1603: Ein bewegtes Leben - Gret 104 Jahre - Kinderkrankenschwester

Shownotes

In dieser Episode des Podcasts vom Alterszentrum Rotenwies dreht sich alles um die Geschichten und Erfahrungen von Pflegekräften und Auszubildenden im Gesundheitsbereich. Ich sitze in einer Runde mit drei beeindruckenden Frauen: Gret, eine knapp 104-jährige Bewohnerin und ehemalige Kinderschwester, Marlies, eine diplomierte Fachfrau aus der Pflege mit über 30 Jahren Erfahrung, und Kanita, eine 16-jährige Auszubildende, die gerade ihre Karriere in der Pflege beginnt. Ich selbst bin Ulrike, 50 Jahre alt, ebenfalls im Pflegeberuf tätig und im Moment in der Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit.

Wir gehen tief in die beruflichen Werdegänge und persönlichen Geschichten jedes Einzelnen ein. Gret erzählt von ihrer Ausbildung zur Kinderschwester während des Krieges in Zürich, von den Herausforderungen und der strengen Disziplin, die sie lernen musste. Marlies teilt ihre Erfahrungen aus ihrer Zeit in der Pflege und der Ausbildung, die sich über Jahrzehnte erstreckt und durch einen ständigen Wandel geprägt ist. Beide reflektieren, wie sich die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen im Laufe der Jahre verändert haben.

Kanita bringt frischen Wind in die Diskussion mit ihren Eindrücken als junge Auszubildende. Sie beschreibt, wie sie sich in dem Beruf wohlfühlt und ihre Begeisterung, den älteren Menschen im Alterszentrum zu helfen. Es wird deutlich, wie wichtig Teamarbeit in diesem Berufsfeld ist, und wie stark die sozialen Interaktionen den Alltag prägen.

Wir sprechen auch über den Stress und die Herausforderungen, die in der Pflegebranche bestehen, insbesondere während der Corona-Pandemie. Kanita und Marlies teilen ihre Strategien im Umgang mit stressigen Situationen, und es wird aufgezeigt, wie wertvoll Teamarbeit in stressigen Zeiten sein kann. Die Tatsache, dass die Pflegekräfte nicht nur für die körperliche Gesundheit ihrer Patienten verantwortlich sind, sondern auch für deren emotionale Unterstützung, wird ebenfalls hervorgehoben.

Im Gespräch über die Gesundheitsausbildung vergleichen wir die Strukturen der vergangenen Jahre mit den heutigen Methoden. Die Umstellung von handschriftlichen Dokumentationen auf digitale Systeme wird diskutiert, ebenso wie die Vielfalt der Ausbildungsoptionen, die heute für Pflegeberufe zur Verfügung stehen.

Die Episode schliesst mit einem positiven Ausblick auf die Zukunft im Pflegeberuf. Jeder von uns ermutigt die Zuhörer, eine Karriere in diesem Bereich in Betracht zu ziehen, in dem Menschen helfen und vielfach neues lernen können. Wir betonen die Bedeutung sozialer Fähigkeiten und Teamarbeit, die entscheidend für den Erfolg im Pflegeberuf sind. Es ist eine inspirierende und bewegende Diskussion über die Herausforderungen und Freuden, die dieser wichtige Beruf mit sich bringt.

Credits

  • Recherche: Ulrike
  • Vorbereitung: Ulrike
  • Aufnahme: Gret, Marlies, Ulrike, Kanita
  • Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
  • Schnitt: Schwoegi mit Audacity
  • Grafik: Schwoegi mit Dall-e
  • Publikation: Schwoegi
  • Foto: Schwoegi
  • Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com

Transkript anzeigen

Speaker1: Also ich empfehle jedem den Beruf zu machen, vor allem bei uns.

Speaker1: Es ist mega lustig als Team und ja, alle die, die gerne den Menschen helfen,

Speaker1: werden dann da sehr richtig.

Speaker2: Wir sind heute hier zum Podcast vom Alterszentrum Rodenwies und wir sitzen hier zu viert in der Runde.

Speaker2: Da ist Stadt Gret, sie ist Jahrgang 1922 und ist Bewohnerin da im Haus.

Speaker2: Dann haben wir Marlies, sie ist

Speaker2: Jahrgang 69 und ist seit 2004 bei uns im Alterszentrum als Diplomierte.

Speaker2: Dann ist da Canita, sie ist Jahrgang 2009, sie ist Auszubildende als FHG und

Speaker2: sie ist im ersten Lehrjahr.

Speaker2: Und ich bin Ulrike, bin Jahrgang 1973 und bin auch Auszubildende,

Speaker2: bin aber schon seit 13 Jahren da als Pfleghelferin im Haus.

Speaker2: Ich mache auch dieses Jahr dann den Abschluss.

Speaker2: Gret, willst du mal erzählen, wie das bei dir war, wann du deine Ausbildung gemacht hast?

Speaker1: Und ich habe als Kind schon gesagt, ich will Kinderkrankerschwistern lernen.

Speaker1: Ich hatte so viel mit Kindern zu tun.

Speaker1: Also in der Schulzeit hatte ich die ganze Nachbarschaft bei mir an mich.

Speaker1: Und das habe ich durchgezogen durch die Ausbildung.

Speaker1: Aber ich musste warten, bis ich 20 Jahre alt war.

Speaker1: Und mit 16 bin ich zu Schuhe ausgekommen und bin gerade nach Schottfonds,

Speaker1: nach Schottfonds, in Französisch zu lernen.

Speaker1: Und dann musste ich mich anmelden.

Speaker1: Und zwar habe ich gedacht, ich will in ein anerkanntes Spital lernen.

Speaker1: Ich bin immer ein bisschen für das Einfachen oder für das Kleineren.

Speaker1: Und dann habe ich gesagt, ich will in den Inselhof Zürich.

Speaker1: Der Inselhof Zürich, das war ein Institut, schon lange, für Mütter, die keine Väter haben.

Speaker1: Ledige Mütter.

Speaker2: Ledige Mütter.

Speaker1: Ledige Mütter. Und da ist der Inselhof eigentlich für Zürich ein Vorzug gewesen.

Speaker1: Und wir hatten viele Geburten, aber wir hatten nur ein Zimmer für die Mütter.

Speaker1: Und die durften voran kommen und haben gearbeitet.

Speaker1: Sie haben in der Wäscherei geschlafen, sie haben in der Küche gearbeitet, sie haben geputzt.

Speaker1: Und ich habe gefunden, dass es ausbildungsmäßig vom Roten Kreuz anerkannt wurde.

Speaker1: Und darum haben wir es auch ausbilden können.

Speaker1: Und wir waren 16, das war im Frühjahr,

Speaker1: Und im Herbst nochmals 16. Also das war ein Boom für Krankenschwistern oder nur Nennies.

Speaker1: Also auf alle Fälle gab es zwei Jahre, drei Jahre und vier Jahre, um zu lernen.

Speaker1: Das war während des Krieges im 1942.

Speaker1: Ich konnte im Mai eintreten, als ich Geburtstag hatte. Es war die Norm.

Speaker1: Niemand, auch die Krankenschwister, haben nicht vor 20 angefangen.

Speaker1: Man war noch Kind, hat es geheißen. Jetzt sind sie 15.

Speaker2: Ja, Kanita, wann hast du angefangen? Wie alt warst du?

Speaker1: Ich war 16. Eben, gell? Unglaublich, unglaublich.

Speaker0: Bei uns war 18.

Speaker1: Auf alle Fälle war es ja Krieg. Und dann habe ich mich gemeldet.

Speaker1: Ich hatte dann noch Zeit, bis ich 20 Jahre war.

Speaker1: Und um das Jahr war ich in Welschland. Und nachher war ich in einem Bauernhof

Speaker1: als Hilfe, weil die das gesucht haben in die Zürich zu schlagen. Man konnte sich melden.

Speaker1: Und dann hat man eine Stelle bekommen, wo es Not am Mann war,

Speaker1: weil die Männer im Dienst waren.

