1503: Instagram, TikTok & co verbieten?
Shownotes
In dieser Episode diskutieren wir die bedeutenden Änderungen in Australien, wo am 10. Dezember 2025 ein Verbot für soziale Medien für Personen unter 16 Jahren in Kraft tritt. Lilwen und Dario analysieren die Beweggründe hinter diesem Gesetz und die potenziellen Auswirkungen auf Jugendliche und ihre Nutzung von Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat. Wir erläutern, wie diese Entscheidung aus einer zunehmenden Besorgnis über die psychische Gesundheit von Jugendlichen resultiert, insbesondere in Bezug auf Themen wie Cybermobbing, Selbstverletzungen und Depressionen, die durch die Nutzung sozialer Medien verstärkt werden.
Wir sprechen über unsere eigenen Bildschirmzeiten und die Anwendungen, die wir täglich nutzen. Luen und Dario geben Einblicke, wie sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden und welche Rolle soziale Medien in ihrem Leben spielen. Es entsteht eine offene Diskussion über die durch soziale Netzwerke geschaffenen Machtverhältnisse und den Einfluss, den sie auf die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen haben. Wir reflektieren auch über die von sozialen Medien geförderte Kultur des Vergleichs und den Druck, sich an unrealistischen Standards zu messen.
Ein zentrales Thema der Episode ist die Frage der Verantwortung – sowohl von den Plattformanbietern als auch von den Eltern. Wir beleuchten die Idee der freiwilligen Selbstregulierung der Unternehmen, die letztlich gescheitert ist, und die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen. Hierbei wird auch die Rolle von Technologien wie KI in der Altersverifizierung und der Moderation von Inhalten thematisiert, sowie die Herausforderungen, die mit der Umsetzung solcher Technologien verbunden sind.
Die Diskussion vertieft sich in die Widerstände und Bedenken gegenüber der Regulierung. Viele Jugendliche fühlen sich durch das Verbot in ihrer Freiheit eingeschränkt und argumentieren, dass es wichtig ist, offene Dialoge zu führen, anstatt Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg zu treffen. Wir betrachten, wie die Politik auf die Sorgen von Eltern und Wissenschaftler*innen reagiert und welche langfristigen Auswirkungen diese Massnahmen auf die Gesellschaft haben könnten.
Abschliessend reflektieren wir, was diese Entwicklungen für die Zukunft der sozialen Medien und die digitale Gesundheit von Jugendlichen bedeuten könnten. Wir ermutigen die Zuhörer dazu, diese wichtigen Themen in ihren eigenen sozialen Kreisen zu diskutieren und einen kritischen Blick auf ihre eigene Mediennutzung zu werfen, während wir die komplexe Beziehung zwischen sozialer Medien und psychischer Gesundheit weiter untersuchen.
Credits
- Recherche: Lilwen, Dario, Schwoegi
- Aufnahme: Schwoegi
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Grafik: Schwoegi mit Dall-e
- Publikation: Schwoegi
- Original Musik: Cars Race by reusenoise, https://dig.ccmixter.org
Transkript anzeigen
Speaker0: 10.12.2025 ist ein ganz wichtiges Datum für euch. Wer weiss,
Speaker0: was hier passiert ist. Ich glaube, die Luen weiss es.
Speaker2: Ich glaube, dort war es, wo Australien den sozialen Medienverbot bis 16 eingestellt hat. Genau.
Speaker0: Also, wir sind hier in der Dusa und in Herisam. Bei mir sind übrigens die Luen und der Dario.
Speaker0: Ich nutze selber auch natürlich die Geräte, Smartphone, Tablets, Notebooks etc.
Speaker0: Was nutzt ihr so viele Apps und wie ist auch eure Bildschirmzeit?
Speaker0: Erzähl dir mal ein bisschen.
Speaker1: Also meine Bildschirmzeit liegt so bei zwei Stunden am Tag. Und dann halt,
Speaker1: weisst du, die Zeit bin ich halt auf Instagram.
Speaker1: Oder am Wochenende telefoniere ich halt noch, ich kann nicht einfach mit anderen.
Speaker1: Oder mache halt Abtreiben, wenn das mal rausgehen oder so.
Speaker0: Okay, Lilu.
Speaker2: Ja, also ich benutze nicht viele Apps. und meine Bildschirmzeit beträgt auch
Speaker2: so zwei Stunden, weil ich bin halt auf YouTube ein bisschen, zur Mittagspause,
Speaker2: WhatsApp, zum chatten miteinander und dies auch zum Musiklassen.
Speaker0: Ihr habt beide Älter, die jetzt schauen, was ihr macht, oder?
Speaker1: Ja, ziemlich.
Speaker0: Also sie schauen auch nicht in die App-Sinn, aber sie schauen also nicht gerade zu viel.
Speaker2: Ja, genau.
Speaker0: Aber zum Beispiel TikTok haben beide nichts?
Speaker1: Nein, doch nicht.
Speaker0: Aber ihr kennt natürlich Leute,
Speaker0: die TikTok getroffen haben oder die viele Bildschirmzitter draufmassen?
Speaker1: Ja, die eine, die ich kenne, die ist, ich weiß nicht, sie haben mal gesehen,
Speaker1: die sie am Wochenende, 16,5 Stunden am Tag auf dem TikTok-Armlogik,
Speaker1: da habe ich mir gedacht, what the fuck, ich bin hier falsch gelaufen.
Speaker1: Aber wenn ich schlafe, dann sie noch?
Speaker0: Insta ist ein Thema bei den Arjen, würdest du es vermissen, wenn man den da wegnehmen kann?
Speaker0: Warum? Was machst du mit dem?
