1602: Nicht nur eine Frage der richtigen Handschuhe

Shownotes

In dieser Episode des Podcasts vom Alterszentrum an der Rotenwies beleuchten Katharina, Manuela, Ulrike und Julia umfassend, wie sich die Arbeit in der Pflege und insbesondere die Ausbildung im Laufe der Jahre verändert hat. Vier Teilnehmerinnen teilen ihre persönlichen Erfahrungen aus verschiedenen Perspektiven und Generationen: von der erfahrenen Pflegekraft über die mittlerweise Pensionierte bis hin zur Auszubildenden. Gemeinsam beleuchten sie die Herausforderungen, den Wandel der Pflegeberufe sowie die emotionalen Aspekte der Arbeit mit älteren Menschen.

Katharina, Jahrgang 1948 (78), spricht als Bewohnerin des Alterszentrums über ihre strenge Ausbildung zur Krankenschwester in den 1960er Jahren in Bern und die damals dominierende Tradition und Disziplin im Ausbildungsprozess. Sie verweist auf die strenge Kleiderordnung, die etliche Vorschriften und die tief verwurzelte Hierarchie innerhalb des Pflegeberufs, die ihrer Meinung nach vor allem weitreichende Konsequenzen für die Verantwortung der Lernenden hatte. Ihre Anekdoten über die strengen Auflagen und das feste Einhalten der Regeln illustrieren eine Zeit, in der die Ausbildung in der Pflege unter erheblichen Druck und sehr traditionellen Vorstellungen stattfand.

Manuela, Jahrgang 1961 (65), teilt ihre Geschichte, wie sie im Alter von 49 Jahren nach einer längeren Pause in die Pflege zurückkehrte. Sie beschreibt den Weg zurück ins Berufsleben und den Mut, eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung zu beginnen. Ihre Erfahrungen unterstreichen die persönliche Entfaltung und die Herausforderungen, vor denen viele Wiedereinsteiger in der Pflege stehen. Manuela reflektiert die heutigen Möglichkeiten und die zusätzliche Verantwortung, die neuen Auszubildenden aufgebürdet sind, was oft als sprunghafter Einstieg in eine komplexe und verantwortungsvolle Arbeit wahrgenommen wird.

Julia, Jahrgang 2006 (20), berichtet über ihre Erlebnisse als Auszubildende im Alterszentrum. Sie thematisiert die Veränderung in der Ausbildung, die modernen Zugangsmöglichkeiten und das breitere Spektrum an Verantwortung, das ihr bereits zuteilwurde. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, in ihrem Beruf Menschen zu helfen und welche Freude ihr die Arbeit bereitet. Diese positive Einstellung gegenüber der Pflege spiegelt eine neue Generation von Fachkräften wider, die auch eine stärkere Wertschätzung für soziale Berufe und deren Wesensart mitbringen.

Ulrike, Jahrgang 1973 (53), teilt ihre Erfahrungen als Pfleghelferin und angehende Fachfrau Gesundheit. Sie geht auf die emotionalen Herausforderungen ein, die sich aus der Arbeit mit Menschen ergeben, insbesondere im Hinblick auf den Tod und den Verlust von Bewohnern. Ulrike schildert, wie sie gelernt hat, mit solch schwierigen Situationen umzugehen und betont die Bedeutung der Unterstützung im Team und von Vorgesetzten in belastenden Zeiten.

Ein zentrales Thema der Episode ist der Umgang mit emotionalen Belastungen in der Pflege. Die Diskussion beleuchtet, wie jeder mit unvermeidbaren traurigen Momenten umgeht und offenbart, dass der Tod von Bewohnern, der in der Ausbildung oft vergessen wird, ein ständiger Teil der Pflegearbeit ist. Die Teilnehmer tauschen sich darüber aus, wie die Begleitung sterbender Menschen in der heutigen Zeit mehr Unterstützung und Empathie erfordert und welche Ressourcennutzung möglich ist, um den Pflegekräften entsprechendes Licht zu spenden.

Zusammenfassend betrachtet zeigt diese Episode nicht nur eine Retrospektive über die Entwicklung der Pflegeausbildung, sondern auch, wie sich die Einstellungen zur Pflege hinsichtlich Verantwortung, emotionaler Resilienz und persönlicher Zufriedenheit gewandelt haben. Es wird deutlich, dass der Beruf auch heute noch große Herausforderungen für die Auszubildenden beinhaltet, jedoch mit einer neu erlangten Wertschätzung sowie verbesserten Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung verbunden ist.