Speaker1: Und dann haben sie Leute gesucht, die geholfen haben. Ich bin dann nach Remis

Speaker1: Mühli, das war in einem Durbental, und ich hatte es wunderbar, also wirklich schön.

Speaker1: Und da habe ich gedacht, ja, vielleicht möchte ich eher eine Furenfrau werden.

Speaker1: Als ich dann wieder zu Hause war im Winter, habe ich ihn wieder umgesottet.

Speaker2: Gret, wo bist du denn aufgewachsen?

Speaker1: Du bist in Zürich. In Zürich? Immer in Zürich gewesen.

Speaker2: Also im Zentrum?

Speaker1: Ja, in der Ränge raus. Ja.

Speaker2: Und du hast noch eine Schwester gehabt?

Speaker1: Ja, ich hatte eine Schwester, die Sekretärin wurde und hat dann sehr gut die Laufbahn gemacht.

Speaker1: Und ich bin nicht gerne in der Schule. Und dann war ich froh,

Speaker1: dass ich nach der dritten Zeit nicht mehr in die Schule musste.

Speaker1: Und das musste man ja nicht.

Speaker1: Man musste ein halbes Jahr als Haushalt, Lehrjahr musste für den Haushalt.

Speaker1: Man musste kochen, man musste abstauben, alles, was im Haushalt passiert.

Speaker1: Und das musste ich auch noch machen, bevor ich mich richtig anmelden konnte.

Speaker2: Und Males, du hast im Inselspital?

Speaker0: Nein, ich habe im Spital Thun. Wir haben aber überall externe Stationen Praktikum gemacht.

Speaker0: Also ich war in Grossergestädten und im Inselspital. Früher war die Ausbildung

Speaker0: noch etwas anders als heute.

Speaker0: Man hatte immer Schulblock und drei Monate Praktikum an verschiedenen Orten.

Speaker1: Aber das war früher auch?

Speaker0: Spitex, Psychiatrie, Kinderspital, Medizin, Chirurgie. Das war sehr interessant.

Speaker0: Aber es ist noch interessant, es ist schon ähnlich. Ich habe 1988 angefangen,

Speaker0: aber es gab noch viel Ähnliches wie bei der Grete.

Speaker0: Wir mussten 18 sein, bevor wir anfangen können. Wir mussten das Welschlandjahr machen vorher.

Speaker0: Also hat sich in dieser Zeit von ihrer Ausbildung zu mir nicht so viel geändert.

Speaker0: Nein, wirklich nicht. Ja, und ich habe mit 19 angefangen im Spital Thun.

Speaker0: Und dann hatten wir auch noch zwei Klassen pro Jahr.

Speaker0: Also Frühling und Herbst wie bei dir.

Speaker1: Eben, gell.

Speaker0: Hat es noch viel gehabt, ja. Ja, es ist drei Jahre gegangen.

Speaker0: Und dann bin ich aufgewachsen im Thunersee, Oberhofen am Thunersee, mit Eltern und Brüdern.

Speaker0: Und dann war Thun das naheliegendste.

Speaker0: Nach der Ausbildung bin ich dann eben gleich in Ostschweizhof,

Speaker0: Appenzell. im Spital abgetaucht und habe dort zehn Jahre lang gearbeitet und

Speaker0: dann nachher ins Alterszentrum kommen.

Speaker2: Kanita, wie bist du dazu gekommen, dass du die Ausbildung im Alterszentrum machst?

Speaker1: Also ja, schon vor klein wollte ich mit den Menschen zu tun haben und den Menschen

Speaker1: auch helfen können und mich dann auch im Altersheim hier im Geiss die Lehre anfangen können.

Speaker0: Ulrike, bei dir, wie war dein Werdegang bis heute?

Speaker2: Also ich bin ja aus Deutschland. Ich habe zuerst nach dem Abitur studiert.

Speaker2: Ich habe Biologie studiert. Also ich habe bis zum Ende studiert.

Speaker2: Ich habe mein Diplom gemacht. Und dann war ich schon schwanger mit dem ersten von vier Kindern.

Speaker2: Und dann war einfach keine Zeit für irgendwelche Biologie.

Speaker2: Ich habe dann meine Kinder, eben vier Kinder, gekriegt hier in der Schweiz.

Speaker2: Und habe danach, als der Jüngste langsam in den Kindergarten gekommen ist,

Speaker2: habe ich angefangen, die Ausbildung zur Pfleghelferin zu machen,

Speaker2: weil mich das schon früher, schon vor dem Studium, hat mich das interessiert.

Speaker2: Ich habe da schon ein Praktikum gemacht.

Speaker2: Es war mir einfach nah und es war einfach, die Ausbildung jetzt zu machen und

Speaker2: dann relativ schnell anfangen zu arbeiten.

Speaker2: Von daher hat das ganz gut passt. Ich bin jetzt dann seit 13 Jahren im Alterszentrum

Speaker2: als Pfleghelferin und mit 50, da überlegt man sich dann nochmal,

Speaker2: ja, was mache ich sonst noch?

Speaker2: Und dann habe ich mir einfach gedacht, gut, jetzt mache ich noch die Ausbildung

Speaker2: zur Fachfrau Gesundheit.

Speaker2: Die durfte ich dann verkürzt machen, weil ich ja schon eine Ausbildung hatte

Speaker2: und bin jetzt dann im Sommer fertig.

Speaker0: Bist du die ganze Zeit in Zürich gewesen?

Speaker1: Das heisst, wir mussten auch so Praktikum machen. Und dann bin ich in der Pflegerinnenschule.

Speaker1: Das war sehr gross und renommiert.

Speaker1: Damals in Zürich, jetzt ist es auch nicht mehr. Und da hat es nur die Geburt

Speaker1: gehabt. Also ich muss sagen, im Inselhof hatte es nur Frauen, nur Geburten.

Speaker1: Und die, die auswärts gekommen sind für die Geburt, die sind wieder nach zehn Tagen.

Speaker1: Zehn Tage musste jedes bleiben.

Speaker0: Das ist heute auch nicht mehr so. Nein, das würde ganz schneller sein.

Speaker1: Und drei Tage mussten sie im Bett bleiben.

Speaker1: Oh je. Ja, also, wenn man das gehört heute, das ist unglaublich.

Speaker0: Das kann man sich nicht vorstellen.

Speaker1: Aber die Mütter, das ist etwas, was sehr wichtig ist. Die Mütter waren ausgerupt.

Speaker1: Sie mussten nicht die Geburt erleben und dann gerade wieder nach Hause.

Speaker2: Weiter arbeiten.

Speaker1: Oder arbeiten. Also, sie können ja schon auch ausrufen. Aber sie haben ja noch

Speaker1: keine Tage können, wo sie ganz grünerei bleiben können.

Speaker1: Die Mütter, die keine Familie hatten, durften dort bleiben und dort arbeiten.

Speaker1: Wir hatten lauter Personal, die ein Kind hatten.

Speaker1: Sie durften einmal am Tag ihre eigenen Kinder wickeln.

Speaker1: Oder wenn sie frei hatten, durften sie mit ihnen spazieren.

Speaker1: Das ist der Unterschied, bis sie zur Schule gegangen sind. Es hatte einen Kindergarten,

Speaker1: es hatte eine Abteilung für Höckli.

Speaker1: Höckli sind so ein, zwei Jahre. Es war keine Neugeborene.

Speaker2: War das wie eine Kindertagesstätte, Höckli?

Speaker1: Es war auch dabei, ja. Ja, das gehört an den Alsterminzler.

Speaker1: Wir hatten drei Häuser und rechte Häuser.

Speaker1: Im obersten Stock hatte es Zimmer für die Schwestern, also für die Lernen.

Speaker1: Und dann haben wir dort zu vierten in einem Zimmer geschlagen.

Speaker2: Aber da hat man auch Freundschaften geschlossen wahrscheinlich.

Speaker1: Ja, sehr. Ich habe gerade letztens gestorben. Die letzte von meinen Leuten.

Speaker1: Also meine Dinge. Wir hatten sehr guten Kontakt miteinander.