Speaker1: Ich schaue an meine Videos und poste meine eigenen. Einfach halt auf Konzertvideos und so.
Speaker1: Und weil man halt einfach so ein bisschen vor Dauern habe ich auch einen Post gemacht.
Speaker1: Und halt, ich finde einfach auch, zum Videos zu schauen, weil man ja eine Stunde
Speaker1: Bitsch und Zeit und am Mittag habe ich einfach Mittagspause und dann denke ich
Speaker1: mir ja, wieso soll ich denn jetzt nicht was schauen, weil im Endeffekt der Mittag
Speaker1: geht aber auch ein bisschen schneller um.
Speaker1: Gell, es kommt wirklich einfach da, wo ich halt lustig finde.
Speaker1: Ich bin halt ja eine, ich schaue lustige Sachen nicht so ernst hier.
Speaker1: also ich schaue dann eher so, kann ich so Witz oder Geschichten an,
Speaker1: dann ist das ja, okay, das ist wirklich genau so.
Speaker0: Ich schaue ein Bewahrnutz ist es du, weil du schaust vor allem die YouTube-Videos, oder?
Speaker2: Genau, weil ich andere Apps habe, also dort schaue ich einfach entweder YouTube-Shots
Speaker2: oder so kleine Menschchen, die Charaktere nachspielen, die mit einem Film zum
Speaker2: Beispiel, und dann sehen wir so Teile vom Film und die reagieren wieder darauf.
Speaker2: Versuch hast du irgendwie Film, also so.
Speaker0: Reaction-Videos. Genau. Okay, da findest du ihn spannend.
Speaker2: Ja, oder einfach schade. Meistens kommen dort so Geschichten oder Ketoramas-Videos.
Speaker0: Ihr organisiert das ja vor allem auch über Insta oder WhatsApp oder so,
Speaker0: wenn ihr abmacht und so, oder?
Speaker1: Ja, WhatsApp halt, weil ich schreibe so einer, wer kommt, dann droht halt dann
Speaker1: noch, obwohl nach der Schule sage ich, aber eh, wer kommt noch, dann sagen sie dir safe.
Speaker0: Bei dir auch? Mit dem Kollegen abmachen?
Speaker2: Entweder in der Schule oder Zum Beispiel in den Ferien ist das ja eh noch schwierig.
Speaker2: Du hast schon in der Schule abgemacht, ja, dann treffen wir uns und so.
Speaker2: Aber meistens sage ich überwürdig. Doch, habe ich.
Speaker0: WZP hast. Aber wir machen von Twitter darüber natürlich auch ab,
Speaker0: weil die meisten haben es nicht.
Speaker2: Ja.
Speaker0: Jetzt angenommen, und da hättet ihr auch nochmal, wie würde man denn da abmachen miteinander?
Speaker0: Kommunikation oder ein bisschen mehr vorausplanen, oder? Kannst du nicht spontan sagen.
Speaker2: Oder du gehst halt schnell zu jemandem rufen und fragst so, hey,
Speaker2: bist du da? Hast du gerade Zeit? Oder so.
Speaker1: Also, nicht mehr spontan sein geht nicht, weil du kannst nicht sagen,
Speaker1: ja, komm, mach mal morgens ab.
Speaker1: Es ist so ein Ding, wenn ich am Vortag frage, komm, komm, komm,
Speaker1: komm, dann sagt er vielleicht mal ja, aber im Endeffekt, wenn du ihn einfach
Speaker1: tötest, dann musst du ihn dann noch etwa 5 Minuten vorher fragen,
Speaker1: komm, komm, du kommst jetzt wirklich?
Speaker1: Weil du weißt nicht, ob du kommst, außer du machst es selber 5 Minuten vorher
Speaker1: ab, zum Beispiel Leute, habe ich noch abgemacht und dann bin ich eigentlich
Speaker1: auf dem Haar weg gewesen.
Speaker1: Dann schreibt man die auch, wenn du kommst und dann bin ich halt noch einen Tag hängen gegangen.
Speaker1: Dann bin ich nach Hause. Und dann habe ich abgemacht. Dann bin ich eigentlich
Speaker1: nach Hause gewesen und fünf Minuten später bin ich eben wieder gegangen,
Speaker1: weil ich schon wieder abgemacht habe.
Speaker2: Wie haben es die Liga gemacht?
Speaker0: Ja, das ist wirklich auch so gewesen. Wir haben abgemacht am Mittwochvormittag.
Speaker0: Wir treffen uns mit zwei im Wald aussen, bei der Hütte oder auf dem Holzplatz oder so.
Speaker1: Und dann, wenn ihr zum Beispiel das zweite abgemacht habt und vielleicht hat
Speaker1: ihr euch dann noch nicht gefragt, kein Morgen, und man muss dann am Mittag noch
Speaker1: fragen, was wenn der dann Nein bekommt.
Speaker0: Es war klar, am Mittag Nachmittag bist du verrossen. Da musst du nicht fragen.
Speaker0: Du warst eben am Mittag verrossen. Es war ganz klar, du bist verrossen.
Speaker0: Wenn es nicht geschiffen hat, hast du vielleicht bei irgendjemandem abgemacht
Speaker0: und hast ein Lego gespielt oder irgendetwas.
Speaker1: Wir machen jetzt auch, wenn es geschiffen, gehen wir einfach hin und schauen
Speaker1: den Film. Wir haben den jedes Mal.
Speaker0: Das war bei uns nicht, wir hatten genau auch im Fernsehsender.
Speaker0: Also es ist mal ein bisschen spannend zu hören, wie es bei euch so läuft und
Speaker0: vielleicht aber auch, wie es früher noch gesehen ist.
