1405: Volle Episode: Jennifer Abderhalden
Shownotes
In dieser Folge sprechen Sarina und Noel über das Appenzeller Heilbad und darüber, welche Aufgaben der Verwaltungsrat dort hat. Sie lernen Jennifer Abderhalden kennen, die als Verwaltungsrätin im Heilbad mitarbeitet und nebenbei auch in einem Treuhandbüro arbeitet und unterrichtet.
Wir erzählen auch etwas über Jennifers persönlichen Hintergrund. Sie spricht über ihre Familie, ihre Tochter, ihre Reisen und ihre Vorliebe für Natur und Berge. Besonders wichtig sind für sie Bergläufe; dafür trainiert sie mehrmals pro Woche und läuft oft in der Region Appenzell oder im Alpstein.
Im Gespräch lernen wir, was ein Verwaltungsrat im Heilbad macht. Wir besprechen, wie Entscheidungen getroffen werden, wie man mit unterschiedlichen Meinungen umgeht und welche Fragen dabei wichtig sind. Dabei geht es auch um die Planung der Entwicklung des Heilbads und darum, wie das Geld sinnvoll eingesetzt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geschichte des Appenzeller Heilbads. Wir erfahren, dass es seit über 300 Jahren bekannt ist und auf mineralstoffreiches Quellwasser zurückgeht. Früher gab es dort ein Mineralbad mit Restaurant und Gästezimmern, während das Heilbad heute in seiner jetzigen Form seit etwa 40 Jahren besteht.
Zum Schluss sprechen wir über die Corona-Zeit und die finanziellen Herausforderungen für das Heilbad. Wir hören, dass zeitweise geschlossen werden musste, Kosten eingespart werden mussten und auch staatliche Hilfe wichtig war. Ausserdem geht es um die Öffnungszeiten, den Unterschied zwischen Sommer und Winter und den Wunsch, dass das Heilbad auch in Zukunft ein Ort bleibt, an den viele Gäste gerne kommen.
Credits
- Recherche: Sarina, Rosa, Emil, Noel, Robin
- Vorbereitung: Sarina, Rosa, Emil, Noel, Robin, Lucie, Gabriela, Michael, Michael, Schwoegi
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Cover: Eva und Team Rot mit KI
- Publikation: Schwoegi
- Foto: Rosa
- Musik: Michael und Team Rot mit Suno
Transkript anzeigen
Jennifer: Als erstes fragen wir uns, wieso ist das so? Wo geht denn das Geld hin, wo immer weniger wird?
Kidz: Hoi zusammen und willkommen beim Podcast der 4. Klasse im Appenzeller Heilbad.
Kidz: Während unserem Lager im Kaien haben wir das Appenzeller Heilbad in Unterrechstein besucht.
Kidz: Mein Name ist Noel. Und mein Name ist Sarina. Wir haben uns mit dem Apezzeller
Kidz: Heilbad befasst und stellen einige Personen aus dem Heilbad vor.
Kidz: Vor allem möchten wir wissen, welche Jobs es im Heilbad gibt und wollen etwas
Kidz: über die Menschen hinter diesen Jobs wissen.
Kidz: Willkommen Jennifer Abterhalden. Schön, dass du Zeit hast, mit uns zu reden.
Jennifer: Hallo miteinander. Danke vielmals für die Einladung.
Kidz: Jennifer, wer bist du?
Jennifer: Ich bin 48, bin das Älteste von vier Kindern.
Jennifer: Ich habe selber eine Tochter, die Johanna heisst, die 20 ist,
Jennifer: die Tiermedizin studiert.
Jennifer: Nebst dem, dass ich Verwaltungsrätin bin, hier im Appenzeller Heilbad,
Jennifer: arbeite ich auch noch in einem Treuhandbüro.
Jennifer: Und ich unterrichte auch noch ein bisschen. Einerseits manchmal als Lehrerin
Jennifer: auf der Primarstufe oder auch an der Fachhochschule, wo ich unterrichte.
Jennifer: Ich reise mit meiner Tochter sehr viele Sachen auf der Welt.