Speaker2: Kanita, du hast jetzt mit 16 anfangen dürfen schon.

Speaker1: Ja.

Speaker2: Und bei euch war es 18 bzw. beziehungsweise 20 Jahre, dass man hat anfangen dürfen.

Speaker2: Fühlst du dich genug beschützt? Oder was gibt es dann noch für dich zum Schutz?

Speaker2: Als ja noch Jugendliche...

Speaker1: Am Anfang war es schon schwierig, in diesem jungen Alter zu entscheiden, was man machen möchte.

Speaker1: Aber irgendwie finde ich es auch gut, weil dann hat man genug Zeit genommen,

Speaker1: auch nach der Lehre, um weitermachen.

Speaker1: Oder ja, also wie genug Zeit.

Speaker2: Du hast nicht am Anfang gleich zum Beispiel Männer pflegen dürfen.

Speaker2: Du musst speziell aufpassen, dass du dich nicht körperlich überbelastest.

Speaker2: Wie ist das? Was gibt es da für Regeln?

Speaker1: Also auch im ÜK schauen wir zurecht, dass wir uns nicht belastet und auch gut

Speaker1: mit Kinästhetik arbeitet, dass wir richtig umgehen und auf den Körper achten.

Speaker2: Wie läuft denn jetzt die Ausbildung heute? Wie ist das?

Speaker1: Es ist so, dass man im ersten Lehrjahr zwei Tage auch Schule hat und nebenbei arbeitet.

Speaker1: Und auch ÜK hat man. Dort lernt man verschiedene Sachen, was man dann im Betrieb gut umsetzen kann.

Speaker2: Das ist so ein bisschen aufgebaut, eins nach dem anderen, dass man das vom Betrieb,

Speaker2: von der Schule und vom ÜK immer schön vernetzen kann.

Speaker2: Dass dann wirklich genug Zeit ist, um das eins nach dem anderen zu lernen.

Speaker0: Dann haben die nicht so Schulblöcke, dass wir schon nur Schule haben.

Speaker0: Immer nur die zwei Tage in der Woche.

Speaker1: Ja, einfach die zwei Tage. Und ÜK vernetzt man eigentlich mit dem Betrieb.

Speaker1: Dass man das, was man gerade lernt, auch im ÜK haben und nicht einfach durcheinander gemischt.

Speaker2: Im ÜK findet dann vor allem das statt, was man vorher üben muss an Medizinaltechnik

Speaker2: usw., was man dann später, wenn man es dann gelernt hat im ÜK und angeschaut

Speaker2: hat, dass man es dann am Klienten durchführen kann.

Speaker2: Und wie war das bei dir mal alles?

Speaker0: Also wir hatten die Vorgaben vor der Ausbildung, das heisst in Welschland oder Tessinjahr.

Speaker0: Man musste ein Spitalpraktikum absolvieren.

Speaker0: Und ich habe das gerade verbunden, weil ich habe gefunden, ich gehe ins Welt,

Speaker0: aber ich will auf keinen Fall in einen Haushalt. Und dann bin ich dort in ein Spital arbeiten.

Speaker0: Also gerade das verbunden, Spital und das Praktikum.

Speaker0: Zuerst habe ich das 10. Schuljahr gemacht und dann bin ich ins Welschland,

Speaker0: weil wir 17 Jahre alt sein müssen, um in den Spitalgen zu arbeiten.

Speaker0: Und dann hat mir immer noch ein bisschen gefällt bis zur Ausbildung.

Speaker0: Dann war ich noch in einem Heim mit beeinträchtigten Kindern.

Speaker0: Also sehr hilfreich war schon später für die Ausbildung.

Speaker0: Zu tun hatten wir zuerst Schulblock, dann hatten wir wieder Praktikum und dann

Speaker0: wieder Schule und dann wieder Praktikum, abwechslungsweise. Es war sehr spannend,

Speaker0: finde ich, weil man hat verschiedene Bereiche gesehen.

Speaker0: Man hat Medizin oder Chirurgie, Psychiatrie, Spitex. Es war sehr interessant.

Speaker2: Es war noch breiter gefächert, als wir es jetzt haben.

Speaker0: Ja, wir hatten auch die ÜKAS in den Schulblöcken und konnten sie dann im nächsten Ort anwenden.

Speaker0: Wir haben, glaube ich, auch noch mehr Sachen gemacht, als wir heute machen.

Speaker0: Wir mussten ja noch Magensonden anstecken. Das ist heute auch nicht mehr so. Das war so unangenehm.

Speaker1: Er hat einem Arzt gesagt, machen Sie, wie wenn Sie Spargel essen würden.

Speaker0: Ich denke, so hat man dann auch die ersten Hemmungen ein bisschen verlauern.

Speaker0: Und eben weil wir älter waren und das Spitalpraktikum hatten,

Speaker0: ist natürlich schon eine andere Voraussetzung, als heute, wenn es manchmal mit

Speaker0: 15 jetzt gerade in ein Alterszentrum kommen.

Speaker0: Ich denke, das ist schon noch herausfordernd für die Jungen.

Speaker0: Also mit dem Alter, mit dem Tod, mit all diesen Sachen.

Speaker0: Bewundernswert. Ich bewundere so junge, dass ihr in so ein Altersheim arbeiten

Speaker0: gehen könnt. Das hätte ich, glaube ich, in diesem Alter nicht gemacht.

Speaker2: Gret, du hast ja während dem Krieg deine Ausbildung gemacht. Ja, ja, das ist ja.

Speaker1: 1939 war ich in der Schottfonds, als der Krieg losging.

Speaker2: Als losging, genau. Da musstet ihr euch auch verpflichten für Verwundeten pflegen? Nein, gar nicht.

Speaker1: Absolut nicht. Das ist ja eine Geburtsstätte.

Speaker2: Ah ja, okay.

Speaker1: Es hat ja nur Neugeborene und vielleicht mal Kaiserschnitt oder ein Zustand

Speaker1: in die Operation, aber nur Frauen.

Speaker1: Ich habe nie mit Männern zu tun gehabt.

Speaker0: Das ist noch spannend, weil wir haben uns verpflichten während der Ausbildung.

Speaker0: Wir mussten sogar etwas unterschreiben, dass wenn der Krieg käme,

Speaker0: dass sie uns einziehen durften.

Speaker0: Wenn keine militärische Ausbildung ist, dann wird es gerade ins Ingo.

Speaker0: Wir mussten dann unterschreiben, dass wir uns in den Krieg einziehen können

Speaker0: als Sanitäterinnen und Krankenschwestern.

Speaker1: Das ist halt bei der Kinderschwester nicht so. Überhaupt muss ich sagen,

Speaker1: Kinderschwester gibt es nicht mehr. Das ist keine Ausbildung mehr.

Speaker1: Alle die verschiedenen Ausbildungen, die man jetzt hat, die kenne ich gar nicht.

Speaker1: Da komme ich gar nicht draus, wer was wo ist.

Speaker2: Wenn wir jetzt die Ausbildung fertig haben, wir könnten wirklich mit dieser

Speaker2: Ausbildung, die wir machen, Kanita und ich, im Spital schaffen.

Speaker2: Wir könnten in der Langzeitpflege oder in der Spitex arbeiten.

Speaker1: Bei mir war es so. Damals konnten die Kinderschwister, das heisst Nennies,

Speaker1: ins Ausland und in eine Familie, die ein Kind hat, Und die Kinder pflegen und zu ihnen schauen,

Speaker1: weil die Eltern hatten alles andere als Kinder zu hüten.

Speaker1: Und das war gang und gäbe, gerade nach dem Krieg.

Speaker1: Damals waren sehr viele Amerikaner in Paris. Da haben sie auch Kinder bekommen.

Speaker1: Als sie dann nach Hause sind, mussten sie einen Schweizer Nanny haben.

Speaker1: Das war das Numpuls Ultra.

Speaker2: Das Beste des Bestens. Und das hast du auch ausgenutzt?

