1601: Vorne statt hinten – Weg in den Rettungsdienst

Shownotes

In dieser Podcast-Episode dreht sich alles um den faszinierenden Beruf der Rettungssanitäter. Ich bin Cedric und hatte das Vergnügen, mit Sven Voss und Florian Ruthishauser darüber zu sprechen. Florian ist Rettungssanitäter und Sven hat die Leitung der Rettungssanitäter des Spitalverbundes AR (SVAR) unter sich - ist also Florians Chef.

Wir tauchen ein in die Welt des Rettungsdienstes, angefangen bei Florians persönlichem Werdegang und seinen Beweggründen für die Wahl dieses Berufes. Er schildert eindrücklich, wie seine früheren Erfahrungen in der alpinen Rettung ihn zur Entscheidung geführt haben, Rettungssanitäter zu werden.

Sven gibt uns Einblicke in die Struktur und Organisation des Rettungsdienstes. Er erklärt, wie das Team in den verschiedenen Standorten funktioniert und welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich dabei ergeben. Das Gespräch beleuchtet die besonderen Anforderungen an Rettungssanitäter und die Wichtigkeit von Teamarbeit innerhalb des Rettungsdienstes. Dabei wird deutlich, dass das Arbeiten in diesem Beruf nicht nur technischer Natur ist, sondern auch viel soziale Kompetenz und Empathie erfordert.

Wir thematisieren die verschiedenen Ausbildungswege und was es braucht, um die Verantwortung als Zweiter im Rettungsfahrzeug zu übernehmen. Cedric geht auf die Schlüsselmomente während seiner Ausbildung ein, die für seine Entwicklung von Bedeutung waren. Darüber hinaus wird diskutiert, was die Unterschiede zwischen Rettungssanitätern und Transportsanitätern sind, sowie die Art und Häufigkeit der Einsätze im Alltag eines Rettungssanitäters.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den wir ansprechen, ist die psychische Belastung, die mit diesem Beruf einhergeht. Während wir die körperlichen Herausforderungen, etwa bei der Patientenversorgung, beleuchten, wird auch über Strategien zur Bewältigung von Stress und Traumata gesprochen. Florian stellt die Bedeutung von Peer-Gruppen für die Unterstützung von Rettungskräften heraus und beschreibt, wie das Team gegenseitig aufeinander achtgibt.

Schliesslich diskutieren wir die Zukunft des Rettungsdienstes in Bezug auf technologische Entwicklungen. Florian und Sven werfen einen Blick auf die möglichen Veränderungen. durch den Einsatz von KI und automatisierten Hilfsmitteln, sowie den Einfluss dieser Technologien auf die menschliche Interaktion im Rettungsdienst. Mit einem klaren Bekenntnis, dass der persönliche Kontakt und die menschliche Nähe in der Patientenversorgung unersetzlich bleiben, endet unser Gespräch mit einer ermutigenden Botschaft für alle, die diesen Beruf ergreifen möchten.

Credits

  • Recherche: Cedric
  • Vorbereitung: Cedric
  • Aufnahme: Cedric
  • Optimierung: Cedric & Schwoegi mit Auphonic
  • Transcript: Cedric & Schwoegi mit Auphonic
  • Schnitt: Cedric mit Audacity
  • Grafik: Schwoegi mit Photoshop
  • Publikation: Cedric & Schwoegi
  • Foto: Schwoegi
  • Sound Effect: Paweł Spychała, https://pixabay.com

Transkript anzeigen

Florian: Rettungsanitäter, das ist der geilste Job auf der Welt und überhaupt lernen kannst.

Florian: Es ist so nah am Leben dran, wie das sonst selten ein Beruf ist.

Cedric: Hoi zäme, ich bin Cedric und bin 17. Ich war mittlerweile das dritte Mal in

Cedric: einem Ambulanzfahrzeug.

Cedric: Das letzte Mal war es vor gut zwei Monaten.

Cedric: Keine Angst - das war nur ein gebrochener Arm von einem Motorradunfall.

Cedric: Ich bin am Ende meiner Ausbildung zum AGS Assistenz Gesundheit und Soziales

Cedric: und war mir jetzt lange am überlegen, was ich als nächstes machen würde.

Cedric: Und da bin ich auf den geilsten Job, wo "je hets gits", gestossen.

Cedric: Und zwar der Rettungssanitäter. Ich bin hier in Hundwil auf dem Stützpunkt vom

Cedric: Rettungsdienst vom Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden, kurz SVAR,

Cedric: und da mit dem Sven Voss und dem Florian Rutishauser da mein Gespräch führen.

Cedric: Bei mir am Tisch hockte Florian Rutishauser, er ist diplomierter Sanitäter

Cedric: HF und Teamleiter der Fortbildung.

Cedric: Florian, kannst du mich mitnehmen zu deinem persönlichen Weg in den Rettungsdienst

Cedric: und mir den Moment erzählen, wo dir klar wurde, dass der Beruf das Richtige für dich ist?

Florian: Von mir auch zuerst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Rettungsdienst

Florian: vom Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden.

Florian: Cool, nehmt euch die Zeit und seid ihr da. Ich schätze das sehr.

Florian: Ja, wie ich zu diesem Beruf gekommen bin, bin ich eigentlich ein kompletter Quereinsteiger.

Florian: Nach der obligatorischen Schulzeit habe ich eine Lehre gemacht,

Florian: ich habe Landwirt gelernt, also eigentlich komplett etwas anderes,

Florian: als ich jetzt aktuell mache.

Florian: Da habe ich dann nach der Lehre meinen Dienst am Vaterland absolviert und nachher

Florian: hat sich so ein bisschen ergeben, was möchte ich noch weiter machen und

Florian: ich hatte das Gefühl, das kann es noch nicht gewesen sein.

Florian: Und dazumal war ich schon in der Alpinen Rettung tätig gewesen,

Florian: also im Laienhelferbereich, aber halt spezialisiert auf das alpine Gelände und

Florian: ich bin dort das erste Mal wirklich

Florian: in Berührung gekommen mit Patientenversorgung, mit Rettung per se.

Florian: Und dann habe ich mich mal informiert, was bräuchte es denn da eigentlich,

Florian: um Rettungssanitäter zu werden.

Florian: Und dann hatte ich eine riesen Liste vor mir und dachte, okay,

Florian: wahrscheinlich schaffe ich es nicht, aber ich probiere es einfach mal.

Florian: Und so bin ich Schritt für Schritt durch den ganzen Bewerbungsprozess durch.

Florian: Und schlussendlich habe ich so gerne einen Ausbildungsbetrieb gefunden,

Florian: der es mit mir wagen wollte. Und so bin ich eigentlich in den Beruf gekommen

Florian: und jetzt seit 2016 bin ich hier tätig.

Cedric: Auch noch am Tisch sitzt Sven Voss. Er ist der betriebliche Leiter vom Rettungsdienst

Cedric: und ist somit der Chef von Florian.

Cedric: Lieber Sven, stell doch bitte mal vor, was deine Rolle im Rettungsdienst beim SVAR ist.