Speaker0: Wenn wir ein bisschen zum Thema kommen, wie ist es überhaupt so weit gekommen,
Speaker0: ist aber auch noch spannend. Kommen wir vielleicht zuerst einmal zu den Facts.
Speaker0: Lilu, du hast dich ein bisschen vorbereitet zu den Facts. Willst du dir mal
Speaker0: ein bisschen erzählen, was passiert jetzt hier gerade in Australien?
Speaker2: Bis 16 Jahre alt darf jetzt keine soziale Medien benutzen.
Speaker0: Das heisst, was ist soziale Medien?
Speaker2: Was sie jetzt nicht dürfen benutzen, ist TikTok, X, Facebook,
Speaker2: Instagram, YouTube, Snapchat, Tweets, Reddit, Kik und Twitch.
Speaker1: Aber Twitch ist eigentlich eh ab 16.
Speaker0: Ja, das ist noch eine gute Frage, weil die meisten werden eh ab 13 mindestens oder teilweise ab 16.
Speaker0: Und es wird ja von Jüngeren benutzt. Ich bin jetzt noch gespannt.
Speaker0: Können wir dann nachher noch drauf?
Speaker1: Ome ist auch so etwas. Das ist ab 18, aber jeder benutzt es trotzdem.
Speaker0: Ja, das ist so ein Phänomen, das man dann nachher noch Menschen anschaut.
Speaker1: Aber Ome finde ich trotzdem auch wenn ich es nicht nutzen darf.
Speaker0: Betrifft euch jetzt bis jetzt nicht grossartig, oder? Ja, Instagram wäre jetzt
Speaker0: bei dir, Daria, aber bei dir jetzt nicht wahnsinnig.
Speaker0: Facebook würde jemanden älteren, da braucht eh jemand mehr von den Jungen, oder?
Speaker1: Nein, ich würde nicht einmal haben wollen, selbst wenn ich es nicht darf.
Speaker0: Weil ich sie nicht betroffen.
Speaker1: Also WhatsApp, natürlich Messenger ohne Social Feed, geht natürlich auch.
Speaker1: Was ich übertrieben kann, ist bei Roblox, weil Roblox ist eigentlich mittlerweile sogar bis 16,
Speaker1: und ich finde Roblox, das ist kein Kindergaming, auch wenn sie jetzt eine Alterssperre
Speaker1: wenn du dich einloggst, musst du mit einer KI-Video, dann sind sie dann fast
Speaker1: wie alt als du bist und wir können mit allen verchattern und dann sind immer Pedos, so zu kommen.
Speaker0: Ich komme nachher noch schnell zu den technischen Massnahmen und Pinterest.
Speaker1: YouTube Kids, Discord, Google Classroom, auch nicht, aber wenn ich noch so Roblox
Speaker1: habe, ist man wirklich noch so
Speaker1: Freunde konnten ja einfach alle mit allen chatten. Der kleines Kind kann nicht
Speaker1: mit einem 50-jährigen Mann.
Speaker1: Mittlerweile musst du ja über KI-Identifikation machen, wenn du e-logst und
Speaker1: dann kannst du nur noch in deine Altersgruppe chatten. Das finde ich noch cool.
Speaker0: In dem Gamesinn ist es sowieso so, ist es noch recht heikel.
Speaker1: Fortnite. Schlimm mittlerweile.
Speaker0: Es wird Zeugs verboten. Es wird sicher auch noch ein Zeugs-Kode dazu,
Speaker0: wie Social Media oder wie man die will nennen.
Speaker0: Was passiert denn, wenn sich jemand nicht dran hält? Wenn du jetzt in Australien
Speaker0: wärst, Lillu, du bist 14, oder? 13? 13. Du bist noch 13.
Speaker0: Und hättest du jetzt Instagram oder TikTok installiert und die Polizei verwirrt,
Speaker0: dich beim TikToker. Was würde dann passieren?
Speaker2: Also ich und meine Eltern müssten keine Strafzahlen, aber Firma,
Speaker2: also jetzt zum Beispiel, wenn es TikTok ist, muss TikTok in Australien 49,5 Millionen zahlen.
Speaker0: Also maximal Straf.
Speaker2: Ja.
Speaker0: Aber 49 Millionen Schützenfrancher.
Speaker2: Australische Dollar. Ja, 25 Millionen. Hast du umgerechnet?
Speaker0: 15 Millionen Schweizer Franken. Genau. Cool, gut.
Speaker0: Ja, wir wollen es da durchsetzen, wir wollen es da kontrollieren,
Speaker0: weiss man da schon etwas.
Speaker0: Oder ist jetzt einfach mal ein Beschluss, wir wollen da verbieten,
Speaker0: die Konzerne lösen das Problem.
Speaker1: Ich glaube, es geht halt, du musst eventuell registrieren, du musst halt Face-ID oder halt eine ID.
Speaker1: Aber ich meine, im Endeffekt kann ich einfach meiner Mutter sagen,
Speaker1: ja komm, registriere du, die darf ich mich damit trotzdem schauen,
Speaker1: ich kann nachher trotzdem schauen.
Speaker1: Im Endeffekt, sorry, aber es ist easy zu machen, man kann es gar nicht sicher
Speaker1: machen, das geht gar nicht.
Speaker0: Wie ist es denn heute geregelt? Also sagen wir, wir haben ja vorhin jetzt darüber
Speaker0: gesprochen, dass 13-Jährige oder noch jüngere auf Plattformen unterwegs sind,
Speaker0: die für viele Ältere eigentlich in den AGBs drin wären und alle haben es.
Speaker0: Wie macht man das denn heute?