Speaker1: Das wusste ich von Anfang an. Wenn ich fertig bin, die Brosche und mein Diplom

Speaker1: habe, gehe ich nach Amerika. Und das war im 46.

Speaker1: Da war im 45. Der Krieg fertig.

Speaker1: Im 46. gab es natürlich noch nichts so normales. Es gab noch Morgen.

Speaker1: Man musste noch verdunkeln. Und ich weiss noch gut, als ich nach Paris,

Speaker1: dann hatte ich eine Stelle durch einen Arzt bei uns.

Speaker1: Und der hat mich mit denen bekannt gemacht. Brieflich.

Speaker1: Nicht mit dem Handy oder so. Das war ja noch nichts.

Speaker1: Und dann habe ich eine Familie gesagt, ich soll zu dieser Familie.

Speaker1: Das sei eine sehr reiche Familie.

Speaker1: Er sei Generaldirektor einer Ölfabrik.

Speaker1: Und hat mit Öl von Venezuela und von der ganzen Welt zu tun gehabt.

Speaker1: So wie die Shell damals war.

Speaker1: Und die hatten eine Tochter hatte, die hatte ein Kind, aber die Tochter war immer fort.

Speaker1: Sie war eine nette Frau, aber überdimensioniert in Sachen schminken und anlegen.

Speaker1: Sie hatten natürlich auch Geld dazu. Dann hat sie geheiratet.

Speaker1: Und dann war das ein Gantt.

Speaker1: Und die hat dann Stolz gehabt, wenn man sagt Madame la Gantesse. Das war üblich.

Speaker1: Der Mann hatte keine Stelle, der Junge.

Speaker1: Der Vater, also der Schwiegervater, hat ihm eine Stelle verstanden, und zwar in Venezuela.

Speaker1: Und Venezuela ist ja einer der Hauptreferanten von Öl.

Speaker1: Und Shell hat dort das Wort gehabt.

Speaker1: Shell hat sehr viel getan für das. Sie hat alle die Einrichtungen.

Speaker1: Shell war einfach der Tunnel. Und dann haben sie es. Es war wirklich schön.

Speaker1: Zuerst bin ich eben mit den Franzosen, und dann hatten die Frau ständig Streit miteinander.

Speaker1: Und der Junge war ja immer dabei, ich habe ihn immer beschäftigt,

Speaker1: dass er nichts hörte und so.

Speaker1: Und auf alle Fälle ist das nicht gegangen mit den zwei. Dann hat sie ja angefangen

Speaker1: zu sprechen und wollte sich ein Leben nehmen.

Speaker1: Also ich habe richtig viel erlebt in dem Venezuela.

Speaker1: Aber mir hat es gefallen, es war schön und ich war im Schweizer Club,

Speaker1: in der Diplomatie, konnte ich gut mit ihr sprechen.

Speaker1: Ich hatte es schon recht. Aber sie wollte wieder zurück nach Paris.

Speaker1: Dann ist sie nach Paris zurück mit dem Jungs und mir. Ich musste mit.

Speaker1: Und dann habe ich gesagt, ich komme schon mit, aber ich will wieder runter auf das Venezuela.

Speaker1: Das war damals in Blüte.

Speaker1: Nicht wie heute. Das hatte eine wunderschöne Golfclub.

Speaker1: Das hatte wunderschöne Häuser.

Speaker1: Es war wirklich schön. Dann haben wir auf einem Öl gedankt. und er hat Palmier

Speaker1: geheißen, von Trinidad aus, wieder nach Saint-Nazaire.

Speaker1: Und Saint-Nazaire hatte die Fabrik, wo das Öl präpariert haben, um zu brauchen.

Speaker1: Und dann sind wir auf dem Schiff, sind wir wieder nach Frankreich.

Speaker1: Und dann hat er gesagt, ich könne jetzt drei Wochen nach Hause.

Speaker1: In die Ferien, ich könne mit dem Flugzeug nach Hause.

Speaker1: Mit einem Kursflugzeug das erste Mal fliegen zu fahren.

Speaker1: Das war etwas. Meine Eltern haben mich abgeholt, meine Schwester und der Schwester,

Speaker1: alle haben mich empfangen.

Speaker1: Nein, nicht damals in Düberdorf.

Speaker1: Das war im Jahr 1947.

Speaker0: Hast du denn da viel verdient als Kinderschwester?

Speaker1: Ja, ich habe sehr viel verdient. Ich habe die Hälfte von meinem Lohn,

Speaker1: ich habe ja das Essen und das Bett und alles, dann habe ich 350 Franken verdient. Im Monat.

Speaker1: Und in Zürich habe ich 150 Franken verdient.

Speaker0: Das ist heute ein bisschen anders.

Speaker1: Und die Hälfte von dem Lohn habe ich heimgeschickt. Mein Vater hat ein extra

Speaker1: Konto eröffnet für mich, dass ich etwas von meinem Geld habe.

Speaker1: Und sonst habe ich ja nicht viel gebraucht.

Speaker1: Wir sind schon auch ausgegangen, wenn ich frei hatte.

Speaker1: Ich hatte einen halben Tag frei in der Woche. Mit einer Mittwochen frei.

Speaker1: Und dann sind wir, ist Kinderschwester neben der Villa zugewohnt.

Speaker1: Und die hatte auch einen Jungs. gehabt und sie hat auch frei gehabt.

Speaker1: Dann sind wir miteinander ins Kino. Immer ins Kino.

Speaker1: Jede Woche. Jeden Abend sind wir ins Kino.

Speaker0: Das sind schon noch andere Dimensionen gewesen. Mit dem Lohn und mit dem Freizeit.

Speaker1: Das war eigentlich noch viel.

Speaker2: Aber wie war das als Kinderschwester? Habt ihr dann auch noch eine spezielle Kleidung gehabt?

Speaker1: Ja, das kommt natürlich auch noch vor. Bei der Ausbildung war es Auch in der

Speaker1: Ausbildung und nachher in Venezuela habe ich immer meine Tracht gekauft.

Speaker2: Die Tracht und die Brosche.

Speaker1: Das ist mal eine Zündigstracht.

Speaker2: Und alle gleich.

Speaker0: Und alle gleich, ich habe es gesehen, ja.

Speaker1: Das war der Tag, als ich diplomiert wurde.

Speaker1: Und das war die Zündigstracht. Das hatte einen dunkelgrauen Rock und ein Käpp drüber.

Speaker1: Ein weisser Kragen natürlich.

Speaker1: Und ein Schleier über das Hüblech rein. Ein Schleier.

Speaker1: Am Sonntag hat man Hübel nicht getragen, weil man das getragen hat während der

Speaker1: Arbeitszeit. Man hat alle Hübeln angenommen.

Speaker2: Und es sind alle die gleichen gewesen? Also die hat man sich selber bestellen

Speaker2: müssen oder selber kaufen müssen?

Speaker1: Die Sonntagstracht, ja. Wer ist die Tracht? Nicht, das haben wir rübergekommen.

Speaker1: Und das war ein Rock, gestreifelt.

Speaker1: Das war eben die Ertracht.

Speaker2: Oh, das war dann mit weisser Schürze.

Speaker1: Und das war die Wärtigstracht mit dem Hübli.

Speaker0: Und mit den Broschen dran. Hast du sie noch dabei, Broschen?

Speaker1: Ja, da.

Speaker2: Darf man es mal anschauen? Oh ja.

Speaker1: Das sind dann noch kleine.

Speaker0: Also ich habe meine auch noch dabei. Wir haben auch noch eine Brosche bekommen. Zum Abschluss.

Speaker1: Aha. Übergeil.

Speaker0: Ja, wir haben auch noch eine bekommen.

Speaker2: Die Broschen, die hat man dann immer gehabt, während der Arbeit hat man die dann getragen.

Speaker0: Nein, die habe ich erst, die man erst nachher bekommen. Am Abschluss.

Speaker2: Am Abschluss, ja. Ja, wir auch. Während der Arbeit hat man sie dann

Speaker1: Nach dem Abschluss. Im nächsten Jahr.