Sven: Cedric, danke, dass du da bist und dass ich dein Gesprächspartner sein darf. Ich bin Sven.

Sven: Ich bin, wie du gesagt, der betriebliche Leiter vom Rettungsdienst,

Sven: der am Spitalverbund angeschlossen ist und arbeitet jetzt hier seit knapp sechs Jahren.

Cedric: Die Organisation hat ja rund 30 Mitarbeiter an den Standorten Hundwil, Heiden und

Cedric: Teufen, also die Abdeckung Vorder-, Mittel- und Hinterland.

Cedric: Wie sind ihr organisiert und wie

Cedric: spielt das Team zusammen und beschreibt Rettungsdienst als Gesamtsystem?

Sven: Grundsätzlich ist der Rettungsdienst- und Spitalverbund angegliedert als,

Sven: ich sage mal plakativ, als normale Station an der Anästhesieabteilung.

Sven: Wir sind im Organigramm und in der Aufbaustruktur sind wir der Anästhesieabteilung

Sven: unterstellt. Somit sind wir ein Teil vom SVAR, analog von der Station.

Sven: Aber im Alltag, gerade mit unserer Dezentralisierung nennen wir das,

Sven: den Standorten Hundwil, Teufen und Heiden, haben wir natürlich im Alltag operativ

Sven: wenig mit dem Spital zu tun, was Prozesse anbelangt, die, ich sage mal,

Sven: bezogen auf den Patienten, bezogen auf die Patientenversorgung sich abspielen.

Sven: Da haben wir unsere Schnittstelle beim Abgeben auf dem Notfall oder beim Abholen

Sven: Der Patienten auf der Notfallstation oder auf der Intensivstation.

Cedric: Ihr sind relativ frei, in dem Fall.

Sven: Ja, wir haben unseren Dienstbeginn auf unseren Standorten. Wir machen unsere Dienstplanung selber.

Sven: Ich rekrutiere zusammen mit dem HR unser Personal selber. Wir haben sechs Studierende,

Sven: die wir ausbilden im Gesamten auf den verschiedenen Semestern oder Jahrgängen.

Sven: Und wir antizipieren natürlich, also wir beziehen unser Material vom Spitalverbund,

Sven: was Sinn macht, grosse Beschaffungen in einem grossen Volumen gemeinsam zu machen.

Sven: Aber sonst sind wir recht autark. Also der Mitarbeiter bekommt die Nähe zum

Sven: Spital in der Struktur wenig mit.

Cedric: Florian, kannst du mir den Weg beschreiben und die wichtigsten Stationen,

Cedric: die für dich persönlich dazu Beigetragen haben für die Ausbildung?

Florian: Ja, was sind die wichtigsten Stationen? Ich glaube, eine enorm wichtige Station

Florian: ist der Start in die Ausbildung oder allgemein der Start überhaupt nur schon

Florian: im Rettungsdienst selber nach absolviertem Eignungsverfahren.

Florian: In dieser Zeit, gerade in dieser Anfangszeit, ist es ein Einstellen auf die

Florian: neue Situation, auf eine neue Arbeitsumgebung, auf etwas, das keinen anderen Beruf hat.

Florian: In diesem Ausmass, wir kommen nach Hause zu Leuten, in die Wohnungen,

Florian: an Weihnachten, an Neujahr, wenn alle am Feiern sind, alle sind zu Hause,

Florian: besinnlich, wir sind am Arbeiten und kommen in diese Situation hinein.

Florian: Das ist etwas, was man sich zuerst daran gewöhnen muss.

Florian: Mit der Zeit wird es ein bisschen zu einer Normalität, aber gerade in einer

Florian: Anfangsphase, musste ich mich sehr daran gewöhnen müssen.

Florian: Das war sicher mal die erste Phase, von mal merken, wie es funktioniert.

Florian: In der Regel ist man bei Ausbildungsstarten zu drit auf dem Auto,

Florian: um dann nachher in die zweiten Besetztung zu wechseln.

Florian: Und das ist der Moment, wenn du dann den zweiten auf dem Auto bist.

Florian: Also eine andere Verantwortung, die du plötzlich selber übernimmst,

Florian: im Einsatz. Das ist sicher auch ein sehr wichtiger und grosser Schritt,

Florian: das Arbeiten im Zweierteam.

Florian: Und dann während der Ausbildung gibt es so ein bisschen diese

Florian: grossen Blöcke, was die Themen angeht in der Patientenversorgung,

Florian: das war vom ersten Ausbildungsjahr an und baut darauf auf.

Florian: Dann hat man wieder die nervösen Zeiten, wenn wieder Prüfungen anstehen oder ähnliches.

Florian: Und schlussendlich ein grosser Block, dann die Abschlussprüfung,

Florian: die ja neuerdings ein bisschen anders stattfinden wird, als ich das noch als

Florian: noch nicht so alten Hase absolviert habe.

Florian: Und das ist dann sicher der Abschluss der Ausbildung, der dann der letzte grosse Meilenstein ist.

Cedric: Was muss man tun, um in zwei Besetztung zu kommen?

Cedric: Also dass man nicht mehr zu Dritte ist, sondern die Verantwortung bekommt,

Cedric: dass man zu Zweite unterwegs ist.

Florian: Das ist ein mega guter Aspekt. Und ich glaube, der erste und einer der relevantesten

Florian: Punkte ist, dass man es sich selber auch zutraut.

Florian: Man lernt sehr viel im dreier Team. Man hat dann jemanden, der einem immer über

Florian: die Schultern schaut. Das gibt einem ein Stück weit Sicherheit.

Florian: Und im zweiten Schritt geht es darum, alles in die Eigenverantwortung entsprechend auszuführen.

Florian: Was braucht es, um diesen Schritt zu machen? Ich glaube, jeder Betrieb,

Florian: jeder Rettungsdienst hat im Detail ein bisschen andere Herangehensweisen, was das anbelangt.

Florian: Schlussendlich ist es wichtig, dass der Rettungsanitär, der an der Patientenversorgung

Florian: dran ist, Dass der Rettungsanitär der an der Patienten versorgung ist muss sich verlassen können, dass wenn es darum geht,

Florian: eine Bergung bereit gemacht werden muss für den Patienten, dass das funktioniert.

Florian: Und das sind Prozesskenntnisse im Endeffekt, die da sein müssen,

Florian: dass man diesen Schritt machen kann.

Florian: Und sagen wir mal, ich kann in dieser Funktion von Fahren, also das Auto fahren,

Florian: den Rettungswagen fahren, wie auch in der Zudienerfunktion, dass ich dort sicher bin.

Florian: Das ist der wichtigste Aspekt, um diesen Schritt ins Zweierteam zu machen.

Florian: Und während der Ausbildung ist es so, dass wenn du in der Schule einen themenspezifischen

Florian: Block gehabt hast, zum Beispiel traumatologische Notfälle, also alles was mit Unfällen zu tun hat,

Florian: dass du da dann schrittweise eigentlich die Verantwortung auch übernimmst.

