichern.
Regula: Ein Versuch ist es wert. Und hat er jetzt da auch Elektriker mit zugesät als Schreiner?
Regula: Oder hat er beides über die Lichtgühe gefahren?
Ruven: Der Schreiner findet einen coolen Beruf. Man macht verschiedene Sachen,
Ruven: von kochen über Glas, zuschneiden, messen und rechnen.
Ruven: Und rechnen finde ich toll.
Regula: Ja, das ist immer glücklich.
Ruven: Darum ging ich auch an Strom zu schnaupern. Beim Elektrosonderer hat es mir
Ruven: auch richtig gut gefallen.
Ruven: Ich konnte auch überall reinschauen.
Ruven: Richtig cool gesehen. Menschen auch richtig freundlich.
Regula: Sehr schön. Also dann warst du immer mit jemandem? Hat es da auch einen Schiff
Regula: gehabt, wo du mitgegangen bist?
Ruven: Also die ersten zwei Tage, als ich zu Gäse war, war ich alle mit einem gesehen. Ja.
Ruven: Und nachher noch zu Apenzell war ich auch einfach mit Sohne gesehen.
Regula: Aha, und dann haben sie so ein bisschen alles erzählt. Ja. Also,
Regula: und angerufen hast du selber und so?
Ruven: Angelerufen habe ich selber. Und am Elektro-Schwizer habe ich auch angerufen.
Ruven: Ihm habe ich auch gefragt, ob ich einmal Kagen schnuppern kann,
Ruven: weil wir dort auch dann kennen, weil ich mit dem Mama mitfahren könnte.
Ruven: Dort gehe ich nächste Woche, vom Dienstag bis zum Donnerstag.
Ruven: Ich glaube, dir wäre es mir auch gefallen.
Regula: Also, wieso man ist das einfach so, schon wenn du die Leute ein bisschen kennst?
Ruven: Der Mann hat gesagt, dass das Team aus vielen jüngeren Leuten besteht und da
Ruven: habe ich schon mal einen guten Eindruck gefunden.
Regula: Sehr vicious. Ja, aber Respekt. Also in deinem Alter, selber anrufen,
Regula: selber schnuppern gehen.
Regula: Ja, ich habe mich nicht einmal mit 14 getraut, also was soll ich noch sagen.
Regula: Und jetzt denkst du so Elektriker machen und dann deinen Blitz einfangen?
Regula: Oder hast du sonst noch irgendwelche Pläne?
Ruven: Ja, ich wollte schon an den Koch schnuppern, beim Hof Weissbad. Ja.
Ruven: Dort mussten wir viele Dinge, also habe ich auch angerufen und dann mussten
Ruven: wir ganz viele Sachen angeben.
Regula: Zum Motivation schreiben und so. Ja, genau. So habe ich es auch.
Ruven: Und dann bin ich jetzt halt nicht mehr dazu gekommen, jetzt gehe ich dort nicht.
Ruven: Dafür gehe ich sonst einmal, in das Landgasthof Sterne. Mhm.
Regula: Und dann ist das noch, wo du schnuppern willst, zur Pflege und so.
Regula: Das interessiert dich jetzt.
Ruven: Ja, ich habe mir gerade gestern überlegt.
Ruven: Doktor, da wäre es sicher auch noch etwas Cooles in der Praxis.
Ruven: Eben im Team arbeiten und da finde ich halt cool.
Regula: Also du bist auch mehr so im Team arbeiten. Also auf dem Bau arbeitest du halt
Regula: automatisch mehr im Team anstatt jetzt.
Ruven: Ja, alle Lärzüge machen. Ja, das würde mich wahrscheinlich wahrscheinlich etwas mehr anscheissen.
Regula: Ja, das hätte ich schon. Aber interessant, vor allem, dass du so ein breites
Regula: Spektrum an Berufen auswählst, weil von Koch zu Elektriker, dann hast du noch einen Doktor dabei.
Ruven: Ja, ein bisschen alles ausprobieren.
Regula: Ja, das ist wichtig.
Ruven: Ja.
Regula: Hast du schon etwas Lustiges erlebt während des Schnuppers?
Ruven: Ja, also, ich sage jetzt keinen Namen, aber als ich beim Elektro-Betschmer war,
Ruven: war ich eben mit dem Seben-Mammer-Semit und nachher zu einer Person.
Ruven: Also sie sind nicht dahingesehen und dann hat er zuerst mal den Schlüssel suchen.
Regula: Oh, ja.
Ruven: Dann sind wir auch den Viertelstand dran, bis er ihn gefunden hat.
Ruven: Und dann hat er beim Gerashtuch in den Schlüssel gesteckt, beim Schlüsseltuch.
Ruven: Und dann hat er gerüttelt und ich habe gesagt, da hat es im Fall auch eine Türe beim Gerashtuch.
Ruven: Vielleicht musst du dort den Schlüssel übertragen.
Ruven: Aber er hat mich eigentlich gerne wahrgenommen und hat weitergerüttelt.
Ruven: Und dann ist er da im Rütteln. Und irgendwann hat er es gemerkt,
Ruven: Dass das nur eine Türe ist oder? Ah, nein, geht's.
Regula: Ja, ich will nicht ganz viele Sachen. Ja, so.
Ruven: Dann ist noch gestanden, bitte Schuhe ausziehen. Und ich sage ihm,
Ruven: bitte, da müssen wir die Schuhe ausziehen, oder? Und dann läuft er einfach mal rein.