Speaker0: Genau, nein, nachher hast du nicht mehr müssen. Es war einfach so ein Symbol

Speaker0: gewesen, dass du die Ausbildung gemacht hast.

Speaker2: Also du hast deine Brosche nicht viel dran.

Speaker0: Ich habe sie gar nicht gearbeitet, um zu arbeiten.

Speaker2: Aber du, Grit, du hast dich immer gearbeitet.

Speaker1: Also im dritten Lehrjahr haben wir Broschen bekommen.

Speaker1: Erst im dritten Lehrjahr. Und wir haben auch ein Praktikum gemacht.

Speaker1: Ich habe eins gemacht in Neuenburg. Und da konnte ich mein Französisch brauchen.

Speaker1: Ich war stolz, aber im Hospital Buchtalais. Das war ein sehr altes Kinderspital.

Speaker1: Das hatte eine solche dicke Mauer.

Speaker1: Das war sehr alt. Aber jetzt haben sie es abgebrochen. Jetzt ist es nicht mehr. Ich bin mal schauen.

Speaker0: Als ich in Welschland war, war es ein altes Diakonissin-Spital.

Speaker0: Dort sind auch noch ein paar Schwestern mit Trachten rumgelaufen.

Speaker1: Ja, genau.

Speaker0: Als ich nicht mehr ging, Aber 2-3 Jahre vorher wurde die Kleiderordnung auch noch festgelegt.

Speaker0: Also man musste eine Schoße und einen Unterrock anlegen.

Speaker0: Da durfte man ja nicht die Beine durchsehen.

Speaker1: So ein Kittel.

Speaker0: Ein Kittel und ein Unterrock. Aber wo ich dann ging, war das nicht mehr so.

Speaker0: Aber es war schon noch eine strengere Kleiderordnung als heute.

Speaker1: Wir waren alle reformiert und katholisch. war.

Speaker1: Das hat gar keine Rolle gespielt. Das hat keine Rolle gespielt. Das ist nicht sagen wir

Speaker1: am Sonntag am Morgen haben wir gesungen.

Speaker1: Das war gar nicht wie noch gar nicht. Absolut nicht.

Speaker2: Die Kleidung war einfach vom Habit.

Speaker1: Aber die Kleidung ist ähnlich gewesen. Also ich habe einen Stolz gehabt.

Speaker1: Ich habe einen Stolz gehabt, sage ich euch. Ich war mit Liebe und Seeldewein.

Speaker1: Ich würde noch gerne etwas sagen zu dieser Branche. Die Brosche hat ein Bild drauf.

Speaker1: Wenn Sie sehen, was für ein Bild das ist, das ist, da ist sie ja,

Speaker1: hat eine Mutter mit einem Kind in einer Gondola, in einem Schiff.

Speaker1: Und das Bild, das ist vom Sekantini, vom Maler Sekantini, ist das ein Bruchteil aus dem Bild.

Speaker1: Das ist im Museum in Samaritz.

Speaker2: Und jetzt musst du es mal umdrehen, Malice. Dann kannst du mal hinten drauf schauen.

Speaker1: Ja.

Speaker2: Da ist noch eine Nummer drin.

Speaker0: 179. Ja, 179.

Speaker1: Ich war in den Krieg.

Speaker2: Das war durchnummeriert.

Speaker1: Das hatte ich schon früher, vor dem Krieg, schon Schwester gehabt.

Speaker1: Nur war es nicht anerkannt. Ja, anerkannt. Es hat nur die ledigen Frauen gehabt.

Speaker2: Wie war das denn bei dir geredet, wie lange waren eure Arbeitszeiten?

Speaker2: Ihr wart ja dort im Internat sozusagen, ihr habt ja dort gewohnt vor Ort.

Speaker2: Wie lange, also ihr habt im Haus ja gewohnt,

Speaker1: Im Inselhof. Wir mussten am 6.00 Uhr anfangen.

Speaker1: Ja. Dann war eine Besprechung, stockweise.

Speaker1: Es gab zwei Stücke für Frauen, die auswärts kommen und wieder nach Hause gehen.

Speaker1: Und die mussten wir natürlich auch pflegen. Die mussten ja nicht aufstehen drei Tage.

Speaker1: Also morgens um sechs Uhr hatten wir eine Besprechung.

Speaker1: Und dann haben wir Kinder angesetzt.

Speaker1: Und dann haben wir bis um 12 Uhr das Essen verteilen müssen.

Speaker1: Man musste beten. Man musste den Boden aufnehmen.

Speaker1: Man musste Ordnung machen. Die Brau konnten ja nicht ausstehen.

Speaker1: Es war also wirklich streng.

Speaker1: Und dann haben wir das Mittag verteilt. Und dann war immer eine auf die Station

Speaker1: und die anderen durften ins Zimmer.

Speaker1: Zimmerstunde ist das?

Speaker1: Bis um 2 Uhr. Und dann um 2 Uhr hat das wieder angefangen.

Speaker1: Wir haben die Kinder wieder geholt, zum Beispiel zum Stillen.

Speaker1: Das ist alles weitergegangen und mit den Frauen gesprächelt.

Speaker1: Und dann, wenn ich ausgezogen ist, haben wir ins Bett rausnehmen und Matratzen

Speaker1: auf den Balkon ziehen. und die Küsse abziehen natürlich.

Speaker1: Und das musste alles gelüftet sein einen Tag lang.

Speaker1: Und dann hat man es wieder bereit gemacht für die Nächste. Aber das mussten wir machen.

Speaker1: Und das mussten wir zu Mittag gemacht.

Speaker2: Und dann am Abend wieder ging es?

Speaker1: Und dann am Abend, am 7. ist die Ringe gekommen, die Dachtacht.

Speaker1: Und dann sind wir da geblieben bis an 8 Uhr. Und haben gesprochen.

Speaker1: Das war? Ja, es war einfach ein bisschen gemütlich.

Speaker1: Und dann machte sie mich dann ins Ufer, in die Zimmer. Und der Ding ist geblieben bis morgen um 6 Uhr.

Speaker2: Und das war ein 12-Stunden-Tag. Ihr habt 12 Stunden Arbeitszeit gehabt.

Speaker1: Ja, ja. Und dann haben wir so schon die Zünderste,

Speaker1: wo die kleinen Kinder, also die höchsten Kinder, die mussten zum Mittag machen für uns.

Speaker1: Und dann haben wir nachher kurz Mittagessenessen und nachher wieder rufen.

Speaker1: Und da mussten alle Kinder schon das Bett ausnehmen, abziehen,

Speaker1: waschen, frisch anziehen, wieder ins Bett reinziehen. Das war eine Arbeit.

Speaker1: Mindestens etwa 20 Kinder waren die Idee.

Speaker1: Also die Kinder, die Neugeborenen, fast ein Jahr lang war ich nur im Gebärsaal.

Speaker1: Und dann geholfen habe ich im Gebärsaal mit der Habeband zusammen.

Speaker1: Und wenn etwas gewesen ist, ist der Doktor natürlich. Ich war so gerne in diesem Spital.

Speaker1: Und dann habe ich mich, wenn ich frei hatte, bin ich eine Sportsfrau gewesen, schon von klein auf.

Speaker1: Und dann, als ich frei hatte, konnte ich Samstag oder Sonntag mit dem Ski-Club durchmachen.

Speaker1: Durchmachen, eine Wanderung machen, mit dem Ski, im Sommer.

Speaker1: Ich war ein Wandervogel.

Speaker1: Und zuletzt, bevor ich geheiratet habe, war ich noch in der Schultes-Klinik. Die war ganz alt.

Speaker1: Die hat in Zürich zwei grosse Villene umgebaut für Wetter.

Speaker1: Und dann ist Professor Schultes und Professor Hallauer. Das waren prominente Döchter.

Speaker1: Und die haben dann das Spital geführt.

Speaker1: Und jetzt ist immer noch die Schultersklinik, immer noch den Baden-Anhemen und

Speaker1: ich habe dann dort gearbeitet,

Speaker1: weil ich Samstag und Sonntag frei war.