Florian: Und so hast du einen Aufbau über die drei Jahre, bis es dann im dritten Ausbildungsjahr

Florian: eigentlich meistens die Studierenden fast noch ein bisschen fitter sind,

Florian: als die, die schon lange dabei sind oder nicht mehr gleich fachlich vielleicht aschur sind,

Florian: dafür über einen grossen Erfahrungsschatz wieder verfügen und das geht so Hand in Hand.

Cedric: Kommen wir zurück zum Sven. Kannst du mir die Anforderungen und Erwartungen

Cedric: an Kandidaten beschreiben, also wann muss ein Rettungssanitäter mitbringen?

Sven: Also neben den ganzen sachlichen und fachlichen Voraussetzungen,

Sven: die er mitbringen muss, um den Job überhaupt zu machen, was das Alter anbelangt,

Sven: was den schulischen Abschluss anbelangt, den Vorberuf etc., muss er ganz viel Offenheit,

Sven: und soziale Stärke mitbringen, um den Beruf zu machen.

Sven: Wir sagen immer, es sollte jemand sein, bodenständig ist.

Sven: Ja, wenn man so guckt, das Alter zwischen 21 und oben raus haben wir wie keine Grenze.

Sven: Aber wenn man 21 bis 25-Jährigen nimmt, wie viel Bodenständigkeit und wie viel

Sven: sozialer Halt ist da schon vorhanden oder nicht? Das ist so ein bisschen ein

Sven: Struggl in der Rekrutierung. Wir haben aktuell einen relativ geringen Berufsverbleib.

Sven: Also nachdem der Rettungssanitäter abgeschlossen hat, bleibt er dann knappe sieben

Sven: Jahre im Beruf. Und das hat so verschiedene Gründe.

Sven: Und man versucht natürlich jetzt mittlerweile Auszubildende zu rekrutieren,

Sven: die länger bleiben, die nachhaltig sind für den Beruf.

Sven: Ob das jetzt derjenige, der es erst FaGe gelernt hat davor oder Pflege oder

Sven: doch der Kfz-Mechaniker. Das spielt wie keine Rolle. Wir suchen uns rein von

Sven: der Herkunft her keine gleichen Personen aus.

Sven: Wir haben hier ganz viele verschiedene Vorberufe und das macht es unglaublich spannend bei uns.

Cedric: Kannst du mir das Ausbildungsangebot vom SVAR im Rettungsdienst erklärt und wie

Cedric: es genau so in einer ausbildung abläuft?

Sven: Wir bilden jedes Jahr Sechs Studierende aus.

Sven: Das heisst, wir fangen im Frühjahr, wir haben so einen Rhythmus.

Sven: Im Frühjahr startet Studie 1, im Herbst startet der Studierende 2,

Sven: im Januar oder im Frühjahr drauf der Studie 3.

Sven: Das heisst, wir haben alle halbe Jahre rechnerischen Studierendenabschluss und

Sven: aktuell bilden wir in dem Rhythmus sechs Studierende als Rettungssanitäter HF aus.

Cedric: Bildet ihr auch Transportsanitäter aus?

Sven: Transportsanitäter haben wir aktuell einen in Ausbildung. Das ist ein Pilotprojekt,

Sven: um zu gucken, wie das funktioniert.

Sven: Weil die Ausbildung ist ein bisschen eine andere. Sie geht nur das Jahr in Anführungszeichen.

Sven: Sie ist strukturell anders aufgebaut.

Sven: Und wir arbeiten normalerweise mit der höheren Fachschule für Rettungsberuf

Sven: in Zürich zusammen für unsere Studis.

Sven: Und den Transportsanitäter in Ausbildung haben wir jetzt aktuell nach Thun geschickt.

Sven: Und das bringt natürlich viele Herausforderungen mit sich.

Sven: Rein der Weg, Leute, die man nicht kennt, im Netzwerk, das wir haben.

Sven: Von dem her gucken wir gerade, wie das funktioniert.

Cedric: Also in dem Fall sind die Ausbildungsplätze begehrt?

Sven: Ja, wir haben genug Bewerbungen, um die Ausbildungsplätze zu füllen.

Cedric: Ihr arbeitet in der Ausbildung mit Zürich zusammen. Gibt es da einen Unterschied von der Stadt zu Land?

Sven: Wir sind ein kleiner Betrieb. Wir haben ca. 3.500 Einsätze im Jahr.

Sven: Da gibt es natürlich andere Betriebe. Wenn man jetzt so Richtung Zürich geht,

Sven: Und Rettungsdienst Winterthur hat natürlich 11.000 Einsätze im Jahr.

Sven: Und da ist eher ein städtischer Betrieb. Wir sind eher ein ländlich bezogener

Sven: Betrieb. Das unterscheidet sich teilweise in den Einsatzspektren ein bisschen.

Sven: Und es gibt Auszubildende, die wollen lieber grosse Betriebe,

Sven: die wollen lieber Kadenz haben, die wollen einen Emergency Room,

Sven: das sie gesehen haben oder was sie auch immer zu dem Beruf motiviert hat.

Sven: Das wollen sie erleben und eher weniger aufs ländliche.

Sven: Und es gibt Leute, die sind im ländlichen Bereich aufgewachsen,

Sven: die wollen auch da arbeiten. Also kommt ein bisschen darauf an,

Sven: aus welcher Perspektive man es sieht.

Cedric: Es gibt ja als Riettungssanitäter HF, muss man ja einen Eignungstest machen,

Cedric: dass man überhaupt in die HF reinkommt.

Cedric: Ist die schwierig und was kommt dort drin so vor, auf was muss man dort schauen?

Florian: Ich weiss im Fall nicht, wie es jetzt gerade aktuell ist.

Florian: Da müsste ich jetzt irgendetwas zusammendröseln. So, wie ich es noch in Erinnerung

Florian: habe, ist es tatsächlich so, dass du bei diesen verschiedenen Stationen,

Florian: weil man ein bisschen herausfinden will, was der Ereignis-Test ist.

Florian: Was für ein Level generell hast du eigentlich, wenn ich so ein bisschen anfangen

Florian: will, herauszufinden, bringst du die Kompetenzen, die wir brauchen,

Florian: im Rettungsdienst, bringst du die mit.

Florian: Und eigentlich geht es im ganzen Ereignisverfahren nichts anderes darum,

Florian: als dass wir als Betrieb einerseits schauen,

Florian: was ist deine Ausgangslage und können wir dich aus dieser Situation zu einem

Florian: Rettungssanitäter ausbilden, dass wir dich nicht verheizen, dass du diesen Anforderungen

Florian: eigentlich gerecht wirst. Und eigentlich geht es im Endeffekt um das.

Florian: Ob es schwer oder nicht, liegt glaube ich im Auge des Betrachters.

Florian: Darum schwierig, ist es ja ein bisschen relativ und hier.

Cedric: Jetzt wird es vor allem spannend für mich. Es gibt ja Rettungsanitär HF und Transportsanitäter.

Cedric: Kannst du mir hier beide Berufsprofile vorstellen, worin sich die beiden Berufe 00:12:39.570 --> 00:12:42.970 in der Ausbildung und in den Möglichkeiten unterscheiden?

Sven: Das sind zwei spannende Berufe, das sind zwei schöne Berufe,

Sven: beide in der Präklinik angegliedert grundsätzlich.