Credits

  • Recherche: Ulrike
  • Vorbereitung: Ulrike
  • Aufnahme: Schwoegi
  • Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
  • Schnitt: Schwoegi mit Audacity
  • Grafik: Schwoegi mit Dall-e
  • Publikation: Schwoegi
  • Foto: Schwoegi
  • Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com

Transkript anzeigen

Speaker4: Nein, ich glaube es hilft schon, man lernt auch Schweissen oder Flexen und das

Speaker4: muss man bei gewissen Präfungen machen.

Speaker1: Heute sind wir in der Duson. Bei uns gibt es keine Hierarchie,

Speaker1: wir sind per Du alle auf Augenhöch.

Speaker1: Wir sind hier im Werkpark, Macherort im Appenzollerland.

Speaker1: Bei uns am Mikrofon sitzen Aurela,

Speaker2: Ladina, Fatmia, Delia

Speaker0: Und Julian.

Speaker1: Hoi miteinander und ich bin der Schwäge. Heute haben wir gerade drei Premieren.

Speaker1: Wir haben unsere neue Kabine. Das ist wirklich der erste Podcast,

Speaker1: den wir drinnen aufnehmen.

Speaker1: Wir haben einen neuen Podcast, den wir starten, eine Serie.

Speaker1: Wir machen jetzt erst noch live

Speaker1: von Publikum und finden im ersten Mäckensymposium hier im Werkpark statt.

Speaker1: Wir stehen im neuen Podcast Hack the School. Also keine Angst,

Speaker1: wir machen hier die Schule nicht irgendwie kaputt, weil Hack hat auch eine andere

Speaker1: Bedeutung. Wir möchten eigentlich besser verstehen und vielleicht auch Sachen

Speaker1: besser machen. Ich glaube, darum sind die Leute auch alle da.

Speaker1: Und das ist ein Gesprächsformat für Bildung, Überbildung, von der Bildung,

Speaker1: mit allen, die dazugehören in der Bildung.

Speaker1: Das sind nämlich etwa 100% der Schweizer Bevölkerung, weil es sind alle in der

Speaker1: Schule und haben etwas dazu gesagt.

Speaker2: Nein, teilt nicht.

Speaker1: Also ist wie beim Fussball auch etwa so. Alles Tränen. Wir haben keine perfekte

Speaker1: Antworten, sondern ein echter Gespräch, um den Grupp zu verstehen.

Speaker1: Ganz kurz, vielleicht stellt sich noch jeder selber vor. Fangen wir mal wieder mit den Mädels an.

Speaker5: Ich bin Aurela, ich bin 13 und ich bin von der Schule Geiss.

Speaker1: Du wohnst in Geiss auch? Ja.

Speaker3: Ich bin Latina, ich bin auch 13, komme von Bühler, aber gehe in die erste Sekte, das Geiss.

Speaker1: Genau, dann ist es speziell für diejenigen, die es nicht wissen,

Speaker1: Bühler Geiss hat zusammen einen Sekte und teilen sich das eigentlich auf.

Speaker2: Ich bin Fatmir, ich bin nicht 13, ich bin 30.

Speaker2: Ich bin Lehrer in Wiel, Platon St.

Speaker2: Gallen und arbeite auch noch an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen.

Speaker1: Ich weiss, du hättest noch mehr zu erzählen, also du bist hyperaktiver,

Speaker1: vielleicht kommen wir auf hier noch darauf zurück.

Speaker1: Nächster zu meiner Linken sitzt Julian.

Speaker0: Ja, ich bin Julian und ich wohne in Geiss und gehe auch in die erste Oberstufe in Geiss.

Speaker4: Ich bin Delia, ich bin 13, wohne in Geiss und gehe auch in die Oberstufe in Geiss.

Speaker1: Wir möchten heute mit euch über Making sprechen. Das habt ihr ja erlebt,

Speaker1: da habt ihr sicher Sachen zu erzählen. Wir fangen gleich mal mit der Frage an.

Speaker1: Was ist der grösste Unterschied zwischen dem, was ihr im Makerspace oder Macherort

Speaker1: hier macht und im normalen Unterricht?

Speaker4: In der Schule sitzt man einfach und schreibt und da macht man etwas.

Speaker2: Also schreibst du da nie etwas?