Speaker1: Immer. Wir waren in einem Skiklub, meine Eltern auch, mein Vater war Präsident von dem Skiklub und

Speaker1: wir sind immer mit dem Skiklub geworden.

Speaker1: Das war sehr schön.

Speaker2: Malice, wie war es bei dir mit der Arbeitszeit am Anfang?

Speaker0: Das ist eigentlich wie es hier auch jetzt ist. Was ich mich immer so erinnere, am 7.

Speaker0: Angefangen und zum Teil Die sind zum Teil durchgehend schändlich gewesen wie heute.

Speaker0: Nach der Nachtwache hatten wir manchmal so große Blöcke, manchmal sechs, sieben, acht am Stück.

Speaker0: Das machst du heute auch seltener mehr. Aber sonst, Arbeitszeiten und Freizeit

Speaker0: würde ich sagen, ist wie heute.

Speaker2: 1972 ist die 48-Stunden-Woche eingeführt worden erst.

Speaker2: Davor waren es 60 Stunden mal und davor, vor dem Weltkrieg, war das gar nicht reglementiert.

Speaker2: Da ist man völlig ausgenutzt worden.

Speaker2: Mittlerweile sind wir eben jetzt bei 8,5 Stunden.

Speaker1: Ja, eben.

Speaker2: Und 5 Tage war es auch nicht.

Speaker1: Das war nicht. Die Zeit musste man einfach mal da sein und wenn man schon musste putzen,

Speaker1: die Zimmer putzen und die Betten wieder frisch anziehen musste, dann gab es Arbeit.

Speaker1: Es gab Kraft und fast jeden Tag ist da jemand gekommen.

Speaker0: Dann hat man ja noch ein bisschen anders bettet als heute, oder?

Speaker0: Mit einem schönen Bett machen, auch das habe ich noch müssen.

Speaker0: Mit den schönen Linntüchern und ein schönes... Früher musste man Lindtuch und

Speaker0: eine schöne Ecke machen.

Speaker0: Ja, das haben wir auch gemacht. Das war dann noch wichtig, dass die Betten alle

Speaker0: schön ausgesehen haben.

Speaker1: Genau.

Speaker2: Da kann man es jetzt ein bisschen besser mit der Bettwäsche.

Speaker1: Und dann, wenn die Dochter mit der Oberschwester kam, musste man ganz sauber

Speaker1: sein und brauen im Bett. Ich musste mit mir.

Speaker0: Ja, das macht mich auch gut erinnern. Die Chefarztvisite, ihr kennt das weniger im Alterszentrum.

Speaker0: Aber du musst wirklich alle im Bett haben.

Speaker0: Alles versorgt habe, kein Wäschbecken und er ist der Chefarzt voraus Oberärzt,

Speaker0: Assistent und du als kleiner Schüler mit dem Kartex-Best hinter den Nachricht drungen.

Speaker0: Es ist noch beeindruckend, die Hierarchie, die da früher geherrscht hat,

Speaker0: das ist schon noch zu hart bestimmt.

Speaker1: Ich habe immer gesagt, wenn ich nicht heirate, ich kann nie,

Speaker1: ich habe das im Zufall überlassen.

Speaker1: Und als ich nach Hause gekommen bin, von Amerika, bin sechs Jahre in Amerika

Speaker1: gewesen, mit Engländern, Kind, dann haben wir eine Reise gemacht durch ganz Amerika mit einem Auto.

Speaker1: Wir sind ruhig. Und die Kinder hinten und ich hinten und dann haben sie es abgewechselt mit den Paaren.

Speaker1: Und dann sind wir die Westküste auf

Speaker1: San Francisco, Vancouver und durch den Panamá-Kanal von Helinsweiler aus.

Speaker1: Ich habe viel gesehen, auch vom Ausland.

Speaker1: Es ist wirklich ein Erlebnis.

Speaker1: Und ich weiss noch alles so gut.

Speaker2: Das stimmt. Sie erzählte mir sehr, sehr viel von früher. Das ist schön, das ist spannend.

Speaker0: Es ist eine ganz andere Welt.

Speaker2: Für die noch mehr

Speaker0: Kann ich da, das ist so weit weg. Wir sind noch ein bisschen näher dran.

Speaker2: Wir sind ein bisschen näher dran. Aber das hat wirklich Tür und Tor geöffnet, die Ausbildung.

Speaker1: Genau.

Speaker2: Ohne die Ausbildung.

Speaker1: Ich dachte mir, wenn ich fertig bin mit dem Diplom, dann gehe ich nach Amerika.

Speaker1: Dann bin ich aber zuerst nach Paris und dann mit dem Schiff,

Speaker1: mit dem letzten Schiff vom Krieg, über nach New York.

Speaker1: Und das war die Ile de France. Und die hat zwei gekämmt gehabt.

Speaker1: Das ist die einzige im ganzen Welt.

Speaker1: Und eine grosse. Und die haben es gebraucht, um Truppen transportieren von

Speaker1: Amerika, wo es dann die Invasion kam, mit den Amerikanern.

Speaker1: Und dann ist das von Cherbourg ausgegangen und in Cherbourg war alles verbund.

Speaker1: Es gab noch ein Ei zum Einstiegen.

Speaker1: Und das war das letzte Mal, dass das war.

Speaker1: Und da hatten es Tausende von euch.

Speaker1: Die alle nach Amerika wollten. Weil sie nicht konnten.

Speaker1: Die Tausend oder die Zehntausend Soldaten, die haben in einer Tortoire geschlafen.

Speaker1: Weisst du, dreistöckig.

Speaker1: Alles aus Eisen. Und die haben das nicht umgemacht.

Speaker1: Wir haben das erlebt. Ich bin mit dem Juppe gekommen, so eine Tortoarin.

Speaker1: Drinnen gewesen und acht Tage hatten wir.

Speaker1: Aber ich denke heute noch, ich habe gar nie an eine Unterwasserbombe gedacht.

Speaker1: Weisst du, das wäre ja noch nicht möglich gewesen.

Speaker1: Es hat ja noch mehr Tausende von Bomben gehabt.

Speaker0: Es ist alles gut gegangen, Gott sei Dank.

Speaker1: Wunderbar.

Speaker1: Und dann sind wir in der Ostküste mit dem Auto, mit den Franzosen.

Speaker1: Ja, bis Wenkuba.

Speaker1: Und dann bin ich nachher mit dem gleichen Palmir, das ist dann wieder geleert

Speaker1: worden und geputzt worden.

Speaker1: Und dann ist das schon drei Wochen gegangen. Und dann durfte ich wieder nach

Speaker1: Paris fahren. und dann musste ich mich wieder nach Sennazer chauffieren.

Speaker1: Und dann als einziger Passagier durfte ich nach Trinidad fahren.

Speaker1: Und dann hat mich ein Bekanter, den ich dann kennengelernt habe,

Speaker1: hat mich dann mit dem Auto geholt.

Speaker1: Ich war Trinidad nach Venezuela. Ich hatte aber keine Stelle.

Speaker1: Dann habe ich eine Familie gekannt, die fünf Kinder hatten.

Speaker1: Beide waren Schweizer. Die haben mich dann aufgenommen.

Speaker1: Die haben gesagt, komm zu uns.

Speaker1: Wir hatten es so gut. Und dann habe ich dann eben die Stelle bekommen von dem Mr.

Speaker1: Longhand, wo er auch bei der Shell war.

Speaker1: Und in einer Villa gewohnt hat, im Country Club, wo er eine wunderschöne Gegend

Speaker1: Und dann waren wir drei Jahre da.

Speaker1: Und dann wurde die Mission pensioniert. Und unterdessen hat sie noch ein Kind bekommen.

Speaker1: Und dann waren es zwei. Einer war vier. Und der andere ist auf die Welt gekommen.

Speaker0: Spannend, ja.

Speaker1: Und dann... Und wenn ich, hat Schell, hat ihm noch versprochen,

Speaker1: er war 40 Jahre bei der Schell gewesen.

Speaker1: Und da ist er eben dann gepensioniert worden.

