1401: Zu Gast bei der Klasse 4a Rotmonten

Shownotes

In dieser Episode besuchen wir die Primarschule Rotmonten und blicken in die Klasse 4a, wo wir das Klassenzimmer zu einem temporären Podcastingstudio umfunktioniert haben. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrpersonen Lucie und Michael, diskutieren wir über das spannende Projekt, das sich rund um Podcast-Interviews und Aufnahmetechniken dreht. Lucie, die Klassenlehrperson, erzählt von ihrer Motivation, dieses aussergewöhnliche Projekt zu initiieren, das die Klassengemeinschaft fordert und gleichzeitig viel Raum für kreatives Lernen bietet. Sie beschreibt ihre bisherigen Erfahrungen im Lehrerberuf und wie sie erkannt hat, dass das traditionelle Unterrichten mit Lehrplänen nicht immer ausreichend erfüllend ist.

Michael, der im Team-Teaching mit Lucie arbeitet und kurz vor der Pensionierung steht, bringt seine langjährige Erfahrung und seinen Hintergrund im Bauingenieurwesen mit ein. Er reflektiert darüber, wie wichtig die Fähigkeit ist, Fragen zu stellen und das Lernen durch aktives Zuhören und Nachfragen zu fördern. Dies sind Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts weiterentwickeln werden. Zudem beschreibt er, wie die Kombination aus Podcasting und interaktiven Lernmethoden dazu beiträgt, den Unterricht für die Kinder spannender zu gestalten.

Der zweite Michael am Tisch ist für den Verein IT rockt! tatig. Er betont die Wichtigkeit von Medien- und IT-Kompetenzen für die jüngere Generation. In seiner Rolle bringt er wertvolle Perspektiven ein, wie technologische Fähigkeiten und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien in der Schule gefördert werden können. Dabei geht es auch um die Gefahren und Herausforderungen des Umgangs mit Künstlicher Intelligenz, die für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung sind.

Das Projekt sieht eine schrittweise Einführung in das Interviewformat vor, bei dem die Kinder lernen, Fragen zu formulieren und Interviews zu führen. Sie werden Generationen übergreifend im Quartier Forschen und Interviews mit älteren Personen, wie Grosseltern, durchführen, um deren Perspektiven und Erfahrungen zu erkunden. Dies gibt den Kindern nicht nur Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten, sondern schult auch ihre Kommunikationsfähigkeiten.

Lucie erläutert, dass das Projekt nicht nur darauf abzielt, technische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das Lernen im Team zu fördern und das Interesse an verschiedenen Berufsfeldern zu wecken. Der Unterricht wird dynamisch gestaltet, und die Schülerinnen und Schüler lernen wichtige Inhalte, während sie gleichzeitig Spass an innovativen Lernmethoden haben. Es wird deutlich, dass das Podcast-Projekt eine ideale Plattform ist, um kreativ zu sein, während der Lehrplan gleichzeitig erfüllt wird.

Abschliessend wird die Begeisterung der Schüler für das Projekt deutlich, und es ist klar, dass sie bereit sind, sich auf das Abenteuer Podcasting einzulassen. Der Austausch zwischen Lehrern und Schülern ist lebhaft und inspirierend, und alle Beteiligten freuen sich auf die kommenden Monate, in denen sie gemeinsam neue Erfahrungen sammeln werden.

Credits

  • Vorbereitung: Schwoegi
  • Aufnahme: Lucie, Michael, Michael, Schwoegi
  • Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
  • Schnitt: Schwoegi mit Audacity
  • Publikation: Schwoegi
  • Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com

Transkript anzeigen

Speaker1: Darunter habe ich ein bisschen gelitten, anfangs meiner Lehrerinnenkarriere,

Speaker1: weil ich einfach gemerkt habe, nach ein paar Jahren immer einfach die Bücher

Speaker1: durchschaffen, nach Lehrplan, mir ist das zu langweilig.

Speaker0: Wir sind heute zu Gast in der Primarschule Robmonte, bei der Klasse 4a. Ist das korrekt?

Speaker1: Ja.

Speaker0: Wir haben das Klassenzimmer kurzerhand umgebaut. Wir haben ein kleines Podcaststudio

Speaker0: aufgebaut und die Schülerinnen und Schüler sitzen rund um uns.

Speaker0: Und bei mir am Tisch sitzen zweimal Michael und Lucy.

Speaker0: Lucy, fangen wir gleich bei dir an. Du bist ja Klassenlehrperson.

Speaker0: Kannst du dich kurz vorstellen, wer du bist?

Speaker1: Ich arbeite seit dem zweiten Jahr jetzt hier in meiner Klasse für A.

Speaker1: Ich habe auch mit Ihnen neu hier oben angefangen, im 24.

Speaker1: Ich habe euch kennengelernt im Zusammenhang vom Nationalen Zukunftstag letztes Jahr.

Speaker1: Und das hat dermassen Spass gemacht, nicht nur mir, sondern auch vor allem der ganzen Klasse.