Sven: Der Rettungssanitäter ist eine HF-Ausbildung auf Tertiärstufe,

Sven: das heisst es braucht eine gewisse Vorbildung oder Matur, um daran teilzunehmen

Sven: und geht in der Regel drei Jahre.

Sven: Das ist die Grundausbildung, das ist die Ausbildung mit der regulären Länge.

Sven: Man kann es auch verkürzen in verschiedenen Settings, aber das wäre die Grundstruktur.

Sven: Drei Jahre Ausbildung und in den drei Jahren lernen die Studierenden den Beruf

Sven: kennen, sind im Rettungsdienst tätig, sind in verschiedenen Spitälern unterwegs,

Sven: machen verschiedene Praktika und natürlich ganz, ganz viel in der Schule.

Cedric: Und aus der Sicht der Praxis, Florian?

Florian: Man redet hier von Kompetenzdelegation, dass ein Rettungssanitäter ärztlich

Florian: delegiert, mehr Massnahmen und umfangreichere Massnahmen tätigen darf als ein Transportsanitäter.

Florian: Der typische Einsatz ist ein Primäreinsatz, also eine Rettung aus einer Wohnung

Florian: oder ein Primäreinsatz bei jemandem zu Hause.

Florian: Vielleicht standardmässig könnte man sagen, das ist ein obliegt dem Rettungssanitäter

Florian: die Einsatzverantwortung zu haben und Transportsanitäter, wo zum Beispiel Verlegungstransport,

Florian: durchführen oder über das Teamgespäne vom Rettungssanitäter sind und wenn jetzt

Florian: mal ein sekundärer Einsatz kommt, also eine Verlegung von Spital zu Spital,

Florian: dann kann man dort sagen, dass die,

Florian: Transportsanitäter eigentlich den Einsatzleid mal übernimmt,

Florian: dass man sich auch ein bisschen aufteilen kann durch den Tag und nicht immer

Florian: alles an einer Person hängen zum Patienten zu betreuen und den anderen den ganzen Tag fahren.

Florian: Also da wechseln wir uns in der Regel so ein bisschen ab.

Cedric: Hast du mir typische Einsätze, die besonders häufig vorkommen, beschrieben?

Florian: Ja, es gibt ein bisschen verschiedene Kategorien. Wenn wir alle Einsätze anschauen,

Florian: oder die rund 3300 Einsätze, die wir letztes Jahr gefahren haben,

Florian: dann lässt sich grob sagen, dass etwa ein Viertel davon unfallbedingt ist.

Florian: Drei Viertel davon haben eigentlich eine medizinische Ursache oder eine Krankheit

Florian: die Ursache für den Einsatz selber. Aber die Bandbreite, die ist enorm gross

Florian: und ich glaube, das ist auch etwas, was den Beruf so spannend macht.

Florian: Wir haben vom neugeborenen Säugling Geburt bis zur Reanimation und Sterben oder

Florian: wo vielleicht zu Hause ist und eine Palliativverordnung hat.

Florian: Da haben wir die ganze Bandbreite.

Florian: Ich glaube, etwas, was es häufig gibt, sind so kurzzeitige Bewusstlosigkeit.

Florian: Das ist etwas, was wir häufig haben oder wo wir häufig disponiert werden.

Florian: Aber auch so Geschichten wie Brustschmerzen, wo dann vielleicht ein Anzeichen

Florian: für einen Herzinfarkt oder ähnliches kann sein.

Florian: Oder allgemeine Schmerzzustände, Unfälle, fahren wir natürlich auch raus, aber eben Unfälle.

Florian: Und allgemein, das Stichwort Unfall haben wir ja im Viertel von allen Einsätzen.

Florian: Das ist nicht so häufig in dem Sinne, trotzdem ist es jeder Viertel.

Cedric: Gibt es auch so Transporte, die über längere Distanz oder zum Beispiel auch vom Ausland her kommen?

Florian: Da gibt es im Bordgebundenen Rettungsdienst auch, genau.

Florian: Wenn es vom Ausland herkommt, dann sprechen wir von sogenannten Repatriierungen.

Florian: Das ist in der Regel nicht etwas, das eine Primärmittel oder Primärambulanz

Florian: macht, weil da einfach der Weg zu weit ist und die Zeit, wo die Ambulanz im Einsatzgebiet fehlt,

Florian: das ist wie nicht machbar.

Florian: Und das braucht es in der Regel auch gar nichts, sondern dort hat man einen

Florian: Verlegerdienst oder ein Verlegerfahrzeug, der diese Transporte dann entsprechend

Florian: durchführt und vor allem auch planbar ist.

Florian: Und dass es nicht darum geht, ein Rettungswagen, der im Dienst ist,

Florian: der eigentlich für einen Notfalleinsatz vorgesehen ist, für eine Repatriierung,

Florian: ich sage jetzt einfach etwas, wenn wir von hier einmal auf Milano müssen und

Florian: wieder zurückkommen, dann wären unsere 12 Stunden Schicht warscheinlich,

Florian: dann ziemlich bald mal fertig.

Florian: Und in dieser Zeit hätten wir wieder gefehlt für Herzinfarkt und Schlaganfall

Florian: und was alles sonst uns noch erwartet.

Cedric: Gibt es besondere Wochentage oder Zeiten, wo sich Einsätze häufen oder wo speziell

Cedric: jetzt die Wintersaison oder Wetterlagen, wo ihr wisst, dass heute Stress wird?

Florian: Das habe ich auch immer gemeint. Das sei doch so. Das muss doch so sein.

Florian: Wenn es doch schneit, dann Knallt es überall.

Florian: Das sieht man, wenn wir im Strassenverkehr unterwegs sind, die Dinge verspätet sich und und und.

Florian: Im Endeffekt gibt es keine Kausalität von diesen Ereignissen in Bezug auf die Einsätze selber.

Florian: Es kann an einem Montag genauso stressig sein, wie an einem Donnerstag oder

Florian: umgekehrt und einen wirklichen Peak oder wirklichen Spitzen haben wir nicht.

Cedric: Kannst du mir von deinen positiven Einsätzen erzählen?

Florian: Ja, ich empfinde ganz viel oder das Gros der Einsätze eigentlich als positiv,

Florian: im Sinne von, dass wir einen Unterschied machen können.

Florian: Wenn wir es vergleichen zu einem Ersthelferbereich oder zu jemandem,

Florian: der vielleicht an ein Ereignis herläuft, der hat das nicht regelmässig,

Florian: der ist nicht so darauf vorbereitet.

Florian: Und der muss in dieser Situation dann irgendwie das Beste machen und bietet

Florian: uns auf, in der Hoffnung, dass wir dann die Lösung haben für das Problem.

Florian: Das Schöne ist, wir haben häufig nicht die Lösung per se, aber wir können schon

Florian: mal etwas machen und wir können schon mal etwas helfen.

Florian: Jemand, der Schmerzen hat, dem können wir Schmerzen nehmen. Jemand,

Florian: der vielleicht ein psychisches Problem hat, den können wir vielleicht in seiner

Florian: Situation begleiten und unterstützen.