Speaker4: Schon manchmal, aber da ist man mehr auch einfach am Sägen oder so mit den Maschinen.

Speaker2: Mhm.

Speaker1: Und ihr? Wie sieht dabei auch aus?

Speaker3: Also in der Schule muss man sich halt auch recht fest konzentrieren und da kann

Speaker3: man auch manchmal halt eher ein bisschen lockerer unterwegs sein.

Speaker1: Ja, vielleicht müsst ihr noch erzählen, was ihr macht, um sich einordnen zu können.

Speaker1: Das Format, das ihr habt, der Werkpark geht es ja noch nicht so lange und ihr

Speaker1: habt mit der Bühle Gäse angefangen, wo es ein Bens um Donnerstagmorgen ist, oder?

Speaker1: Wie viele Lektionen und was macht ihr da? Verzählt vielleicht einmal, Julian.

Speaker0: Sind da drei Lektionen in der Woche im Werken?

Speaker2: Also euer Werkunterricht ist da? Ja. Könntest du dir das aber vorstellen,

Speaker2: auch in anderen Fächern zu kommen oder dort etwas zu machen?

Speaker2: Vielleicht, keine Ahnung, Mathe, Natur- und Technik oder Medien und Informatik.

Speaker2: Das musst du dir schon überlegen.

Speaker2: Ist das für euch Werkunterricht da?

Speaker5: Man braucht auch einmal ein bisschen

Speaker5: Mathe da weg. Man muss halt so ausrechnen, wie gross es immer ist.

Speaker2: Also es braucht mehr als nur Werke in dem Fall? Ja. Ist es nur Mathe,

Speaker2: die du denkst, brauche ich oder gibt es noch andere Sachen?

Speaker3: Ich und Aurela sind ja in der Handarbeit und du musst natürlich auch eine ruhige

Speaker3: Hand haben, weil wenn du eine recht zittrige Hand hast, dann schaffst du es

Speaker3: fast nicht zum Einfädeln. Dann ist es schwierig,

Speaker2: Genau zu arbeiten, oder?

Speaker3: Ja.

Speaker1: Und das war ja auch ein Zeug, den wir auseinandernehmen müssen.

Speaker5: Ja.

Speaker1: Oder funktioniert es immer, wenn ihr macht?

Speaker5: Nein.

Speaker3: Nein.

Speaker1: Und ist das frustrierend?

Speaker3: Schon ein bisschen, aber man lernt halt auch einen Teil aus den Fällen.

Speaker1: Ich glaube, um das geht es auch ein bisschen. Wir können nicht immer alles perfekt

Speaker1: machen. Haben Sie auch schon Dinge? Was machen Sie denn so?

Speaker4: Wir sind in der Werke und wir bauen den fahrenden Sofa.

Speaker2: Fahrenden Sofa?

Speaker4: Ja.

Speaker2: Wie kamen Sie auf die Idee?

Speaker4: Die hat Martin uns gefragt, ob jemand ihm helfen will. Und dann haben wir uns

Speaker4: und Julian uns gemeldet.

Speaker2: Und wie sind die Sachen angegangen? so ein Sofa vor euch und wo starte ich?

Speaker0: Zuerst mal einen Rahmen zusammen schneiden und einzeichnen.

Speaker1: Ich habe mich nicht zuerst noch überlegt, wie könnte man es überhaupt machen und einen Plan gemacht.

Speaker4: Ja, selbst schon.

Speaker1: Ich meinte, wir haben zuerst darüber gesprochen, mit welchen Materialien, oder?

Speaker4: Ja.

Speaker1: Und dann sind wir auf Schweisse gekommen, also beziehungsweise auf Metall, Stahl. Wie?

Speaker4: Das Mal er auch nicht schweissen.

Speaker1: Also er wollte Schweisse. Ja. Ist auch cool, gell?

Speaker4: Ja. Ja, und dann, als wir den Plan hatten und uns überlegt haben,

Speaker4: mit, was das machen muss, haben wir dann unter dem Sofa einen Rahmen gebaut

Speaker4: und nachher ein Drehtown-Zo dran gemacht.

Speaker1: Genau, ja, ich brauche das Ding hier für das Podcast. Aber sie machen die,

Speaker1: weil sie dann immer mitnehmen, einfach noch so zur Erklärung.

Speaker1: Und sie haben eigentlich den Hauptrahmen geschweißt, also das Wichtigste, haben sie Zeit gemacht.