Speaker0: Wie hoch ist die Latte, um überhaupt dort reinzukommen? Was brauchst du,
Speaker0: um einen Instagram-Account zu bekommen?
Speaker1: E-Mail-Adresse? Viel mehr brauchst du eigentlich nicht.
Speaker0: Und du musst am richtigen Ort noch ein Hügel machen und sagen, bei 13 habe ich gesehen.
Speaker1: Ja, ich bin ja.
Speaker0: Ja, aber wenn du jetzt siebte bist, kannst du das auch machen,
Speaker0: mit einer E-Mail-Adresse.
Speaker1: Ja, sicher, aber...
Speaker0: Und du kriegst ja von der Schule eine E-Mail-Adresse. Also die Eltern,
Speaker0: ihr würden nichts gestraft.
Speaker0: Die Konzerne, wenn es mit bis zu 49 Millionen australischen Dollar sind,
Speaker0: 25 Millionen Schweizer Franken nicht, oder 25,5 oder so. Wie wollen sie das kontrollieren?
Speaker0: Beziehungsweise meinst du, ein US-Konzern wie Meta, Facebook,
Speaker0: WhatsApp, Instagram, meint ich. Wie meinen das?
Speaker0: Was machen die? Die sagen, machen wir doch sofort. Jawohl, Australier,
Speaker0: wir machen das sofort. Oder was denkst du, was machen die? 49 Millionen ist
Speaker0: doch viel für die. Vielen Dank.
Speaker2: Im Meta, ich glaube, es ist so, dass sie in zwei Stunden schon 50 Millionen Franken machen.
Speaker2: Also, das juckt sie mir nicht.
Speaker0: Und dann haben sie noch einen Präsidenten, der sagt, wir wollen keine Regulierung
Speaker0: in Australien. Aber ich glaube, da ist das letzte Wort auch noch nicht gesprochen.
Speaker0: Er sagt, sie müssen jetzt unsere Konzerne gar nicht behindern am Geld verdienen.
Speaker0: Noch schon von dem her kostet die Dase ein Lächeln.
Speaker0: Wieso glauben Sie, dass die Konzerne kein Interesse daran hat,
Speaker0: um alle Kontrollen wirklich durchzusetzen?
Speaker2: Weil so Zuschauer verlieren. Sie verlieren die Jugendlichen und so.
Speaker0: Und genau die sind ja noch die, die in der Zukunft dran hängen bleiben.
Speaker0: Die will man ja schon süchtig machen, das ständig schauen.
Speaker0: Angenommen, Sie nennen es ernst. Wie will man das kontrollieren?
Speaker0: Ja gut, die Eltern, du kannst ein Foto hinlegen.
Speaker0: Wenn die Eltern das auch nicht wollen, dann brauchst du irgendwen,
Speaker0: wo du sein Gesicht hinhaben.
Speaker1: Du, also man hat jetzt auch Kontakte, die wahrscheinlich 18 Jahre alt sind,
Speaker1: die das für mich machen könnten.
Speaker1: Das wäre jetzt nicht so schwierig, grundsätzlich. Im Endeffekt ist das gleiche
Speaker1: wie mit dem Alkohol. Ich frage ihn ja, besorgst du mal ein Bier,
Speaker1: dann besorgst du mal ein Bier im Endeffekt.
Speaker1: Ich mache das jetzt nicht, aber wäre das gleiche.
Speaker0: Jetzt aber angenommen, es gibt technische Möglichkeiten. Zum Beispiel dein Handy ist eindeutig.
Speaker0: Und hinter dem Handy steht auch ein Name. Gut, habt ihr die Handynummer über
Speaker0: die Eltern registriert?
Speaker1: Ich weiß nicht.
Speaker0: Und die Eltern haben auch ein Datum angegeben, das heisst, wenn ihr jetzt einen
Speaker0: Account nicht nur über eine E-Mail-Adresse machen müsstet, sondern über die
Speaker0: Handynummer, dann wissen wir schon.
Speaker0: Und wenn du dort irgendeinen Service hättest, sagst du, ich habe hier eine Handynummer
Speaker0: mit dieser und dieser Nummer, wie alt ist die Person hinten dran,
Speaker0: könntest du es schon relativ easy machen.
Speaker0: Und WhatsApp funktioniert nur eine Handynummer an einen Account.
Speaker0: Du kannst nicht mehrere Accounts machen, du kannst bei Instagram einfach ein
Speaker0: paar E-Mail-Adressen und dann kannst du auch mehrere Accounts machen, wenn du willst.
Speaker0: Aber über die Handynummer könntest du es doch lösen. Würdest du dann mitcheaten?
Speaker0: Hattest du dann einen Plan?
Speaker1: Dann wird es früher oder später Fake-Handynummern geben, wie mit den Fake-E-Mail-Adressen.
Speaker0: Meinst du, dass du Geschäfte mitmachen, dass du eine Handynummer mieten,
Speaker0: die daran erwachsenen steht? Mhm.
Speaker0: Also müssen wir da eigentlich gerade so einen Service aufziehen,
Speaker0: dann kannst du richtig Geld verdienen zu Australien.
Speaker0: E-I-D, sagt auch da etwas.
Speaker0: Elektronische Identitätskarte, E-I-D. Das ist quasi wie die Identitätskarte,
Speaker0: die vermutlich alle haben, zum Beispiel aus dem Ausland reisen,
Speaker0: mindestens. Die stellt ja den Status aus.
Speaker0: Und das kann man auch digital machen, mit einem eindeutigen Fingerprint,
Speaker0: wo du nachschauen kannst, ist die Person auch die, die sie vorgibt,
Speaker0: zu sehen. Das kannst du auch digital machen.