Florian: Und so hat wie jeder Einsatz eigentlich sein Positive, dass man ja den Unterschied,

Florian: zum Positiven für die Person oder den Menschen, der gerade unter Umständen den

Florian: schlimmsten Tag in seinem Leben hat.

Florian: Und das finde ich etwas sehr Schönes. Das ist etwas, was einem persönlich auch viel kann geben.

Cedric: Und jetzt kommen wir eher zu einem heiklen Thema, wo mir Sven im Vorgespräch

Cedric: auch gesagt hat, dass Traumata wieder Vorher kommen könnten, wenn man falsch fragt.

Cedric: Darum gehen wir das ganze jetzt vorsichtig an.

Cedric: Was belastet der Rettungssanitäter körperlich besonders?

Florian: Ich muss es auch sagen, das Neugeborene belastet den Körper vom Rettungssanitäter

Florian: weniger als der Erwachsene.

Florian: Das ist sicher mal ein Faktor. Also Gewicht,

Florian: wenn jemand hinter der WC-Tür am Boden liegt und irgendwie zusammen gekugelt

Florian: ist und wir dann rausbringen müssen, dann haben wir so schöne Weisungen,

Florian: wenn einer am Boden liegt, dann nehmen wir schön die Knie runter und mit geradem

Florian: Rücken und schaue, dass du ergonomisch die person anhebst.

Florian: Es gibt diese Einsätze ja, aber die Regeln sind es nicht.

Florian: Das ist sicher etwas, was körperliche Belastung darstellt.

Florian: Mittlerweile haben wir im Rettungsdienst quasi flächendeckend elektrische Tragen.

Florian: Wir müssen den Patienten, wenn es auf dem Tragen mal liegt, nicht mehr Anheben.

Florian: Da haben wir Hilfsmittel dazu, die uns unterstützen und auch ein Stück weit entlasten.

Florian: Im Endeffekt bleibt es aber eine hohe körperliche Belastung. Wir haben immer Einsatzmaterial,

Florian: das wir zum Patienten bringen müssen.

Florian: In der Regel ist der Einsatzort im obersten Stock ohne Lift.

Florian: Das ist eigentlich schon der Klassiker. man geht schon davon aus, dass es so ist.

Florian: Und für das braucht es eine gewisse Grundfitness.

Cedric: Gibt es auch besonders belastende Erinnerungen, die hier geblieben sind?

Florian: Die gibt es definitiv. Es gibt Einsätze, wo man noch lange nachstudiert,

Florian: wo man mitträgt, wo man einen Rucksack mit Bildern hat. Die werden auch nie vergehen.

Florian: Ich glaube, das gehört ein Stück weit dazu. Wichtig ist, dass man die Bilder

Florian: geordnet ablegt und dass es nicht ein Chaos ist, sondern,

Florian: es ist ein Bilderalbum und da kann man mal reinschauen oder dann kommt vielleicht

Florian: wieder mal der Gedanken daran, aber es verliert mit der Zeit vielleicht auch

Florian: an Schrecklichkeit, wenn man so will.

Cedric: Wann nimmt man da mit Nachhause, spüren, das eure Partner, die Familie,

Cedric: können ihr mit denen über das reden?

Florian: Ja, mit Hause wirst du wahrscheinlich unterschiedliche Meinungen hören.

Florian: Ich glaube, viele Psychohygiene, wie man dem auch sagt, findet schon da im Betrieb statt.

Florian: Der Rettungssanitäter ist per se der, der einen recht schwarzen Humor hat.

Florian: Ich glaube, es gehört ein bisschen zu den Verarbeitung dazu.

Florian: Wir haben Schichtrapporte, also wenn die nächste Schicht anfängt,

Florian: dort hat man in der Regel einen Austausch, der wird vielleicht auch mal über

Florian: einen Einsatz geschwatzt, der einem vielleicht ein bisschen näher geht.

Florian: Ich nehme eigentlich nichts mit nachhause, weil ich es an der Uniform lasse die ich nach der schicht ablege.

Florian: Und für mich ist das ein Schutzmechanismus, wenn man so will,

Florian: dann kann ich den Rettungssanitäter Florian auf der Basis lassen und kann den

Florian: Privat wieder vom Haken nehmen und wieder heimgetragen.

Florian: Ich glaube, wenn es wirklich einsätzte sind, die einem länger nachgehen,

Florian: dann merkt das Umfeld das sicher auch.

Florian: Und ich glaube, da hat jedes Umfeld auch gelernt, damit umzugehen,

Florian: dass es auch nicht eine Belastung über den Tragen ist.

Florian: Also, dass ich meine Belastung jemand anderem auch noch mitgebe und der unter

Florian: Umständen sich das Bild von einer Situation macht und aufgrund seiner Fantasie

Florian: vielleicht dann viel schlimmer ist, als dass das tatsächlich der Fall war.

Cedric: Sven, wie sieht das aus deiner Sicht aus zu belastungen von deinem Team?

Sven: Psychische Belastung oder allgemein die Belastung im Rettungsdienst,

Sven: die sieht jeder anders, jeder Betroffene.

Sven: Und du kannst jetzt alle hier heute in unserer Basis fragen und jeder hat seinen

Sven: Belastungstrigger woanders.

Sven: Und aus Leitungsebene oder aus Leitungssicht, das klingt jetzt ein bisschen

Sven: banal, aber hat die Dienstplanung und die Tag- und Nachtschichtwechsel für den

Sven: Körper und für die Psyche einen ganz grossen Impact.

Sven: Du willst natürlich wahrscheinlich darüber raus, Mensch, was sind so für Einsätze,

Sven: die uns beschäftigen vielleicht.

Sven: Da muss man zum Glück sagen, nicht jeder Einsatz geht um Leben und Tod.

Sven: Der Grossteil geht sogar nicht um Leben und Tod, sondern braucht ganz viel Sozialkompetenz,

Sven: ganz viel Begleitung und ganz viel Empathie.

Sven: Ganz viel Dasein und gar nicht eine hochstehende Medizin mit ganz vielen Medikamenten

Sven: oder die eine Stunde, die wir brauchen dürfen, um ins Spital zu kommen.

Sven: Das ist vielleicht jeder Zehnte. Von dem her ist so die Belastung so ein bisschen unterschiedlich.

Sven: Und ich glaube, es kommt auch darauf an, in welcher Lebensphase sich der Rettungssanitäter

Sven: oder die Rettungssanitäterin befindet.

Sven: In der Zeit, da haben mich Kinder unglaublich getriggert. Das war in der Zeit,

Sven: wo ich Papa geworden bin.

Sven: Und heute stehe ich da ein bisschen drüber. Mein Sohn ist heute 13 Jahre alt,

Sven: ist kurz vorm Sektübertritt. Cooler Typ.

Sven: Jetzt weiss ich, wie man mit Kindern umgeht und habe mich an das Positive und

Sven: das Negative gewöhnt. Und jetzt triggert es mich nicht mehr so sehr.