Speaker1: Und dann hat Jill eine Route ausgesucht, wo er mit dem Auto noch durch Amerika fahren kann.

Speaker1: Und dann hat die Familie mitgenommen und dann bin ich durch den Pornomalkanal nach San Diego.

Speaker1: Und dort sind wir ausgeschifft und dann ist ein Wagen, ein Auto da gestanden

Speaker1: und das haben wir dann gemütet und sind bis auf Vancouver rufen mit dem Auto.

Speaker1: Die ganze Welt durch das Valais, durch das Totental, wir waren in San Francisco,

Speaker1: wir waren eine Woche lang in Vancouver,

Speaker1: in dem schönsten Hotel.

Speaker1: Also ich hatte es wirklich schön und ich war eben eine, die geschaut hat,

Speaker1: die es eingenommen hat, eingezogen hat.

Speaker1: Ich ging nicht nur einfach mit.

Speaker0: Nicht nur als Kinder-Schwester, du hast doch auch noch sonst viele gemacht.

Speaker1: Und dann habe ich, und die Kinder waren herzig.

Speaker1: Eines hatte es als kleiner Körbchen in einem Körbchen, neben mir gewesen und

Speaker1: das andere auf der Seite. Ich weiss noch gut.

Speaker1: Und dann haben, was soll ich sagen?

Speaker1: Ja. Ja, also das ist halt so gut gegangen.

Speaker1: Und dann haben sie gesagt, und dann sind wir nach England und dann bin ich wieder

Speaker1: ein paar Jahre in England mit ihnen, aber die haben noch purgbar zu essen hatte.

Speaker1: Also fürchterlich. Also die, sag mal in der Würstlinie, also die englische Kust

Speaker1: hat mir gar nicht gepasst.

Speaker1: Und dann sind die beiden Kinder, das andere ist dann etwa zwei,

Speaker1: die Frau wollte das selber erleben mit einem Kind und das andere ist in ein

Speaker1: Spansionat gekommen weisst du

Speaker1: ausser der Bahn mit ihr in die Schule in die Schule und dann habe ich gesagt dann gehe ich heim

Speaker1: Und ich wollte immer wieder in die Schweiz.

Speaker1: Ich hatte nie das Gefühl, ich müsse jetzt heiraten in Venezuela oder in Amerika.

Speaker1: Ich habe viele gekannt und einen Mengenantrag bekommen.

Speaker1: Ich habe immer gesagt, ich gehe nicht in die Schweiz. Ich gehe nicht wieder

Speaker1: in die Schweiz. Dann bin ich wieder in die Schweiz gekommen.

Speaker1: Und dann, was habe ich dann gemacht? Dann bin ich wieder in die Inselhof.

Speaker0: Ja, so hat sich der Kreis wieder gelassen.

Speaker1: Und dann ein paar Monate in der Schulteststiftung.

Speaker1: Und dann habe ich meinen Mann kennengelernt auf dem Sintis beim Skifahren.

Speaker2: Genau, beim Skifahren. Und wie war das? Du hast ja dann zwei Töchter.

Speaker1: Und die beiden Töchter...

Speaker2: Wo sind die geboren? Die im Inselhof?

Speaker1: Nein, jawohl. Ja, sicher im Inselhof. Und die eine, die ist geboren und vier

Speaker1: Jahre später hatte ich nochmal eine Tochter.

Speaker1: Und ich habe immer auf der Reise mit diesen Langsten, das sind die ganzen,

Speaker1: es waren überhaupt immer sehr nette Leute ausser den Franzosen,

Speaker1: aber die haben ja nur ein Jahr.

Speaker1: Und da habe ich eigentlich ich, ja, ich habe es immer schön gehabt.

Speaker0: Du hast aber nachher nicht mehr gearbeitet.

Speaker1: Und die haben mir, ja, nachher habe ich geheiratet.

Speaker0: Aber dann nicht mehr als Kinderschwester gearbeitet? Nein.

Speaker1: Nachher habe ich alles weggefahren und habe gesagt, jetzt schaue ich meine Kinder

Speaker1: pflegen und ich bleibe bei meinen Kindern bis zur Gönne, also bis 20 sind. Ja.

Speaker1: Hattest du denn nur Möglichkeiten gehabt,

Speaker0: Eine Weiterbildung zu machen?

Speaker1: Nein.

Speaker0: Das hat es nicht gegeben früher?

Speaker1: Nein, ich wollte das nicht. Ich hatte es schön.

Speaker1: Ich musste nicht arbeiten, weil der Mann wenig verdient hat. Das ging wunderbar.

Speaker1: Wir hatten ein Geschäft. Er war viel im Geschäft.

Speaker1: Er war auch im Schi-Club.

Speaker1: Ich habe ihn auch im Schi-Club kennengelernt. Wir waren auf einer Tour im Santis

Speaker1: oben und dann habe ich ihn kennengelernt.

Speaker1: Und dann ist das so schnell gegangen, weil ich war 33 und er 39. Ja.

Speaker1: Dann haben wir uns im Februar kennengelernt und am 2. März haben wir gehiratet.

Speaker1: Und dann habe ich im im

Speaker1: Das Jahr darauf, im November, dann hatte ich die erste Tochter.

Speaker2: Die erste Tochter.

Speaker1: Ja, so. Jetzt bin ich da und bin eigentlich zufrieden.

Speaker2: Also ich wollte noch fragen, wie das mit Stress ist. Mittlerweile haben wir Pflegemangel.

Speaker2: Es war Corona und gerade in der Langzeitpflege ist auch viel dann,

Speaker2: dass dann Todesfälle vorkommen.

Speaker2: Wie ist das bei dir, Kanita?

Speaker2: Wie gehst du mit sowas um? Also Corona war vor deiner Zeit, aber wenn es mal

Speaker2: wirklich stressig ist, wie kannst du damit umgehen? Hast du da irgendwelche Strategien?

Speaker1: Ich versuche einfach ruhig zu bleiben und wir haben auch ein mega gutes Team,

Speaker1: wo wir miteinander Sachen aufteilen können, auch wenn es schwierig ist.

Speaker1: Und genau, einfach ruhig bleiben und langsam anfangen, wenn es nicht geht,

Speaker1: dann einfach Hilfe zu holen.

Speaker2: Ja, man muss einfach auch eins nach dem anderen machen und sich aufs Wichtigste konzentrieren.

Speaker2: Da muss man dann schon auch mal vielleicht was weglassen, was sonst normal wäre,

Speaker2: aber dann in dem Fall einfach wegfällt.

Speaker2: Males, wie ist es bei dir? Du hast mit Corona voll miterlebt.

Speaker0: Für mich ist es auch so, wie sie sagt, das Beste ist ruhig bleiben und miteinander Absprachen machen.

Speaker0: Weil das Ganze hektisch und so nüsst nichts. Ich kenne es so von früher.

Speaker0: Den Stress hat es früher auch schon gegeben.

Speaker0: Es war anders sicher, aber man hat es auch noch nicht so benannt,

Speaker0: sage ich jetzt mal, wie heute.

Speaker0: Heute redet man von Stress, von Resilienz, von dem hat man nicht gesprochen, oder? Ja.

Speaker0: Du hast einfach funktioniert, eigentlich schon meistens. Genau.

Speaker0: In der Lehre musst du einfach funktionieren. Und auch mit der Hierarchie,

Speaker0: da hast du einfach eigentlich nicht viel zu sagen als unterste Lehrling.

Speaker0: Und ich denke, das ist heute ein bisschen anders.

Speaker0: Ich arbeite nur Teilzeit, das bringt mir natürlich auch weniger Stress, sage ich mal.

Speaker0: Es ist mehr, wenn der Personalmangel viel auskommt und viel krank sind zur gleichen Zeit.

Speaker0: Oder auch Corona, wo man dann einfach geheißen hat, Jetzt hast du ein bisschen

Speaker0: Temperatur, jetzt musst du zuhause bleiben, obwohl du eigentlich nicht krank warst.

Speaker0: Das hat schon noch einen anderen Stresslevel ausgelöst. Und mit den Masken, mit den Massnahmen.