Jennifer: Etwas vom Schönsten, das ich gesehen habe, war die chinesische Mauer.
Jennifer: Das hat mir sehr viel Eindruck gemacht.
Jennifer: In meiner Freizeit mache ich sehr gerne Bergläufe.
Jennifer: Ich mache Marathon in den Bergen. Das heisst, es sind 42 Kilometer,
Jennifer: wo man rennt. Und dann aber noch den Bergauf und den Bergab.
Jennifer: Das ist ziemlich streng. Da muss ich sehr viel trainieren, damit ich dort mitmachen kann.
Kidz: War es schwierig, mit drei Geschwisterten zu leben?
Jennifer: Ja, also schwierig. Es war auch schön. Es gab immer jemanden zum Spielen, aber auch zum Streiten.
Jennifer: Aber wir haben sehr viel Playmobil gespielt mit meinen Geschwistern.
Jennifer: Oder mein Bruder und ich. Wir haben immer die gleichen Bücher gelesen,
Jennifer: so Krimis. Und dann hat er auf die Weihnachten eine Ehrenband bekommen.
Jennifer: Und ich habe eine Band bekommen.
Jennifer: Und nachher, weil ich ja älter war, konnte ich ein bisschen schneller lesen wie mein Bruder.
Jennifer: Da musste ich meinem Bruder immer sagen, er müsse gleich schnell lesen wie ich,
Jennifer: damit wir gleichzeitig mit den Büchern fertig sind, damit wir duschen können.
Jennifer: Das ich nicht habe warten müssen.
Kidz: Wieso darfst du so gerne reisen?
Jennifer: Ich habe mega gerne fremde Kulturen und auch verschiedene Landschaften.
Jennifer: Darum gehe ich mega gerne reisen. Ich habe mega gerne Natur.
Jennifer: Ich war zum Beispiel auch in Afrika. Ich habe euch auch erzählt,
Jennifer: dass ich mega gerne Bergläufe mache. Ich bin sehr gerne in den Bergen.
Jennifer: Letztes Sommer habe ich etwas mega Lasses gemacht. und deshalb war ich letztes
Jennifer: Sommer auf Kilimandjaro.
Jennifer: Kilimandjaro ist der höchste Berg von Afrika, der ist fast 6000 Meter hoch.
Kidz: Wie viel musst du in der Woche trainieren, um bei so einem Marathon mitzumachen?
Jennifer: Das ist eine sehr gute Frage. Ich muss ziemlich viel trainieren,
Jennifer: also ich gehe 5-6 Mal in der Woche joggen, um für das zu trainieren.
Jennifer: Unter der Woche meistens am Morgen früh so eine halbe Stunde und dann am Wochenende
Jennifer: gehe ich so einmal 10-15 Kilometer rennen.
Jennifer: Ich gehe am liebsten bei uns im Appenzellerland. Ich gehe zum Beispiel auf
Jennifer: den Gäbris oder manchmal gehe
Jennifer: ich auch im Alpstein, zum Beispiel ins Plattenbödeli oder zum Seealpsee.
Jennifer: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, die man trainieren kann.
Kidz: Bist du beim Marathon schon mal aufs Podest?
Jennifer: Nein, leider nicht. Ich warte bis ich ganz alt bin, wenn ich etwa 80 bin,
Jennifer: in der Hoffnung, dass nur noch zwei andere mitmachen, werde ich dritt.
Kidz: Das Appenzeller Haibad hat ja so ein Fitnessstudio.
Jennifer: Genau.
Kidz: Darfst du einmal dort trainieren, auf dem Laufband?
Jennifer: Nein, dort trainier ich nicht auf dem Laufband, aber im Winter 2-3 Mal in der
Jennifer: Woche dort trainieren, Krafttraining machen.
Jennifer: Auf dem Laufband wollte ich nicht so gerne, weil ich lieber draussen renne.
Jennifer: Im Winter muss man sich ein bisschen wärmer anlegen und wasserfeste Schuhe haben,
Jennifer: aber dann kann man auch draussen draussen rennen.
Kidz: Lebst du in der Nähe des Appenzeller Heilbad?