Sven: Jetzt belastet es mich nicht mehr, wenn ich Kinder irgendwo draus versorgen

Sven: muss. Im Gegenteil, durch die privaten Umgang mit Babys und Kindern,

Sven: ja, da weiss man mittlerweile, die gehen gar nicht so schnell kaputt.

Sven: Also die kann man ruhig mal hochheben und anfassen. Die sind stabil.

Sven: Von dem her ist es schwierig zu sagen, hey, was ist es? Von dem her würde ich

Sven: aus Leitungssicht wirklich sagen, den Mitarbeitern ihren Alltag möglichst einfach

Sven: machen, möglichst hürdenfrei und dem Körper in der Dienstplanung möglichst einen

Sven: geregelten Ablauf mit vielen Erholungszeiten geben.

Cedric: Ihr habt sicher auch Peergroups, zum Beispiel wie die Kantonspolizei oder ihr

Cedric: habt gelesen im Internet, St.Gallner

Cedric: Rettungsdienst, hat so Peergroups, die unterstützen würden,

Cedric: wenn du nach Belastungen nicht mehr selber auf den Boden kommst. Die haben ja da auch.

Sven: Wir sind in der Nordostschweiz, haben wir uns auf Rettungsdienstebene,

Sven: haben sich alle Rettungsdienste zusammengeschlossen.

Sven: Das nennt sich Interessensgruppe der Nordostschweizer Rettungsdienste.

Sven: Das sind etwa 15 Betriebe, die sich zusammensetzen und die betreiben dieses,

Sven: wie du gesagt hast, dieses Peer-System, das du von Rettung St.

Sven: Gallen mal gesehen hast, das betreiben wir auf der kompletten Interessensgemeinschaftsebene.

Sven: Das heisst, 15 Rettungsdienste inklusive Helikopter, Notrufzentralen zusammengeschlossen

Sven: und finanzieren das Ganze auch.

Sven: Und da ist es jedem Betrieb eine grosse Peer-Gruppe entstanden und die ist bei

Sven: uns recht professionell unterwegs,

Sven: sind aber alles Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter,

Sven: eben Peer auf Augenhöhe oder wie bei uns sagen, Peer einer wie wir,

Sven: wir werden dafür ausgebildet, bekommen verschiedene Ausbildungen an die Hand,

Sven: verschiedene Weiterbildungen und haben eine 24-Stunden-Hotline und die können wir jederzeit anrufen.

Sven: Dann gibt es ein telefonisches Gespräch oder irgendwo ein Vor-Ort-Gespräch.

Sven: Guckt auch, wenn ich irgendwas im Einsatz habe, was mich belastet,

Sven: die Telefonnummer wähle, dass nicht einer von meinen Mitarbeitern kommt.

Sven: Am Ende kommt da jemand aus einem anderen Betrieb, um so ein bisschen die Distanz zu wahren.

Cedric: Da heisst, ihr helft euch gegenseitig?

Sven: In erster Linie schon. Und wenn das reicht und in den meisten Fällen reicht

Sven: das auch aus, inklusive seinem privaten Umfeld, weil das ist viel mehr als nur

Sven: die betriebliche Zusammenarbeit.

Sven: Ist dein Zuhause, das ist, was hast du für Zuhause für ein Netz?

Sven: Ist es der Partner, die Partnerin, Frau, Freundin, was es auch immer ist,

Sven: dein privates Umfeld, das fängt dich eigentlich tendenziell auf.

Sven: Wenn das nicht reicht, ist es das Berufliche oder wenn das jemand nicht hat

Sven: und dann ist es die Peergruppe und wenn die nicht mehr reicht,

Sven: dann kommt so eine psychologische Nachsorge, die dann auch professionell weiterläuft.

Cedric: Werdet ihr angebote oft genutzt von der peer?

Sven: Ich glaube, letztes Jahr hat es 60 strukturierte Gespräche gegeben,

Sven: in der ganzen Nordostschweiz.

Sven: 60 sind viel. Was ist ein strukturiertes oder strukturelles Gespräch?

Sven: Ist es das Telefonat, das man nach einem Einsatz führt, wo man sagt,

Sven: hey, ich habe das erlebt, darf ich es dir einfach erzählen?

Sven: Weil solche Dinge kommen auch mit dazu.

Sven: Und in der Regel sind solche Gespräche auch ganz wichtig, wo unsere Mitarbeiter

Sven: sich einfach ausschütten können.

Sven: Ohne dass eine Reaktion von dem Gegenüber kommt, ohne dass eine Wertung kommt,

Sven: das, was man erlebt hat, einfach von sich zu nehmen.

Sven: Von dem her, es sind nicht die hochgradigen Gespräche, aber es wird angenommen, ja.

Cedric: kannst du mir Veränderungen im Umgang mit psychischen Belastungen,

Cedric: insbesondere bei Männern, beschreiben?

Sven: In unserem Beruf in den letzten Jahren mit der Professionalisierung,

Sven: mit der Entwicklung des Berufsbilds, ist der Umgang mit psychischen Belastungen

Sven: offener geworden. Man ist sich dessen bewusst.

Sven: Ich glaube, gesellschaftlich ist es erlaubt, darüber zu reden,

Sven: beruflich ist es erlaubt darüber zu reden und es ist kein negatives Dogma mehr,

Sven: und nich glaube, das ist die grösste Veränderung, die stattgefunden hat.

Sven: Offen damit umzugehen und damit umgehen zu können ob jetzt Frau oder Mann gibt

Sven: es bestimmt keine Unterschiede und doch findest du wahrscheinlich eine Studie.

Cedric: Andere Art von Belastung man gehört ja in den sozialen Medien,

Cedric: Fernsehen und so dass Blaulichtorganisationen vor allem momentan in Deutschland

Cedric: mittlerweile teilweise auch in der Schweiz angegriffen oder zumindest angepöbelt werden.

Cedric: Wie sieht das da bei uns auf dem Land aus? Oder hast du auch schon so Dinge miterlebt?

Florian: Ja, das gibt es. Das macht auf dem Land nicht Halt.

Florian: Das Klientel oder die Leute, die gibt es überall.

Florian: Wir sind nicht die, die ein Recht von Strecken gehen, sondern wir werden gerufen,

Florian: wenn jemand Hilfe braucht.

Florian: Und das macht einen manchmal auch ein bisschen sprachlos. Gerade wenn man es

Florian: wieder mal gehört, dass ein Rettungssanitäter oder der allgemeine Rettungskräfte,

Florian: nicht einmal der Rettungssanitäter per se,

Florian: körperlich angegriffen wird, das ist ein absolutes No-Go.

Florian: Und das macht auch bei uns auf dem Land, macht es nicht Halt.

Cedric: Hast du das auch schon mal erlebt? Was macht das mit dir?

Florian: Ja, ich habe es auch schon erlebt. Wichtig ist, finde ich, dass man es einordnen kann.

Florian: Die eine agressivität kommt zustande, unter Umständen, aufgrund von einer Krankheit zu bilden.