Speaker1: Und jetzt sind so die Elektrik dran, so Unterbodenbeleuchtung,

Speaker1: Motorenverkabel und so. Und bei ihr, was sind ihr dran so?

Speaker5: Also wir haben jetzt gerade einen Pulli gemacht Und

Speaker3: Jetzt können wir halt selber was machen. Wir machen jetzt Taschen.

Speaker2: Und könnt ihr doch selber entscheiden, wann ihr so macht?

Speaker3: Beim Bulli schon. Das war so unser Thema, halt von der ganzen Handarbeitsklasse.

Speaker3: Das haben alle müssen machen.

Speaker3: Und jetzt sind wir halt fertig und jetzt dürfen wir selber entscheiden.

Speaker2: Wie bist du jetzt auf die Idee gekommen, dass wir Taschen machen?

Speaker3: Ich habe das mit Aurela zusammen entschieden. Und wir haben die halt schon ein

Speaker3: paar Mal auf dem Handy gesehen, halt so auf TikTok oder so und dann kann man

Speaker3: denken, man könnte es einfach selber nachmachen.

Speaker2: Ich war jetzt schon ein paar Mal da, oder jeden Donnerstagmorgen habe ich gehört.

Speaker2: Aber reicht denn die Zeit auch für das, was ihr macht? Wenn ihr da zu viel Zeit

Speaker2: sogar, oder ist es zu wenig Zeit, möchtet ihr gerne mehr da herkommen? Und wenn ja, warum?

Speaker0: Ich fände es schon cool, wenn wir auch mehr Zeit hätten, weil es macht auch Spass, da zu sein.

Speaker2: Was genau gefällt dir denn da?

Speaker0: Dass man wie etwas bauen kann und dann am Schluss auch sieht, was man gemacht hat.

Speaker2: Angenommen, du hättest jetzt das in der Schule gemacht. Erstens,

Speaker2: hättest du das auch in der Schule machen können?

Speaker2: Zweitens, wäre es dann genau gleich abgelaufen, wie da, auch genau gleich in

Speaker2: der Schule, oder wäre es dann anders gewesen in der Schule?

Speaker0: Also, man wäre gerne zu weit gekommen, weil man das meiste Zeug auch gerne dort hat.

Speaker1: Und die Frage, könnte ich jetzt die Lehre machen, die wir jetzt gemacht haben?

Speaker0: Ich glaube nicht.

Speaker1: Haben die eigentliche Werkelehre mehr, oder? Haben die noch ein Werkelehre bei euch?

Speaker4: Ja, der hat ihn auch erst gesehen.

Speaker1: Ja, aber ich merke es auch, dass er Macher ist, gell? Und das Konzept jetzt

Speaker1: da vom Werkpark, vielleicht noch ein bisschen drauf zu kommen.

Speaker1: Make-A-Space-Macherort, würde ich da auch privat hierher kommen,

Speaker1: wenn ich jetzt keine Ahnung Töffel schrauben müsste und ich auch hier machen würde.

Speaker0: Also wenn ich wüsste, dass ich hier das Werkzeug hätte, um es zu machen,

Speaker0: dann würde ich schon hierher kommen.

Speaker1: Und bei euch, was interessiert ihr denn auch hier noch am Werkpark?

Speaker1: Habt ihr auch schon 3D gedruckt oder Zeugs gelasert?

Speaker5: Also nein, wir haben bis jetzt eigentlich nur Gnähe.

Speaker3: Also wir haben noch geplottet auf den Bulli.

Speaker1: Also kombiniert Textil mit Platten?

Speaker3: Ja.

Speaker1: Und wie ist das?

Speaker3: Ja, also es ist eigentlich noch cool, aber wir haben es jetzt nicht ganz so

Speaker3: verstanden mit dem Computer.

Speaker3: Also eigentlich niemand, ausser Jamie. Und dann hat er halt auch gemacht, vor allem.

Speaker1: Aber da soll sie ja sehen, dann kann ich dort Designs machen und dort geplottet.

Speaker1: In einer Firma ist da nichts anderes.

Speaker1: Jemand, der die Ideen hat und jemand, der es ausführt. Also das ist eigentlich

Speaker1: gar nicht so falsch. Müssen denn alle alles können?

Speaker3: Nein.

Speaker1: Vielleicht hätte ich dir mal noch einen Vater, mir redet auch zu viel,

Speaker1: Makerspace, er macht auch Podcasts in Wiel mit seinen Schülern.