Jennifer: Ja, ich lebe im Speicher. Da ist etwa eine Viertelstunde mit dem Auto.
Kidz: Macht dir das Ehreamt Spass?
Jennifer: Ja, mir macht das Amt als Verwaltungsrätin viel Spass vom Appenzeller Heilbad.
Kidz: Warum heisst das Amt eigentlich Verwaltungsrat?
Jennifer: Die Verwaltung bedeutet, dass man organisiert, planen und den Überblick behalten.
Jennifer: Und Rat bedeutet, dass wir mehrere Personen sind, die das zusammen machen.
Jennifer: Und darum heisst es Verwaltungsrat.
Kidz: Warum hast du dir das Appenzeller Heilbad ausgesucht?
Jennifer: Ich habe mir das nicht selber ausgesucht, sondern sie haben mir mal angerufen
Jennifer: vom Appenzeller Heilbad und haben gefragt, ob ich Interesse daran hätte,
Jennifer: in den Verwaltungsrat vom Appenzeller Heilbad zu kommen.
Kidz: Was machst du eigentlich im Heilbad an sich?
Jennifer: Als Mitglied des Verwaltungsrats ist es meine Aufgabe, zusammen mit den anderen
Jennifer: Verwaltungsräten und Verwaltungsrätinnen zu entscheiden, wie sich das Heilbad entwickeln soll.
Jennifer: Und wir schauen auch darauf, dass alles gut läuft hier.
Jennifer: Ich höre zum Beispiel immer ganz gespannt den Gästen zu, wenn ich hier im Heilbad
Jennifer: bin, um zu hören, was sie sagen, was ihnen gefällt oder was ihnen nicht so gefällt.
Jennifer: Und ganz viele haben es auch mega gute Ideen.
Jennifer: Und das merke ich mir dann, wenn ich das nächste Mal in einem Verwaltungsratssitzing,
Jennifer: erzähle ich Ihnen das, was ich gehört habe.
Kidz: Was genau macht ein Verwaltungsrat?
Jennifer: Der Verwaltungsrat hier im Appenzeller Heilbad besteht aus sechs Personen.
Jennifer: Gemeinsam treffen wir Entscheidungen. Das ist zum Beispiel vergleichbar wie
Jennifer: die Schulleitung, die wir in der Schule haben.
Jennifer: Wir überlegen uns, wohin sich das Heilbad entwickeln soll.
Jennifer: Wir kontrollieren aber auch, ob alles richtig gemacht wird. und wir stellen
Jennifer: zum Beispiel auch die Chefin oder den Chef vom Heilbad an.
Kidz: Wie entscheidet ihr, wofür die Firma Geld ausgibt?
Jennifer: Wir entscheiden nicht über jeden Einzelneinkauf. Wir entscheiden zum Beispiel
Jennifer: nicht, welches Putzmittel wir einkaufen.
Jennifer: Aber wir entscheiden, was wichtig ist für das Appenzeller Heilbad in der Zukunft.
Jennifer: Vielleicht haben wir gesehen, hier hat es auch noch einen Fitnessraum.
Jennifer: Da haben wir einmal entschieden, ob wir das Geld für einen Fitnessraum ausgeben wollen oder nicht.
Kidz: Wie löst ihr Streit im Verwaltungsrat?
Jennifer: Zum Glück haben wir nie direkt Streit miteinander, aber wir sind natürlich manchmal
Jennifer: unterschiedlicher Meinung.
Jennifer: Und dann diskutieren wir. Jeder von uns darf sagen, was er von dieser Sache
Jennifer: hält, was er meint und wieso er dafür oder dagegen ist.
Jennifer: Und am Schluss, wenn jeder gerettet hat, heisst es so und jetzt abstimmen wir.
Jennifer: Wer ist dafür und wer ist dagegen und die Mehrheit entscheidet.
Kidz: Wer entscheidet, wenn ihr euch nicht einig seid?
Jennifer: Dann diskutieren wir, wer und jeder sagen darf, was er meint.
Jennifer: Und dann gibt es eine Abstimmung, was dann heisst, wer ist dafür und wer ist dagegen.