Florian: Psychiatrische Ausnahmesituationen von Patienten, die in dem Moment eigentlich

Florian: nicht her der Lage sind, das macht es einerseits diesbezüglich ein bisschen

Florian: einfacher zum Einschätzen und auf der anderen Seite,

Florian: manchmal auch ein bisschen Unverständnis für Leute, die unter Umständen Substanzen

Florian: zu sich nehmen, dass sie dann nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und etwas vielleicht

Florian: ausfühlen, was sie in einem anderen Zustand so auch nicht gemacht hätten.

Florian: Das Stoss, finde ich, ist unverständlich, kann ich nicht nachvollziehen,

Florian: zumal wir ja von jemandem gerufen werden, um helfen und es geht nie darum,

Florian: jemandem etwas Böses zu wollen und dementsprechend kann man ein bisschen vom

Florian: Glauben abfallen, wenn es wieder mal so ist.

Florian: Aber wir sind auch sehr geschärft und unsere Sinne sind mittlerweile auch geschärft,

Florian: nur wenn man so ein Ereignis wieder mal hat, führt es einem einfach auch vor

Florian: Augen, dass unsere eigene Sicherheit in jedem Einsatz vorgeht.

Cedric: Deine Meinung zu Gafer? Wie geht man damit um?

Florian: Ich glaube, man kann es nicht pauschalisieren, weil wir tuen ja alles dafür, dass man uns sieht.

Florian: Wir haben megafarbige Autos, wir haben laute Sirenen, wir haben Blaulicht,

Florian: wir tönt alles dafür, dass man uns sieht.

Florian: Und dann können wir uns ein Stückchen nicht beschweren, wenn man uns auch anschaut.

Florian: Es gibt dann aber einen kleinen Unterschied, und das ist dann,

Florian: wenn es einen Rettungseinsatz behindert.

Florian: Also wenn man das Gefühl hat, man muss jetzt hier die Tür aufmachen und noch

Florian: schauen, wie es jetzt hier im Innenraum von dieser Ambulanz aussieht.

Florian: Ich glaube, wenn jemand schaulustig ist und tatsächlich dort an dem Einsatzort

Florian: steht und vielleicht auch so gerne das Handy im Ausnahmefall zückt und irgendwie

Florian: noch ein Foto machen will,

Florian: ich glaube, denen möchte ich einfach mal sagen, stellt euch vor,

Florian: du bist selber dort, hast den schlimmsten Tag von deinem Leben und jetzt in zwei

Florian: Minuten ist es dann auf Insta und irgendeine geile Story für jemanden, der das gerade sieht.

Florian: Einfach dort vielleicht ein bisschen das Bewusstsein für was mache ich gerade

Florian: oder ich nehme es wahr, hey, da ist eine Rettung tung im Gang, aber ich lasse das

Florian: so passieren und gehe meinen eigenen Weg.

Cedric: Thema wechsel, der Beruf hat sich sicher in den letzten paar Jahren stark verändert.

Cedric: Kannst du mir darüber was erzählen, Sven?

Sven: Das ist lustig, die Frage, weil heute Morgen hatte ich erst ein Gespräch mit meinem Teamleiter.

Sven: Und wir haben uns über die Entwicklung und den Stand, den heutigen Stand unterhalten.

Sven: Wo steht der Rettungssanitäter, respektive wo steht der Beruf,

Sven: das Rettungswesen allgemein heute?

Sven: 20 Jahre zurück ist noch schwer, so alt ist der Beruf nämlich nicht.

Sven: Ja, ich würde sagen, vor 15 Jahren war es noch der Gärtner, der mit der Pflege raus gefahren

Sven: ist, der Anästhesist, der mit irgendwem aus dem Spital das Auto genommen hat und gefahren ist.

Sven: Da gab es noch keine Notrufnummer wie heute, die 144, die etabliert war.

Sven: Also der Beruf und die Bildung oder das Berufsbild, das hat sich so enorm verändert

Sven: und ist so schnelllebig, dass es viel braucht, um dran zu bleiben.

Sven: Es ist jetzt noch schwierig, das an irgendwas festzumachen.

Sven: Also was früher vielleicht, gerade auf Ausbildungsebene war,

Sven: früher war das sehr oberflächlich.

Sven: Heute sind wir zwar auch noch keine Experten auf einzelnen Krankheitsbildern,

Sven: heute sind wir Generalisten.

Sven: Wir gebären draussen, wir wiederbeleben, wir haben Kindereinsätze,

Sven: wir haben Einsätze mit alten Personen.

Sven: Unglaublich breites, gefächertes Feld und alles versuchen wir abzudecken in

Sven: der Ausbildung und das ist herausfordernd.

Cedric: Können futuristische Hilfsmittel, eben zum Beispiel Ferndiagnosegeräte vor allem,

Cedric: KI, Roboter, Exoskelett, Rettungs und Bergdrohnen oder dergleichen dem Rettungsanitäter

Cedric: in Zukunft unterstützen oder in gewissen Situationen sogar ersetzen?

Sven: Eine total spannende Frage. Vor allem das Wort futuristisch ist noch lustig

Sven: gewählt, weil die KI ist ja nichts Futuristisches mehr.

Sven: Die Drohnen sind auch nichts mehr Futuristisches mehr. Es ist eine Entwicklung,

Sven: mit denen wir uns gerade auseinandersetzen müssen.

Sven: Ja, ich glaube, unterstützen können sie uns. In ganz vielen Parts unserer Versorgung.

Sven: Ich glaube, KI kann man stark einsetzen in der Notrufzentrale,

Sven: im vielleicht Vorhersagen einsetzen, die in verschiedenen Regionen statistisch

Sven: gesehen zu verschiedenen Uhrzeiten ablaufen. Durchaus möglich.

Sven: Andere Länder haben das auch schon so ein bisschen in der Pipeline.

Sven: Drohnen sowieso. Also ob man jetzt Defibrillatoren für Laien irgendwo auf dem

Sven: Bergresch, die flieht oder nicht. Ich glaube, Drohnen kann man vielfältig einsetzen.

Sven: Ferndiagnose läuft heute schon relativ viel in vor allem ärztlich begutachteten

Sven: Einsatzsituationen, wo man Bildschirmkameras in Rettungswegen hat,

Sven: mit einem Arzt irgendwo in der Klinik verbunden ist. Vor allem gerade aktuell in Deutschland.

Sven: Also das kann uns Bildschirme, Kameras, irgendwo zentral sitzende Diagnosestellen,

Sven: die uns dahingehend unterstützen, gibt es in anderen Ländern definitiv schon

Sven: für uns aktuell kein Thema in unserem Setting, wo wir sind.

Sven: Wir arbeiten aktuell rein, was Zusammenarbeit oder Zweitdiagnose anbelangt,

Sven: nur mit einer Telemetrie.

Sven: Das vor allem beim Herzinfarkt diagnostizieren wir mit unserem EKG diese verschiedenen

Sven: Kurven fürs Herz und da kann man viel ableiten von und da gibt es auch Spezialisten

Sven: dafür. Wir arbeiten mit der Kardiologie in St.

Sven: Gallen zusammen und dann können wir von unserem Gerät aus alles,

Sven: was wir da erheben, direkt zum Kardiologen auf sein Telefon schicken.