Speaker0: Und dann wird es natürlich schon schwierig, oder schwierigen, um es umzugehen.
Speaker0: Und auch dort ist ja wieder die Telefonnummer. Wenn du jetzt eine Idee hast,
Speaker0: und du kannst nur einen Insta-Account aufmachen damit, dann haben sie dich auch relativ klar getragen.
Speaker0: Du kannst dir vorstellen, wenn du einen Service hast, die das macht,
Speaker0: die kontrollieren das natürlich genau.
Speaker1: Ich sage noch KI.
Speaker0: KI, was meinst du mit?
Speaker1: Ja, mit KI kannst du alles umgehen. Da kannst du ein Foto von dir machen,
Speaker1: wo du einfach zum Beispiel 16 ausgesehen hast, auf dem Foto mit KI.
Speaker1: Dann erkennt der KI selber nicht mehr.
Speaker0: Also Identitätscheck, das kannst du heute auch ein bisschen schlauer machen.
Speaker0: Also zum Beispiel nur bewegte Bilder und wenn du musst Karten nicht ins Ding
Speaker0: sein haben und so, also das wird dann schwierig mit KI zu gehen.
Speaker0: Also die wollen die Idee anschauen, die wollen sich auch ins Merkmal gesehen,
Speaker0: Die wollen auch sehen, dass du sie bewegst und sie sagen, du kannst sie mal
Speaker0: da zeigen, du kannst sie mal da zeigen. Da kannst du alles noch mit...
Speaker1: Eben, dann musst du es so.
Speaker0: Da kannst du mit Kaino faken, aber dann musst du mit den Videos bereitstehen
Speaker0: und genau das machen. Also es wird schon schwieriger.
Speaker0: Aber es wird umgehen werden können auf irgendeine Art.
Speaker1: Irgendwann früher oder später, weisst du, Technik macht einen Schritt und wirkt
Speaker1: viel zwei Minuten später, hat wieder irgendeinen Weg gefunden, um es umgehen.
Speaker1: Es ist immer, wir können Sicherheitslücken machen, was wir...
Speaker1: Irgendwann findet immer irgendwas,
Speaker1: um es irgendwie umgehen. und das kannst du auch im Tresor machen.
Speaker1: Du kannst noch so fette Wände und noch so fette. Es geht schnell und dann hat
Speaker1: jemand die Mittel wieder so öffnen kann.
Speaker1: Im Endeffekt, man kann es nie 100% sicher machen. Man kann einfach sagen,
Speaker1: das haben wir gemacht, das ist das, was wir machen können.
Speaker2: Es ist ja das Ziel, dass Kinder und Jugendliche nicht so viele auf sozialen
Speaker2: Medien unterwegs sind, aber theoretisch könnten sich die Eltern einfach anmelden,
Speaker2: alles ausfüllen und so, selber dort rum sein
Speaker2: und dann einfach die Kinder geben, damit sie auch ein bisschen Zeit damit haben.
Speaker0: Wenn wir vielleicht mal ins Thema hineingehen, wie ist es überhaupt gekommen?
Speaker0: Und wie viele Älteren finden auch, dass es gut ist oder nicht gut?
Speaker0: Gibt es einen speziellen Fall oder gibt es Trends? Wie ist Australien unterwegs?
Speaker0: Wieso können Sie darauf als Erste auf der ganzen Welt einfach sagen,
Speaker0: jetzt ist es einfach fertig, 10.12.2025, wir verbieten jetzt das Social-Medien-Gedöns?
Speaker1: Über suizige Gedanken, Selbstverletzung und Depressionen, die über die sozialen
Speaker1: Medien halt einfach kommen. Das ist anzwinglich.
Speaker1: Das kann sein, dass du irgendwelche Models siehst auf Instagram,
Speaker1: die sagen, mach da und da und da und dann bist du also dünner.
Speaker1: Machst du das, dann wirst du zu einem magersüchtigen Küppel und irgendwann hast
Speaker1: du keine Lust, springst du vor der Brücke.
Speaker0: Ist das in Australien einfach so ein Zack beschlossen? Das ist sicher auch ein Prozess.
Speaker1: Nein, ich wollte es schon länger.
Speaker2: Anfang 2025 haben sie eine Studie angefangen und dort haben sie herausgefunden,
Speaker2: dass 96% der Kinder, also 10-15-Jährige, soziale Medien gebrauchen.
Speaker0: 96%?
Speaker2: Ja, 96%.
Speaker0: Wie denkt ihr, ist das bei uns ähnlich?
Speaker1: Bei uns sind es wahrscheinlich 99%.
Speaker2: Und sieben von zehn von diesen 96% haben schädliche Inhalte gepostet,
Speaker2: eben mit Suicide oder so.
Speaker0: Das Ding ist ja, ein System oder Leute können dich in Suizid treiben, andere.
Speaker0: Die immer weiter treiben, dass sie irgendwann einfach aus einer Kurzschlussreaktion,
Speaker0: also du kommst zum Fenster aus, ohne zu überlegen.
Speaker1: Da gibt es Menschen, die können heute mit ihren Gesprächen anfangen,
Speaker1: du bist jetzt noch ganz gut und morgen bringst du dich selber um.
Speaker0: Ja, aber wieso denn?
Speaker1: Manipulation. Es gibt so Bücher, die sind verboten.
Speaker1: In der bürgerländischen Verführung kannst du Menschen zu allem bringen.
Speaker1: Du kannst Menschen damit in der
Speaker1: kürzeste Zeit dazu bringen, sich von einem normalen Menschen umbringen.
Speaker0: Es gab schon ganz früh Facebook-Studien. Facebook ist ja die Mutter von allen sozialen Medien.