Jennifer: Und jetzt sind wir die Sechste und dann könnte es ja sein, dass wir 3 zu 3 sind.
Jennifer: Und dann darf der Verwaltungsratspräsident entscheiden.
Kidz: Warum wollten Sie in den Verwaltungsrat?
Jennifer: Ich war schon ganz früh mit meiner Familie regelmässig hier im Appenzeller Heilbach baden.
Jennifer: Und es hat mir darum schon immer gefallen und darum hat es mich mega gefreut,
Jennifer: als sie mich gefragt haben, ob ich in den Verwaltungsraum kommen möchte und
Jennifer: so damit die Verantwortung auch übertragen kann, dass es der APZ Heilbad noch ganz lange gibt.
Kidz: Hilft dir das, was du in der Schule gelernt hast heute noch?
Jennifer: Ja, vieles hilft mir auch heute noch. Ich habe in der Schule nämlich nicht nur
Jennifer: Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt, sondern auch, wie man Sachen versteht
Jennifer: und auch Fragen stellen und dann entscheiden, wie es weitergehen soll.
Jennifer: Und all das hilft mir natürlich in meiner Tätigkeit als Verwaltungsrätin.
Kidz: Wenn du zaubern könntest, was würdest du an der Firma ändern?
Jennifer: Wenn ich zaubern könnte, würde ich dafür sorgen, dass wir hier im Appenzeller
Jennifer: Heilbad genug Zeit und vor allem auch genug Geld für all das haben, was uns wichtig ist.
Jennifer: Und dass wir sofort alles da machen könnten, was sich unsere Gäste oder auch
Jennifer: unsere Mitarbeitenden wünschen.
Kidz: Welchen Tipp gibst du mir, wenn ich später auch mal in den Verwaltungsrat gehe?
Jennifer: Ganz wichtig ist, dass man neugierig ist und sich für ganz viele Sachen interessiert.
Jennifer: Dann muss man lernen, gut denken und vor allem gute Fragen stellen.
Jennifer: Und ganz wichtig ist es auch, dass man zuhören kann und sich dann aber auch
Jennifer: traut, eine Entscheidung zu treffen.
Kidz: Was ist deine wichtigste Aufgabe im Verwaltungsrat?
Jennifer: Ich muss zusammen mit meinen Gespäntchen im Verwaltungsrat dafür sorgen,
Jennifer: dass es dem Heilbad gut geht und dass das noch ganz viele Jahre so bleibt.
Kidz: Was war dein erster Eindruck, als du hier angefangen hast?
Jennifer: Ich fand es sehr interessant, aber ich musste zuerst auch ganz viel lernen und auch verstehen.
Jennifer: Wie funktioniert so ein Heilbad? Vorher bin ich einfach hierher gekommen und
Jennifer: bin baden und habe mir gerne nicht überlegt, was es alles braucht.
Jennifer: Und das habe ich jetzt als Verwaltungsrätin lernen zu verstehen.
Kidz: Hast du ein Ziel für die nächsten fünf Jahre?
Jennifer: Ja, ich möchte, dass Heilbad auch in der Zukunft ein Ort ist,
Jennifer: wo ganz viele Gäste sehr gerne herkommen.
Kidz: Was tötet ihr, wenn die Organisation Geld verliert?
Jennifer: Als erstes fragen wir uns, wieso ist das so? Wo geht denn das Geld hin, das immer weniger wird?
Jennifer: Gibt es möglich, dann fragen wir uns, können wir irgendwo Geld sparen?
Jennifer: Oder auch, können wir irgendwie mehr Geld verdienen?
Kidz: Wie gönnt ihr mit Konkurrenz von anderen Heilbädern um?
Jennifer: Ihr habt es ja gesehen, unser Heilbad ist eher klein, da können gerne nicht
Jennifer: so viele Leute auf das Mal hinzukommen.
Jennifer: Und darum ist es auch gut, dass es nicht nur das Appenzeller Heilbad gibt,
Jennifer: sondern auch noch andere Heilbäder und Hallenbäder, die man hinzugehen kann.