Sven: Gehen danach in den Konsens oder den Dialog per Telefon und können dann den

Sven: richtigen Weg für den Patienten herausfinden oder besprechen.

Cedric: Und du Florian, was meinst du dazu, gibt der Beruf auf lange Sicht noch Sinn

Cedric: und wie wird er sich entwickeln?

Florian: Der Beruf wird sicher auch in Zukunft Sinn machen, weil ich tief und fest davon

Florian: überzeugt bin, dass es mit uns Menschen etwas macht, wenn wir einen direkten

Florian: Austausch mit anderen Menschen haben.

Florian: Und wenn wir in einer Situation sind, in der es uns nicht gut geht oder in der

Florian: wir Hilfe brauchen und Hilfe in Anspruch nehmen müssen, dass das vielleicht

Florian: nicht unbedingt dann genau immer die Maschine ist, die die beste Lösung bringt.

Florian: Ich glaube, das Rettungswesen wird sich weiterentwickeln. Das ist ausser Frage.

Florian: Ich glaube zwar, dass mein Job nach wie vor ein paar Jahren noch Bestand haben wird.

Florian: Aber die Hilfsmittel, ich glaube, das ist etwas, was sich in nicht allzu ferner Zukunft wird ändern.

Florian: Mit künstlicher Intelligenz, die unter Umständen in einer Verdachtsdiagnosestellung

Florian: helfen kann, einen Zuwachs an Patientensicherheit generieren kann.

Florian: Dadurch, dass wir auch noch ein Tool mehr haben, das wir noch sicherer schaffen können.

Cedric: In diesem Fall werden die Aufgaben von Rettungssanität nicht weniger.

Florian: Ja, wir machen 3359 Einsätze, haben wir jetzt im 2025 gefahren insgesamt.

Florian: Tendenzen zeigen, dass es zunimmt, dass es immer mehr Einsätze werden.

Florian: Die 33 Kilometer, das ist in einem Stadtrittungsdienst, ist das vielleicht anders,

Florian: wo man 5 Minuten anfahrt hat, zum einsatz ort hat und dann wieder gleich lang, bis er im Spital ist.

Florian: Dort sprechen wir nicht von den Distanzen, aber das zeigt schon die Ländlichkeit

Florian: von unserem Rettungsdienst. Dazu kommt,

Florian: sich generell das Gesundheitswesen sehr stark wandelt. Aktuell steht es auch

Florian: unter starkem Druck, was die Finanzen angeht etc.

Florian: Das hat in der Vergangenheit auch zu Spitalschliessungen geführt.

Florian: Und die Patienten oder die Leute, die wohnen halt immer noch am gleichen Ort

Florian: wie vor der Spitalschliessung.

Florian: Also konkret bedeutet das für uns, wir fahren ein bisschen weiter,

Florian: unsere Einsätze gehen ein bisschen länger.

Florian: Und das ist etwas, wo wir uns strukturell im Endeffekt so weit aufstellen müssen,

Florian: dass wir in Zukunft für die ganze Bevölkerung nachher die gleich gute Versorgung

Florian: gewährleisten können, wie wir das aktuell machen.

Cedric: Kommen wir zu den letzten paar Fragen. Kannst du dir vorstellen,

Cedric: nicht mehr Rettungsanitäter zu sein?

Florian: momentan nicht. Rettungsanitäter ist der geilste Job auf der Welt,

Florian: wo du überhaupt lernen kannst.

Florian: Es ist so nah am Leben dran, wie das sonst selten ein Beruf ist.

Florian: Ich habe es eingangs erwähnt, du kommst zu Leuten nach Hause,

Florian: die räumen nicht noch auf, bevor du in die Wohnung einläufst.

Florian: Du siehst, wie gelebt wird, du siehst die ganze Bandbreite auch von sozialem

Florian: Status von dem, was unter der Bücke pennt.

Florian: Bis zu der grössten Villa mit Marmorbordern, wo wir schaue müssen,

Florian: dass wir nicht ausschliffst.

Florian: Und der Einblick, der ist einerseits mega einzigartig und ich finde,

Florian: es ist ein Job, der mega viel Sinn macht und den ich sehr gerne mache und ich

Florian: hoffe darum, dass ich diesen Job auch noch sehr lange machen kann.

Cedric: Ja, Sven, kommen wir langsam zum Ende von unserem Gespräch. Möchtest du noch

Cedric: irgendwas erzählen, was ich dich jetzt nicht gefragt habe oder Werbung mache

Cedric: oder irgendetwas mitteile?

Sven: Ich habe es enorm geschätzt. Dass du nach meiner Meinung gefragt hast, finde ich mega schön.

Sven: Ich glaube, gesellschaftlich dürfen wir uns unserer Verantwortung bewusst sein,

Sven: allen, von Kind bis Grossmutter.

Sven: Der Beruf, den irgendwer gehen möchte als Rettungssanitäter,

Sven: ist ein unglaublich schöner Beruf, unglaublich zufriedenstellender Beruf,

Sven: in dem du viel von dir selber gibst, aber auch sehr viel bekommst.

Sven: Mit viel Freiheiten und mit ganz, ganz schönen Momenten.

Sven: Und dem muss man sich, glaube ich, im Klaren drüber werden. Das ist nicht nur

Sven: das Blaulicht gefräsen, auch wenn das mega Spass macht.

Sven: Ohne Frage, aber es ist auch anstrengend. Aber das ist es noch nicht mal.

Sven: Das ist ein unglaublich zufriedenstellender Beruf.

Sven: Und ich persönlich, nach über 20 Jahren Berufserfahrung, darf sagen,

Sven: es hat sich gelohnt, der Schritt. Machen gerne.

Cedric: Ja, Florian, dann würde ich sagen, kommen wir mal langsam zum Ende von unserem Gespräch.

Cedric: Möchtest du noch etwas mitteilen? Werbung machen, erzählen, wo ich dich nicht

Cedric: gefragt habe. Irgendwas.

Florian: Ja, wenn ihr das Interesse habt, zum Rettungssanitäter zu werden,

Florian: dann probiert es einfach.

Florian: Vielleicht geht es euch ja gleich wie mir und ihr denkt, ich glaube,

Florian: es reicht vielleicht nicht.

Florian: Aber wenn ihr es nicht ausprobiert habt, werdet ihr es nie wissen.

Florian: Darum unbedingt bewerben, eignungs Verfahren und schauen, was rauskommt.

Cedric: Ja, das war das Gespräch mit Florian Rutishauser, dem Sven Voss.

Cedric: Vielen Dank für den interessanten Einblick. Damit verabschiede ich mich.

Sven: Danke vielmals, mach's gut.

Florian: Danke dir, dass du uns besuchen kommst.

Cedric: Florian hat mir dann noch die Garage mit dem Einsatzfahrzeug gezeigt und

Cedric: die ganzen Instrumente im Fahrzeug.

Cedric: Für mich steht jedenfalls fest, ich sitze nicht mehr hinten auf den Trager angeschnallt

Cedric: sondern sitze ich vorne auf dem Fahrersitz.

Cedric: Vielen Dank nochmal an die beiden und wir sehen uns bis bald

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