Speaker0: Nein, es gab schon andere vorne, aber die, die sich am schnellsten durchgesetzt haben.
Speaker0: Die haben Studien gemacht, wie sie die Leute beeinflussen, ob sie depressiv oder positiv sind.
Speaker0: Die haben selber psychologische Studien gemacht, wo gezielt die einen Leute
Speaker0: eher positive Sachen eingeblendet haben und die anderen eher negative Sachen,
Speaker0: haben dann auch in denen eher eine Posts wieder analysiert.
Speaker0: Weil anhand von dem, wie du wieder darauf reagierst, merkst du, wie du darauf bist.
Speaker0: Und die haben ganz klar gesehen, du kannst Leute beeinflussen und manipulieren.
Speaker0: Und da sind wir nämlich bei einem wichtigen Thema. Australien hat schon lange
Speaker0: erkannt, dass Jugendliche sich nicht gegen manipulative Systeme selbst schützen können.
Speaker0: die Erwachsenen können jetzt ja schon nicht richtig. Also die wenigsten von den Älteren checken es.
Speaker1: Aber das können Jugendliche gar nicht, das ist bewiesen, weil der Frontlappe,
Speaker1: der ist bis 21, nicht 100% ausgelapt und der ist dafür da zu nachdenken.
Speaker1: Jugendliche denken nicht nach. Ja hey, aber wenn ein Jugendlicher sagt,
Speaker1: hey, ich gehe jetzt den Wandagel sprayen, zum Beispiel, ist jetzt ein Tumspit, dann machst du es,
Speaker0: Ohne zu überlegen.
Speaker1: Und denkst aber im Nachhinein, fuck, das hat jetzt Konsequenzen,
Speaker1: aber du hast es halt schon gemacht und dann ist es Sport und wenn du dann halt
Speaker1: von der Brücke springst,
Speaker0: Genau, also Australien hat ja schon lange harte Gesetze gegen Cybermobbing und
Speaker0: sie haben Melde- und Löschpflichten, wie es die EU probiert umzusetzen und wieder
Speaker0: durch die US-Regierung teilweise wieder probiert wegzukriegen,
Speaker0: damit diese Firmen Geld verdienen können.
Speaker0: Und sie haben Geldstrafen gemacht und auch so Moderationspflichten.
Speaker0: Und all diese Vorfälle, Lillu, was ist passiert?
Speaker0: Was ist die letzten paar Jahre passiert in Australien?
Speaker2: Es hat mega viele Jugendliche mit Angststörungen gegeben, Depression, Selbstverletzungen
Speaker2: Und eben Selbstschmackgedanken.
Speaker0: Suizidgedanken, bis hin zu Suizid, glaube ich auch.
Speaker2: Ja.
Speaker0: Und da haben natürlich ein paar Leute gesehen und da hat es einen Druck vermutlich
Speaker0: gegeben, oder? Was auch noch gesehen ist, eben zum Beispiel da...
Speaker2: Der Vergleichsdruck.
Speaker0: Du hast ein bisschen davon erzählt gehabt, dass du ein bisschen auch schon so
Speaker0: ein Erlebnis gehabt hast, oder?
Speaker2: Ja, eben das ist das Problem, du lässt dich eben einflussen.
Speaker2: Also, du hast jetzt ein bisschen hart gesagt, aber dein Hirn vergiftet dich ein bisschen.
Speaker2: Weil du Sachen schaust und dann denkst du, ich würde auch gerne so etwas sehen.
Speaker0: Es ist immer alles hochglanz und super und schön, oder?
Speaker2: Genau.
Speaker1: Aber das ist nicht, dass du dann denkst, im Kopf hinein, fack ich muss so,
Speaker1: fack ich muss so, das machst du eben gar nicht bewusst.
Speaker1: Das ist nicht in deinem Gedanken, das ist in deinem Unterbewusstsein.
Speaker1: Und für dein Unterbewusstsein kannst du eben gar nichts.
Speaker1: Weil die Instagram, die sind nicht einfach Videos. Die Typen sind verdammt,
Speaker1: die wissen genau, wie das dein Unterbewusstsein hineinbringt.
Speaker1: Dann ist es nicht einfach in deinem Kieren und du denkst daran.
Speaker1: Dann ist es in deinem Unterbewusstsein und du denkst gar nicht bewusst daran,
Speaker1: aber du musst, du kannst gar nicht anders.
Speaker1: Das ist eigentlich Manipulation auf höchstem Niveau und das ist sehr gefährlich
Speaker1: für dein Leben, weil du einfach gar nichts dagegen kannst.
Speaker0: Ich denke noch an die Challenges, wo teilweise Leute irgendwo vom Balkon runtergefallen
Speaker0: sind, weil sie Blanking gemacht haben, weil sie auch wollten,
Speaker0: wo haben sie wollen? Sie wollten einfach ein paar Views.
Speaker0: Hot Chip. Ah ja, Hot Chip.
Speaker1: Aber dann wollen wir auch nicht reden. Oder weißt du, was war die Challenge?
Speaker1: Ah ja, auf die Schule willst du gehen, randalieren?
Speaker0: Oder die Pille schmeissen, schauen, welche Pille haben wir daheim hin und dann
Speaker0: einfach mal rein schmeissen.
Speaker0: Wir können noch weitergehen. Also du, Lilu, du hast einen sozialen Vergleichsdruck eigentlich.
Speaker2: Ja, ich bin jetzt gerade so lange los, weil ich mein Selbstbewusstsein wieder aufgebaut habe.
Speaker2: Und es juckt mich schon ein bisschen, weil Leute von mir denken und so aber nicht mehr so fest.