Speaker0: Vor allem für die Bewohner war es auch schlimm. Ich denke, Corona,

Speaker0: dass sie, wenn sie Symptome hatten, nicht aus dem Zimmer kommen konnten.

Speaker0: Sie mussten isoliert werden.

Speaker1: Ja, das war schon herausfordernd.

Speaker1: Das war das schlimmste. war das schlimmste, dass man isoliert bleiben musste. Ruchen oder noch mehr.

Speaker2: Ja, mittlerweile gibt es Fortbildungen. Wir haben auch hier im Haus immer mal wieder Fortbildungen.

Speaker2: Zum Umgang mit Stress. Das Resilienztraining.

Speaker2: Ich wollte noch eine Sache wissen. Und zwar, wie war das früher bei dir, Marlis?

Speaker2: Habt ihr dokumentieren müssen?

Speaker2: Wir schreiben mittlerweile am Computer alles ein, was wir machen,

Speaker2: weil das dann danach abgerechnet werden kann.

Speaker0: Die Karte hat es wirklich alles von Hand aufgeschrieben.

Speaker1: Jedes Kind hatte eine Kurve.

Speaker1: Das war so ein Zettel. Und dann musste man immer aufschreiben,

Speaker1: wie viel es getrunken hat.

Speaker1: Es war wichtig für die Neugeborenen und für die Frau. Aber sonst war auf dieser Töne nichts.

Speaker1: Und die Frau hatte eine. Und das musste man immer eintragen. aber vorhanden.

Speaker0: Bei uns ist etwa gleich auch von der Pflegeplanung geschrieben,

Speaker0: man hat auch die Einträge gemacht.

Speaker2: Aber das war mehr fürs Medizinische wichtig.

Speaker2: Also das ist ja heute auch noch, aber nicht für die Abrechnung, oder?

Speaker0: Nein, mehr einfach zum ja genau, dass man weiss, was der Bewohner, der Patient hat.

Speaker0: Aber es hat dann auch schon angefangen, es gab dann auch mal so eine Versuchsstudie,

Speaker0: wo wir alles aufschreiben mussten. mal.

Speaker0: Früher konnte ich einfach alles holen und dann hat es dann aber auch mit der

Speaker0: Zeit angefangen, dass jedes Pinzett und so muss man es aufschreiben, einzeln.

Speaker0: Das ist dann auch gekommen. Aber früher hast du das nicht gehabt.

Speaker0: Dann hast du einfach ein paar Schalen gehabt und hast du auch weniger aufschreiben.

Speaker0: Dort war einfach Metschrift die Herausforderung gewesen. Manchmal konnte man

Speaker0: dann nicht alles lesen, was die einzelnen Leute geschrieben haben.

Speaker0: Das war manchmal ein bisschen zu entziffern, ein bisschen schwieriger gewesen.

Speaker0: Es war auch eine spannende Zeit. Es war natürlich auch auf der Visite,

Speaker0: mit dem ganzen Wagen war ich unterwegs, wo alle Karte extinct gewesen sind.

Speaker0: Heute hast du den Laptop, ja. Heute geht das schnell.

Speaker1: Das Karte ist auch vorbei.

Speaker2: So, wir kommen langsam zum Ende. Marlis, wie sieht es aus?

Speaker2: Hast du noch irgendwelche Pläne in Richtung Pflege?

Speaker0: Nein.

Speaker2: Wie lange bleibst du noch dabei?

Speaker0: Ja, du bist Pension, wenn alles gut geht, gesundheitlich.

Speaker0: Nein, für mich stimmt es so. Ich war bei der Ausbildung auch Stationsleitung.

Speaker0: Das war interessant, aber es wäre mir heute zu stressig, glaube ich.

Speaker0: Eben auch mit der ganzen Dokumentation.

Speaker1: Ja.

Speaker0: Als Teamführung, ja, aber eben das Ganze drum und dran, wäre mir,

Speaker0: glaube ich, heute zu viel. Für mich stimmt es so und ist schön.

Speaker2: Bleibst du bei deinen Prozents, die du jetzt hast.

Speaker0: Bleib vorläufig mal bei meinen Prozents, genau. Und dann kann man dann immer wieder schauen.

Speaker0: Auch die Hobbys zu Hause waren wichtig, meine Tiere.

Speaker2: Von dir, Kanita, haben wir schon gehört. Du schaust erst mal,

Speaker2: dass du deine Ausbildung fertig machst.

Speaker1: Also bis jetzt habe ich einen mega guten Start gehabt und ich fühle mich auch

Speaker1: mega wohl. Das Team ist auch mega gut.

Speaker2: Hast du schon ein bisschen überlegt, was du nach deiner Ausbildung weiter machen willst?

Speaker1: Also ich weiss es noch nicht. Für mich ist wichtig zuerst mal die Lehre fertig

Speaker1: zu machen und nachher schauen, wie es weitergeht und wann ich dann erst noch machen kann.

Speaker0: Hast du das Gefühl.

Speaker2: Es ist die richtige Entscheidung gewesen?

Speaker1: Ja.

Speaker0: Du machst dich schon nochmal weiter, HF, oder?

Speaker2: Ich mache meine Ausbildung und dann bin ich, glaube ich, erst mal zufrieden mit dem, was ich habe.

Speaker2: Ich werde im Haus bleiben, aber erst mal das genießen, was ich jetzt erreicht habe.

Speaker2: Ich glaube nicht, dass ich noch den Kopf habe, weiterzumachen und noch mal Ausbildung.

Speaker2: Das wird jetzt doch ein bisschen viel.

Speaker2: Aber ich habe es gemacht und ich bin froh, dass ich es gemacht habe.

Speaker2: Ich habe das Gefühl, das bringt meinem Kopf auch was.

Speaker1: Ich wollte Hebammen lernen. Wenn ich eine Geheiratung hätte,

Speaker1: wenn ich mich auch nicht getroffen hätte, habe ich immer gesagt,

Speaker1: ich mache eine Weiterbildung als Hebammen und gehe noch ins Dorf, noch ins Land

Speaker1: und habe ein Häuschen für mich. Gut.

Speaker2: Jetzt machen wir noch eine kurze Abschlussrunde. Ausblick darauf,

Speaker2: was in dem Beruf am besten gefällt oder warum man den Beruf auf jeden Fall empfehlen

Speaker2: kann. Willst du noch anfangen, Marlies?

Speaker0: Ja, ich kann heute noch empfehlen, nach 30 Jahren Berufserfahrung,

Speaker0: mit den Menschen etwas machen.

Speaker0: Man entwickelt sich selber immer weiter.

Speaker0: Man muss sich auch offen sein für Neues und dann kann man den Beruf wirklich

Speaker0: gut. Man hat ja verschiedene Möglichkeiten, man kann Spital, man kann Langzeiten.

Speaker0: Und ich würde es jedem empfehlen, zu lernen.

Speaker1: Ja, sicher.

Speaker2: Und du, Kenita?

Speaker1: Also ich empfehle jedem, den Beruf zu machen, vor allem bei uns.

Speaker1: Es ist mega lustig als Team.

Speaker1: Und ja, alle die, die gerne den Menschen helfen, wären dann da sehr richtig.

Speaker2: Man muss einfach eine soziale Ader haben. Man muss im Team arbeiten können.

Speaker2: Das ist wichtig, weil Einzelkämpfer ist ja nicht so ganz das Richtige.

Speaker2: Das schafft man nicht. Und man muss die Liebe zu den Menschen haben, genau.

Speaker2: So, das war unser Podcast. Ich bedanke mich bei der Gret, bei der Marlis und bei der Kanita.

Speaker1: Danke.

Speaker2: Und wünsche uns allen noch einen schönen Abend.

Speaker0: Wir danken dir, dass du den Podcast auf die Beine gestellt hast.

Speaker1: Ja.

Speaker2: Ja, und wir danken.

Speaker1: Danke. Wir sind gespannt,

Speaker0: Wie es dann klingt.

Speaker1: Gut.

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