Speaker1: Vielleicht könnt ihr mal an ihnen noch Fragen.

Speaker1: Ihr könnt auch einfach dir ein Buch aufschlagen und sagen, jetzt lernen Sie

Speaker1: das. Mach noch eine Prüfung.

Speaker2: Wäre ein bisschen einfacher für mich gewesen.

Speaker1: Das ist immer der einfache Weg. Aber nicht der Beste,

Speaker2: Oder?

Speaker1: Mich würde es interessieren, wieso machst du das überhaupt?

Speaker4: Ja, also wieso machst du das?

Speaker2: Das ist eine gute Frage. Also ich mache es, weil ich bin auch so,

Speaker2: wie ich ja mal ja Schüler war, Und habe dann auch schon recht spät,

Speaker2: dann gesehen, hey, eigentlich, wenn ich selber etwas mache, lerne ich eigentlich

Speaker2: viel mehr. Macht mir auch mehr Spass.

Speaker2: Aber ich kann auch etwas Cooles erstellen, wie du sagst, vielleicht ein Sofa

Speaker2: oder eben, wie ihr gesagt habt, ein T-Shirt bedrucken, so die Gesine.

Speaker2: Das habe ich nicht gehabt.

Speaker2: So etwas hätte ich mir eigentlich gewünscht gehabt, wenn ich gewusst hätte,

Speaker2: es hätte die Möglichkeit gehabt, dort mal als Kind das alles zu machen dürfen.

Speaker2: Und warum ich das mache, ist einfach, es macht mir auch Spass.

Speaker2: Und ich hoffe ja auch, ich bin euch auch.

Speaker2: Oder ich nehme an, es gefällt dir auch sicher mehr so, Unterricht zu haben als

Speaker2: Seite 125 im NAT-Deck oder was gibt es da noch connected?

Speaker2: Im Mat-Buch öffnen und dann schnell das Aufgabe A 3.A machen, nächste Woche Prüfung.

Speaker2: Oder habt ihr lieber so Unterricht, also mit Büchern? Nein.

Speaker2: Das ist ziemlich schnell geworden.

Speaker2: Wie würde die Schule von der Zukunft aussehen? Was würde euch gerne mehr wünschen

Speaker2: und vielleicht was weniger?

Speaker3: Dass man mehr Sachen macht, die man jetzt auch hier im Werkpark macht.

Speaker3: Weil in den normalen Fächern, wie zum Beispiel Deutsch oder Englisch,

Speaker3: arbeiten wir halt wirklich vor allem mit den Büchern.

Speaker3: Und das macht dann halt nicht so Spass. Und die Schule ist halt auch zum Spassen

Speaker3: und nicht nur zum dort still sitzen den ganzen Morgen.

Speaker2: Jungs, was sagen Sie?

Speaker0: Ich kann das auch noch so sagen.

Speaker2: Also stimmen Sie dem zu? Ja. Was denken Sie, was braucht es denn noch,

Speaker2: um das auch ermöglichen?

Speaker2: Warum machen es nicht jetzt schon alle Lehrpersonen auf dieser Welt?

Speaker4: Ich glaube, weil es aufwendig ist.

Speaker2: Es ist sicher ein Aufwand natürlich. Vielleicht auch als Gesellschaft.

Speaker2: Was können wir mehr machen, um so Sachen zu fördern?

Speaker2: Wir sind jetzt von der Oberstufe Böla Geiss. Wir treffen uns Kinder von anderen Oberstufen.

Speaker2: Und für sie ist alles noch fremd. Wie würde das dem Kind erzählen,

Speaker2: was er hier eigentlich macht?

Speaker5: Dass wir hier zum Beispiel entscheiden können, was wir machen können und freischaffen können.

Speaker2: Dass du deine Entscheidung selbst in der Hand hast. Ja. Nicht,

Speaker2: dass wir hier alles vorgehen.

Speaker1: Wir sind ja von der Schule gewohnt, dass man sagt, jetzt muss ich stehen,

Speaker1: jetzt muss ich stehen, jetzt muss ich stehen, jetzt muss ich stehen,

Speaker1: jetzt muss ich stehen, jetzt muss ich selber entscheiden. Ist das nicht manchmal

Speaker1: ein bisschen schwierig am Anfang?

Speaker4: Also ich finde es ist gegangen, weil man auch zu Hause und zu Hause auch zum

Speaker4: Teil Sachen entscheiden muss.