Speaker0: Scheiss drauf.
Speaker2: Genau.
Speaker0: Und dann sind, glaube ich, in Australien diverse Sachen vorgefallen,
Speaker0: so die letzten paar Jahre.
Speaker0: Mit Jugendlichen, eben so Suizid, Selbstverletzungen und so.
Speaker0: Kenne ich diese Sachen auch von euch in der Schule?
Speaker1: Ich kenne Leute, die sind nicht unbedingt von da jetzt, aber die haben sich
Speaker1: die ganze Hand aufgeritzt und dann noch einen TikTok aufgeladen,
Speaker1: wo sie gesagt haben, ich will nicht mehr und Pile in der Hand haben.
Speaker0: Cybermobbing und so eine Geschichte gibt es bei AWA, oder? Ganz klar.
Speaker2: Ja, das gibt es.
Speaker0: Jetzt definitiv, habt ihr auch schon beobachtet. Was ist denn in Australien
Speaker0: passiert, in der Tendenzen zugenommen hat?
Speaker0: Die Eltern haben wählt, dass die Politik etwas dagegen macht.
Speaker0: Die Medien haben auch verstärkt darüber berichtet.
Speaker1: Sie haben eigentlich versucht, mit einer freiwilligen Selbstregulierung zu arbeiten.
Speaker1: Aber da ist halt einfach gescheitert.
Speaker1: Auch wenn sie sagen, es ist ab 16 Uhr empfohlen, es interessiert im Endeffekt einfach keinen.
Speaker0: Also wo war die freiwillige Selbstregulierung?
Speaker1: Dass Instagram, TikTok und dazu einfach alles ab 16 Uhr empfohlen wird.
Speaker1: Aber im Endeffekt interessiert es halt einfach niemand.
Speaker0: Aber konkret, also Altersschutz, Alterskontrolle und was noch mehr?
Speaker0: Gehört noch dazu, zur Selbstregulierung, zur Freiwilligen?
Speaker1: Bildschirmzeit, also weniger daran sind halt auch, aber im Endeffekt...
Speaker0: Selbstwillige, freiwillige Kontrolle von der Industrie, also von denen,
Speaker0: die so Sachen anbieten. Was würde das heissen?
Speaker2: Content-Moderation.
Speaker0: Was heisst das? Nicht in der Post wird so veröffentlicht, sondern,
Speaker0: Es läuft zum einen zuerst vielleicht die KI durch, die noch Sachen kontrolliert
Speaker0: und die Menschen haben noch daran kontrolliert, geht das raus oder nicht.
Speaker1: Im Endeffekt kann auch einfach gar nicht alles kontrolliert werden,
Speaker1: weil wenn noch so viel Scheisse durchkommt.
Speaker0: Die Konzerne haben dort sogar die Moderationen und das Zeug schon gerne noch abgebaut.
Speaker0: Und dazu haben da so alte Angaben mit einer E-Mail-Adresse, wo man schon darüber
Speaker0: geredet kann, man kann es gut fälschen.
Speaker0: Eigentlich sind die wirtschaftlichen Interessen einfach da von so einer Firma.
Speaker0: Und die werden? Was sind die Wirtschaftsinteressen von Meta, Alfa und Company?
Speaker1: Dass viele Zuschauer haben, weil das Geld bringt.
Speaker0: Werbung, Geld verdienen. Und das reguliert sich selber nicht aus.
Speaker0: Also hat Australien was gemacht?
Speaker1: Verbot statt strengere Regeln. Weil Politik sagt, Industrie regelt sich nicht
Speaker1: selber. Und das ist auch so.
Speaker0: Was sind die Argumente für diese Sache? Und da gibt es verschiedene Stakeholder.
Speaker0: Welche sind denn die Stakeholder? Die einen sind zum Beispiel die Jugendlichen.
Speaker0: Was sagen die Jugendlichen? Die kackt es natürlich vermutlich an, oder?
Speaker2: Ja, safe.
Speaker1: Also, wir werden es auch an kacken, aber im Endeffekt kannst du halt nichts
Speaker1: dagegen machen. Dann gibt es einfach die, die dann cheatet und die,
Speaker1: die es halt akzeptieren sollen. Das ist ja so.
Speaker0: Und dann geht es zum Beispiel um die Eltern und so. Was sagen die?
Speaker1: Die sagen, je nachdem wir halten uns das Gesetz. Oder die sagen,
Speaker1: je nachdem, weisst du, was du willst.
Speaker0: Aber es ist ja vor allem von den Eltern aus eigentlich gekommen.
Speaker0: Also die haben den Druck auf die Politik aufgebaut.
Speaker1: Aber nicht vor allen, das ist eben das Problem.
Speaker0: Das sind nicht alle, die schauen. Aber in Australien ist das Bewusstsein schon
Speaker0: eine Runde höher als bei uns.
Speaker0: Wer hat auch noch Interesse an dem Ganzen? Was sagt Google und Meta, Reddit X und so?
Speaker1: Dass er technisch kaum richtig umsetzbar ist und es ist auch für sie eigentlich unfair.
Speaker1: Weil sie versuchen, es umsetzten, aber im Endeffekt können sie es nicht sicher
Speaker1: machen und danach kommen sie die Strafe über, obwohl sie eigentlich machen, was sie können.
Speaker0: Meinst du, sie machen, was sie können?
Speaker1: Wenn sie versuchen, mit KI zu erkennt, man kann sie nicht 100% sicher machen,
Speaker1: wenn sie noch einfach die Eltern für Kinder haben.