Jennifer: Diese braucht es nämlich. Manchmal schauen wir aber bei unseren Konkurrenten,
Jennifer: was sie vielleicht besser machen als wir. Da können wir etwas abschauen,
Jennifer: das ist nicht so wie die Schule verboten.
Jennifer: Aber manchmal machen wir auch bewusst etwas anderes als unsere Konkurrenten.
Kidz: Seit wann gibt es ein Heilbad?
Jennifer: Das Appenzeller Heilbad gibt es schon sehr lange. Seit über 300 Jahren haben
Jennifer: wir hier den besonderen Schatz, dass wir das Quellwasser haben,
Jennifer: das ganz reich an Mineralstoffen und Spurenelementen ist.
Kidz: Wie entstand das Heilbad?
Jennifer: Das muss ich jetzt schnell ein bisschen ausholen. In dieser Bezählerchronik
Jennifer: hat der Pfarrer Bischof Berger das Heilwasser bereits vor über 300 Jahren erwähnt.
Jennifer: Und auch ein Chronist, Gabriel Rüesch, hat das Heilbad bereits vor 200 Jahren
Jennifer: erwähnt. Und er hat gesagt, das Wasser von Unterreststein gehört zu den kalten Schwefelquellen.
Jennifer: Man räumt es vorzüglich bei Haut, Glieder und Frauenkrankheiten.
Jennifer: Früher, ihr seht es hier unten, hat es noch so ein Restaurant.
Jennifer: und das war das ehemalige Mineralbad.
Jennifer: Dort hatte es im Keller unten eine Badewanne.
Jennifer: Also so Zuber, da waren es nicht so bequeme und schöne Badewanne, wie ihr zu Hause kennt.
Jennifer: Und dort hat man das Wasser auf Holzhöfen warm gemacht, weil da ist nicht gerade
Jennifer: warm dort hinein geflossen.
Jennifer: Und dann hat man das in diese Zuber übergelegt und dann konnten die Leute hier
Jennifer: ins Heilbad kommen baden. Weil zu Hause hatte man keine Badewanne und Dusche,
Jennifer: dann sind sie regelmässig hierher kommen baden.
Jennifer: Und es gab dann im oberen Stock ein Restaurant, wo die Leute essen konnten.
Jennifer: Und nochmal im oberen Stock gab es dann Gästezimmer, weil es gab Leute,
Jennifer: die sind dann gerade ein paar Tage hier zu baden.
Jennifer: Und das hat man dann bis vor etwa 50, 60 Jahren so gemacht. Und jetzt seit 40
Jennifer: Jahren gibt es Heilbad, so wie wir es heute kennen.
Kidz: Gibt es ein Hotel, das am Heilbad angeschlossen ist?
Jennifer: Nein, das gibt es leider nicht. Aber man hat schon ganz viel darüber diskutiert
Jennifer: und es gibt auch Ideen, dass wir das mal noch machen können.
Kidz: Wollt ihr die Öffnungszeiten bestimmen?
Jennifer: Ja, wir im Verwaltungsrat können die bestimmen. Wir schauen natürlich mit dem
Jennifer: Personal und mit der Geschäftsleitung, Geschäftsführerin, was sinnvoll ist.
Jennifer: Wir fragen uns auch immer, welche Zeiten müssen wir dann haben,
Jennifer: damit die Leute möglichst gern zu uns kommen und eben auch die vielen Leute kommen.
Kidz: Warum sind die Öffnungszeiten im Winter anders als im Sommer?
Jennifer: Im Sommer, wenn es lang hell ist und warm, dann gehen die Leute am Abend nach
Jennifer: dem Arbeiten am liebsten raus und nicht noch in ein Bad, in ein Haus,
Jennifer: weil da waren sie ja oft schon beim Arbeiten den ganzen Tag.
Jennifer: Und darum haben wir im Sommer am Abend früher noch zu. Und im Winter,
Jennifer: wenn es kalt und nass und früh dunkel ist, dann kommen die Leute eben auch gerne am Abend zu uns.
Jennifer: Und darum haben wir eben unterschiedliche Öffnungszeiten im Winter wie im Sommer.