Ruven: Einfach das, was wir ziehen. Und dann beim Rausenlaufen merkt er,
Ruven: oh, da mussten wir noch die Schuhe abziehen.
Regula: Ja du, also in diesem Fall war es ein interessanter Tag.
Ruven: Ja.
Regula: Gelernt hast du auch etwas oder war es mir einfach mitgegangen und zuerwagen?
Ruven: Ja, mir etwas mitgegangen und helfen konnte ich eigentlich nicht gross.
Ruven: Beim Sondrauch konnte ich viel helfen.
Ruven: Ja, und gerade wenn ich fertig war mit der Arbeit, konnte ich gerade etwas Neues machen.
Regula: Also gab es da so Aufgaben, welche du etwas machen kannst und so?
Ruven: Ja, vom Abisolieren der Träute konnte ich eine Steckdose montieren.
Ruven: Wenn ich fertig war, musste ich noch Kabel ziehen. Das war sehr lustig.
Regula: Du hast ja gesagt, du würdest studieren auch noch in Betracht sein.
Regula: Dann hat man noch etwas länger in die Schule gegangen.
Ruven: Ja, ich war auch schon an der Kante, um zu schauen zu gehen.
Ruven: Dort war es auch richtig cool. Du hast auch mehr Ferien.
Regula: Ja, Sebi, dafür verdienst du kein Geld.
Ruven: Ja, aber es hat mir mega gefallen. Es war richtig schön.
Ruven: grosse Turnhalle und die Chemie ist sicher auch cool, hat auch Räume gehabt.
Regula: In diesem Fall wirst du eher Mathe machen, anstatt Sprache, also Chemie und so?
Ruven: Mathe finde ich schon cool.
Regula: Sprache ist nicht so dein, oder? Also Sprache mag ich auch,
Ruven: Also ich bin auch gut und ich spreche schon gerne Englisch, sprechen und nachher
Ruven: nicht mal wieder Französisch.
Regula: Ah, Französisch auch?
Ruven: Ja, haben wir auch in der Schule.
Regula: Also machst du es auch gerne?
Ruven: Ja, ich mache es gerne, vor allem bei den Lehrerinnen.
Regula: Also in diesem Fall haben wir auch gute Lehrer.
Ruven: Ja, gute Lehrerinnen haben wir, ja.
Regula: Ja, also bei uns ist es meistens noch gewesen, dass Französisch mehr so ein Hassfach ist.
Regula: Deswegen, vor allem von den Jungs, also dass du jetzt auch sehst, dass du es gerne machst.
Regula: Überraschend. Du hast gesehen, du kennst dich eine grosse Turnhalle.
Regula: In diesem Fall machst du auch gerne Sport und bewegst du dich gerne?
Ruven: Ja, ich bewege mich sehr gerne. Ich gehe auch in den Uni-Hockey-Club.
Ruven: An der Kante machst du nicht immer das gleiche Fussball, Handball.
Ruven: Als ich schnuppern sah, haben wir Baseball gespielt. Das war mega lustig.
Ruven: Mal etwas Neues. Das kennt man jetzt auch nicht so.
Ruven: Kennst du es ja schon.
Regula: Aber spielen solltest du es eher weniger.
Ruven: Es war mega cool und lustig mit einem Buben, der da gesehen hat.
Regula: Woher kommt es denn an, dass du dir so früh Gedanken machst, dieses und jenes?
Ruven: Eigentlich, weil ich jetzt nicht mehr zu lange in die Primarschule ans Eck gehe.
Ruven: Ich sage alle, weil noch nicht, dass sie in die Lehre gehen können.
Regula: Ja, könnt ihr aus der zweiten aus?
Ruven: Aus der zweiten kann man, wenn der Lehrmeister einverstanden ist.
Regula: Das wäre ja auch für dich.
Ruven: Das habe ich auch schon überlegt. Ich habe auch die Lehrerin gefragt,
Ruven: sie hat jetzt gesagt, es ist gut, wenn du noch in die drei Zecke gehst,
Ruven: weil es nicht mehr zu viel Lernstoffe gibt und du kannst die Noten noch gut aufsetzen.
Regula: Ja, das hast du schon. Ich muss sagen, ich bin jetzt in die drei gegangen,
Regula: aber du lernst nicht mehr so viel.
Ruven: Die Mörsen machen auch vieles auch.
Regula: Ja, es ist mehr ein Hocker und ein bisschen Zeitvertreiben. Klingt interessant,
Regula: aber in diesem Fall mehr ins Handwerkliche wie dir.
Ruven: Ja, Elektroniker wollte ich auch noch.
Regula: Ah, ist das etwas eher unterschiedlich?
Ruven: Elektronika, also ich musste programmieren. Du machst Batterien,
Ruven: also neben solchen Zeug, mit Solar.
Ruven: Und Elektriker ist mehr auf dem Bau und Elektronika ist halt mehr in der Bude.
Ruven: Nicht Elektriker, vielleicht ist es eine lustige, wenn ich auf dem Esch stürme und verkabeln.
Regula: Das klingt alles sehr, sehr interessant. Ich danke dir vielmals für deine Teilungen
Regula: mit uns, deine Sachen und Teich.
Regula: Und ich wünsche dir noch alles Gute auf dem weiteren Weg.
Ruven: Danke, Lykas.
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