Speaker0: Und wenn sie mit dem Staat zusammenarbeiten, eine E-ID akzeptieren und sagen,
Speaker0: nur das ist es, dann würden sie natürlich einen Haufen Kunden verlieren,
Speaker0: aber sie könnten es lösen. Sie
Speaker0: könnten es garantiert lösen. Sie könnten es lösen, wenn sie es möchten.
Speaker0: Mit EID, mit zum Beispiel die Handynummer sauber registrieren.
Speaker1: Aber wenn sich dann alles die Mutter macht?
Speaker0: Dann kriegst du keinen Account, wenn du es sauber machst. Du musst für deine
Speaker0: Handynummer diese alten Hände legen.
Speaker1: Eben, wenn sich dann die Mutter bei Instagram einloggt, für mich.
Speaker0: Dann geht es definitiv nicht.
Speaker1: Ja eben, aber darum kann es gar nicht 100% sicher machen.
Speaker0: 100% nicht, aber sie könnten etwas machen.
Speaker1: Aber das probieren sie auch. einigermassen. Da, wo es einfach müssen,
Speaker1: machen sie es halt schon.
Speaker0: Ja, aber wenn jetzt Australien mit dem Verbot kommt, was machen sie denn?
Speaker1: Sie probieren so wenige Regeln wie möglich, damit sie halt trotzdem noch Kunden
Speaker1: haben, aber im Endeffekt schiessen sie es eigentlich nicht, weil sie kriegen nachher Buss.
Speaker0: Ja, da haben wir ja vorhin nicht geredet.
Speaker1: Ja.
Speaker0: Zwei Stunden haben sie die wieder drin.
Speaker2: Ja, das ist krass.
Speaker0: Dann gibt es eben so Bürgerrechtsdigital, Digital Rights Organisationen,
Speaker0: die ganz klar sagen, ja, wir wollen den nicht verbieten.
Speaker0: Die sind eher dafür, dass jeder da macht, was er will.
Speaker0: Es gibt auch noch diese Seite, also keine Kontrolle.
Speaker0: Wichtig ist noch die Wissenschaft. Wir haben vorhin darüber gesagt,
Speaker0: Frontallab-Thema, Suchtgefahr, Beeinflussung etc.
Speaker0: Die sagen ganz klar, wir haben zwar noch keine eindeutigen Resultate,
Speaker0: vielfach, weil es halt noch zu junges Thema ist, aber es ist ganz klar ein Problem.
Speaker0: Wir müssen etwas machen, weil wir haben immer mehr psychisch kranke Kinder.
Speaker0: Da können wir auch die Schweiz schon beobachten.
Speaker0: Es hat natürlich einfach Konflikte drin, also es meint er, bei vormundig, oder?
Speaker0: Ja, muss man auch schützen, oder muss man wenn man auch bevormundet, oder meint ihr?
Speaker2: Bisschen beides, weil schlussendlich wir brauchen es später vielleicht.
Speaker1: Ich finde, schützen, ja. Weil bevormunden ist es immer ja, da,
Speaker1: da und da und da. Und schützen ist halt...
Speaker0: Und Eigenverantwortung, kann man es allen Menschen zutrauen,
Speaker0: dass sie es selber raffen, ihre Kinder zu beschützen?
Speaker0: Es geht ja vor allem um die Erwachsenen, die Kinder beschützen.
Speaker0: Ich kenne viele Erwachsene, die damit aufgewachsen sind und überhaupt keinen
Speaker0: schlauen Umgang mit Medien.
Speaker1: Wenn du nicht schläfst, einfach einmal fett in die Wand rein,
Speaker1: einen Hammer und dann checkst du es.
Speaker0: Nein, du checkst es nicht. Ich habe schon so nicht erlebt, die haben es nicht gecheckt.
Speaker0: Die sind mit deinem Alter schon voll psychisch draufgesehen,
Speaker0: einmal in der Woche, teilweise stationär, voll depressiv unterwegs.
Speaker2: Da kannst du deine Kinder nicht alleine lassen. Und du kannst auch nicht allen
Speaker2: Eltern machen, wenn ich will oder so. Das geht nicht.
Speaker1: Es wird immer Älteren geben, die es einfach nicht interessieren, was das Kind macht.
Speaker0: Weil sie es auch nicht verstehen, oder? Oder egal ist, oder eigentlich keine Zeit haben.
Speaker0: Ich schließe ab mit ein paar Original-Statements aus der Politik.
Speaker0: Zum Beispiel, wir schützen Kinder und nicht Plattform-Profit.
Speaker0: Die Jugendlichen sagen, redet mit uns und nicht über uns.
Speaker0: Das ist übrigens ein Grund, wieso wir da versuchen, das Ganze aufzuarbeiten.
Speaker0: Gehen die Schule raus, reden mit auch noch die Kolleginnen und Kollegen darüber,
Speaker0: was würde es da für uns bedeuten, wieso?
Speaker0: Ich verstehe das Problem eigentlich, wie könnte man es vielleicht wirklich lösen?
Speaker0: Die Lösung liegt vielleicht schon bei dir.
Speaker0: Die Eltern sagen, ja endlich lassen sie uns nicht allein, wir können doch nicht
Speaker0: alles kontrollieren und die Techfirmen sagen, ja ja, das Gesetz ist gut gemeint,
Speaker0: schlecht gemacht, das kriegen wir nie her.
Speaker0: Meinen aber, eigentlich wir verdienen kein Geld. Kommen wir zum Schluss.
Speaker0: Spannendes Thema, diskutieren es. Wir sind gesehen Lilu und Dario.
Speaker0: Schönen Abend Guten Mitteln, danke.
Speaker2: Gleichfalls. Danke, gleichfalls. Tschüss.
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