Speaker2: Wie haben Sie das gefunden, als Sie das erste Mal hierher gekommen sind und

Speaker2: haben gesagt, so, jetzt bauen Sie etwas.

Speaker0: Also ich habe auch einfach keine Idee gehabt, was machen, weil man so viele Möglichkeiten hat.

Speaker2: Ja, deutlich. Also die Schwierigkeiten haben wir ja heute noch.

Speaker1: Gehen wir mal vielleicht mit einem anderen Ort, ein bisschen beruflich.

Speaker1: Haben Sie schon gewisse Ideen, wie es bei Ihnen beruflich geht?

Speaker1: Ich weiss, die BO steht bei Ihnen später an, berufliche Orientierung.

Speaker1: Aber haben Sie schon Ideen, was Sie machen? Fangen wir mal auf dieser Seite an?

Speaker4: Ich bin als Handmaschinenmechaniker schnuppern und das hat mir sehr gefallen.

Speaker4: Und jetzt gehe ich vielleicht auch in diese Richtung.

Speaker0: Ich habe noch nicht so eine richtige Entscheidung. Ich bin auch mal als Fläscher

Speaker0: und Strassenbau schnuppern.

Speaker0: Und ich werde auch später noch ein bisschen für andere Dinge schauen.

Speaker1: Und du Ladina?

Speaker3: Ich bin jetzt noch nicht konkret auf einen Beruf ausgerichtet.

Speaker3: aber wahrscheinlich schon in einem Hotel oder als Apothekerin oder vielleicht auch auf der Bank.

Speaker5: Ich bin am Zirkungstag als Kauffrau geschnuppern und der Preuve hat mir eigentlich gut gefallen.

Speaker1: Denkt ihr, das hilft auch das, dass ich die Dinge ausprobieren kann,

Speaker1: vor allem hier beim Textilgestalten oder dem Handwerk herauszufinden,

Speaker1: in welche Richtung könnte ich gehen?

Speaker1: Indem wir hier die Dinge machen, wo ich sage, nein, in die Richtung möchte ich

Speaker1: nicht gehen oder in die Richtung möchte ich gehen. Hilft auch das?

Speaker3: Ja, weil wir machen halt schon ein paar Sachen, die wir ausschliessen,

Speaker3: die nicht in Frage kommen und hätten halt schon ein paar Ideen,

Speaker3: die einem gefallen würde.

Speaker5: Es hilft schon, weil ich weiss, dass ich nicht so etwas Handwerkliches machen

Speaker5: würde. Es gefällt mir auch nicht so.

Speaker2: Aber machst du es ja trotzdem, oder?

Speaker5: Ja, ausprobieren halt. Aber ich will es nicht als Beruf machen.

Speaker1: Und bei euch zwei?

Speaker4: Mir hilft es schon auch, aber ich habe schon immer gewusst, dass ich etwas Handwerkliches

Speaker4: machen will. Und das macht man ja dann auch.

Speaker0: Ich habe auch schon gewusst, dass ich etwas Handwerkliches mache.

Speaker2: Eben, jetzt angenommen, ihr werdet jetzt nie hierhin kommen.

Speaker2: Denken, dann wäre es ja bereit gewesen für euren Entbrüfen oder auch für euren

Speaker2: Entbrüfen in der Zukunft. Hät ihr dann die richtige Entscheidung getroffen?

Speaker4: Ich glaube schon, weil ich damals hier, wo ich gehe, schnaupern war,

Speaker4: noch vor dem Werk gepackt.

Speaker2: Aber jetzt, wo du da bist, hilft das sogar mehr, dass du nachher bereit bist

Speaker2: für die Lehre? Oder ist das sogar ein Hindernis gewesen?

Speaker4: Nein, ich glaube, es hilft schon, man lernt auch Schweissen oder Flexen.

Speaker4: Und das muss man bei gewissen Prüfungen machen.

Speaker1: Das ist erst in den ersten Ecken passiert. Vorher in der Zyklus 2, also 4.

Speaker1: bis 6. Klasse, habt ihr auch Werke gehabt? Oder ist es mehr Barstlein gewesen?

Speaker0: Also es sind eher ein kleineres Zeug gewesen, das man fast nicht mehr brauchen kann.

Speaker1: Für mich ist es frustrierend, irgendwas zu bauen, was nach den Altern ist.