Kidz: Wie war es für dich, als die Corona-Krise angefangen hat?
Jennifer: Ich war nicht ganz von Anfang an dabei, weil ich während Corona in Verwaltungsrat
Jennifer: gewählt wurde. Aber natürlich haben sie viel von dem erzählt und habe einiges mitbekommen.
Jennifer: Es war eine schwierige Zeit für das Heilbad, weil wir eigentlich von einem Tag
Jennifer: auf den anderen das Heilbad zumachen mussten. Wir durften nicht mehr arbeiten,
Jennifer: die Leute durften nicht mehr zu uns kommen.
Jennifer: Und nachher hatten wir dann viele Vorschriften, dass es nur so viele Leute durfte
Jennifer: haben, dass man Abstand halten muss,
Jennifer: Wir mussten z.B. auch eine Sauna in der Sauna auf der Saunabänke kreuzkleben,
Jennifer: damit die Leute dort nicht zu nahe nebeneinander sitzen etc.
Jennifer: Lauter so Sachen mussten wir machen.
Kidz: Die Corona-Krise war eine schwierige Zeit. Wie haben Sie die überlebt?
Jennifer: Wir mussten schauen, wo wir möglichst Kosten einsparen können.
Jennifer: Wir konnten ja kein Geld mehr verdienen. Es kamen ja keine Gäste mehr,
Jennifer: die Eintritt gezahlt haben. Das ist ja das Geld, das wir bekommen,
Jennifer: wenn die Leute kommen und Eintritt zahlen.
Jennifer: Wir mussten z.B. schauen, ob wir irgendwo Energie sparen, Strom,
Jennifer: weil die Leute sind ja nicht mehr gekommen, müssen wir noch so viel heizen oder
Jennifer: können wir das Wasser ablassen in den Bad und nachher wieder einlassen oder
Jennifer: ist das teurer, wenn wir es ablassen und nachher wieder füllen.
Jennifer: Dann mussten wir auch schauen, wie es unseren Mitarbeitenden geht,
Jennifer: was können wir für sie machen, weil sie von heute auf morgen nicht mehr arbeiten dürfen.
Jennifer: Und auch mussten wir uns überlegen, wie wir es schaffen, dass wenn wir nach
Jennifer: Corona wieder aufmachen dürfen, dass auch unsere Gäste wieder gerne zu uns kommen.
Kidz: Wie hast du die Finanzen unter Kontrolle gehabt?
Jennifer: Das war schwierig für uns und sehr anspruchsvoll. Und für ein Unternehmen,
Jennifer: wie auch für eine Familie, ist es ganz wichtig, dass man auch ein bisschen Sparz
Jennifer: hat für solche Zeiten, wenn es eben nicht so gut läuft, damit man dann eben
Jennifer: auch überleben kann als Unternehmen.
Jennifer: Zudem haben wir auch Hilfe angenommen, weil es vom Staat, also vom Kanton und vom Bund, Hilfe gab.
Jennifer: Einerseits für unsere Mitarbeitenden, für die Löhne, aber auch sonst,
Jennifer: wir haben den sogenannten Covid-Kredit überkommen, der uns geholfen hat,
Jennifer: die Kosten zu tragen, die wir noch hatten.
Kidz: Leider ist die Zeit schon vorbei. Ich danke Jennifer, dass du dich für das Interview
Kidz: zur Verfügung gestellt hast.
Kidz: Wir haben einiges über den Job als Verwaltungsrätin und über dich gelernt.
Kidz: Wir danken am Appenzeller Heilbad, dass ihr uns eingeladen habt, die ganze Klasse.
Kidz: Danke meinen Kollegen und Kolleginnen für die Technik Robin, Emil und Rosa.
Kidz: Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann gibt es noch weitere Podcasts von uns zu diesem Thema.
Kidz: Wir würden uns freuen, wenn wir dir auch diese anhören würden.
Jennifer: Danke euch vielmals für die vielen spannenden Fragen. Ich danke euch.
Kidz: Vielmals
Kidz: für die vielen spannenden Fragen.
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