Speaker1: Dann sagen, ja ja, und dann stellen sie es noch zwei Wochen auf und dann ist es ein Abfall.

Speaker2: Ganz genau.

Speaker1: So läuft es doch, oder? Wir können doch sicher auch in der früheren Stufe so Zeugs machen, oder?

Speaker4: Ja.

Speaker0: Ja.

Speaker5: Ja.

Speaker4: Es ist einfach, wenn man es zu früh macht, sind dann die Kinder mit den 3D-Drucken.

Speaker4: Und so, ich glaube, es ist einfach mehr ein bisschen, dass wir dann nicht wissen

Speaker4: und auch nicht daraus kommen.

Speaker1: Ja, muss es denn der 3D-Druck sein? Schweissen kannst du auch mit Dreiklässler

Speaker1: oder so. Ich glaube, es geht auch. Oder Leute, die Zeug manuell machen, die Holze.

Speaker1: Vielleicht 3D-Druck, als es mit dem Computer ist, musst du es daraus herführen.

Speaker1: Und neigen, das ging doch auch locker früher, oder?

Speaker5: Ja, wir haben in der Primarschule auch ein paar Sachen gemacht.

Speaker5: Aber wir haben halt eher kleinere Sachen gemacht.

Speaker2: Also du hast heute nichts mehr zu Hause, was du in der Primar gemacht hast?

Speaker5: Doch, man hat zum Beispiel eine Küssung gemacht, so einen kleinen Sitzsack und so.

Speaker2: Ah, cool.

Speaker3: Also ich war ja nicht an der gleichen Schule. Wir haben auch in der Primarschule geneigt.

Speaker3: Und ich habe dort noch von meiner älteren Schwester einen Sitzack.

Speaker3: Und wir durften auch mal selber entscheiden, was wir machen.

Speaker3: Und ich habe dort eine Nackenküssung gemacht.

Speaker3: Aber ich brauche nichts Nackenküsschen. Ich denke, meine Katze hatte.

Speaker3: Aber jetzt hat es meinen Bruder.

Speaker3: Darum habe ich eigentlich nichts mehr von mir, nur von meiner Schwester.

Speaker2: Also deine Katze hat profitiert.

Speaker1: Aber das Täschli dreist dann vielleicht eine Weile um, oder?

Speaker3: Ja.

Speaker1: Ich habe mir vielleicht ein paar abschliessende Worte, die mich jedem von euch

Speaker1: noch hören. Making Kötte in die Schule will.

Speaker1: Warum sollte man in der Schule mehr Making machen?

Speaker4: Damit man fürs spätere Berufsleben lernt.

Speaker0: Man kommt ein bisschen mehr in den Einblick über in so handwerkliches Zeug.

Speaker2: Weil es Spass macht und mich auf der Zögung vorbereitet wird.

Speaker3: Ja, halt auch, weil es Spass macht. Und es bringt auch was. zum Beispiel Abwechslungsweise?

Speaker5: Ja, es macht halt auch Spass und man lernt halt auch verschiedene Sachen.

Speaker1: Ja, das ist das abschliessende Wort in dem Fall. Das war unsere erste Episode

Speaker1: von «Hack the School». Wir sind hier im Studio von Duson im Werkpark.

Speaker1: Wir waren am Tisch, wir waren den Vater mir, den Julian, den Elia,

Speaker1: Aurea, Ladina. Und ich bin der Kollegin.

Speaker1: Wir haben ein paar Sachen herausgefunden, dass die Schule grundsätzlich mehr

Speaker1: Making brauchen würde, mehr machen würde.

Speaker1: Dass die Schülerinnen und Schüler gerne mehr Sachen machen würden.

Speaker1: Und das garantiert dabei auch Lernen.

Speaker1: wenn das Gespräch etwas auslöst bei dir, teile doch die Folgen mit den anderen,

Speaker1: die die Schule zu tun haben, mit lernender Lehrpersonen, Eltern, Ausbildenden.

Speaker1: Und wenn du eine eigene Perspektive hast, dann komm doch mit uns ins Gespräch.

Speaker1: Die Idee von Hacker School ist wirklich Leute, über die Schule zu reden.

Speaker1: Und Hacker hat ja damit zu tun, dass man Ideen nennt, Sachen besser macht,

Speaker1: nicht Sachen kaputt macht.

Speaker1: Danke vielmals und bis bald wieder. Danke vielmals. Tschüss.

Speaker2: Tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.