Speaker1: Und ich glaube euch auch, dass wir beschlossen haben, auch dieses Jahr ein Projekt zusammenzumachen.

Speaker1: Dieses Jahr ist eben das Thema Podcast-Interviews, Aufnahmen, Techniken, Lernen.

Speaker0: Gut, kommen wir vielleicht zu dem nachher noch kurz. Vielleicht noch kurz zu

Speaker0: dir, ich weiss, wo du, du hast zuerst den PH gemacht und dann bist du lange

Speaker0: weg gewesen und wieder zurückgekommen im Beruf, oder?

Speaker0: Magst du vielleicht von dort noch etwas erzählen?

Speaker1: Also ich habe noch ein Lehrersemi gemacht, in Rorschach. Das war noch die sechsjährige Ausbildung.

Speaker0: Stella Maris.

Speaker1: Stella Maris, ja genau. Und ich habe dann mehrere Jahre geschafft,

Speaker1: auch auf dem Beruf als Lehrerin und dann irgendwann gefunden,

Speaker1: also ich kann mir nicht vorstellen, nur das zu machen.

Speaker1: Und ich bin dann an die Uni studieren und parallel dazu habe ich Stellvertretungen gemacht.

Speaker1: Nach der Uni habe ich in verschiedenen Orten gearbeitet und ganz am Schluss

Speaker1: dann noch in der Gewerkschaft des Verkehrspersonals, also in der Eisenbahner-

Speaker1: und Busfahrgewerkschaft.

Speaker1: Dort habe ich auf nationaler Ebene Politik gemacht, dort Frauen für Kinder,

Speaker1: Menschenrechte in diesem Bereich,

Speaker1: vor allem im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr in der Schweiz.

Speaker0: Habe ich das gewusst?

Speaker0: So lernt man Leute kennen. Das ist eine schöne Sache von dem.

Speaker0: Man lernt die Leute besser kennen, indem man einfach Fragen stellt und die erzählt.

Speaker0: Gehen wir weiter zum Michael, zum ersten Michael, zu meiner Rechten.

Speaker0: Erzähl doch mal, was du hier machst, was deine Rolle ist.

Speaker0: Vielleicht auch ein bisschen kurz über deine Geschichte, damit wir dann vielleicht

Speaker0: auch ein bisschen kennenlernen von einer anderen Seite.

Speaker2: Also ich bin seit etwa zehn Jahren hier Lehrperson. Ich war in der Grundstufe, also 1. und 2. Klasse.

Speaker2: Jetzt bin ich pensioniert. Ich arbeite aber noch ein Jahr länger und in diesem

Speaker2: Jahr bin ich in drei Klassen als Team-Teaching-Lehrperson tätig.

Speaker2: Eine Grundstufe von zweimal vierter Klasse, unter anderem auch bei Lucy,

Speaker2: wo ich Team-Teaching mache.

Speaker2: Drei Lektionen, wo wir beide mit der Klasse arbeiten, plus drei Lektionen,

Speaker2: wo ich Geometrie gebe und noch ein bisschen Textverständnis.

Speaker0: Du warst zehn Jahre hier und jetzt kurz vor der Pension. Was hast du vorhin gemacht?

Speaker2: Ich habe Bauingenieur studiert. und bei Ziemlich Sport habe ich nachher noch die PH gemacht.

Speaker0: Bist du quasi berufen worden?

Speaker2: Ja, ich war schon immer ein bisschen so affin zu unterrichten und dann habe

Speaker2: ich einfach gefunden, jetzt oder nicht mehr.

Speaker0: Habt ihr das von Michael gewusst? Ja. Der war nicht immer Lehrer.

Speaker0: Und das ist eben spannend, wenn man fragen kann. Ja, danke Michael.

Speaker0: Jetzt kommen wir Michael zu Linke.

Speaker0: Er ist von IT Rock. IT Rock ist ein Verein, der sich von der ganzen IT-Branche

Speaker0: in Auschwitz zusammengeschlossen wenn ich das richtig erzähle,

Speaker0: wo es darum geht, um den Standort aus der Schweiz in der IT-Branche zu stärken,

Speaker0: die Leute hier zu behalten, damit nicht alle Richtung Zürich auch wandern, sozusagen.

Speaker3: Ja, unter anderem ist das eine meiner Aufgaben, ja.

Speaker0: Ja, erzähl mal ein bisschen von denen, was du machst, was ich mache.

Speaker0: Du hast jetzt quasi zwei Hüte auf. Du bist zum einen von IT-Rock hier,

Speaker0: ihr habt Interesse daran, Medienkompetenzen, IT-Kompetenzen,

Speaker0: zum anderen aber auch. Bist du Vater?

Speaker3: Genau.

Speaker0: Von einem Kind?

Speaker3: Der auch hier in der Schule ist.

Speaker0: Legen wir mal den Hut von IT-Rock zuerst an.

Speaker3: Okay, von IT-Rock bin ich Projektleiter im IT-Verband der Ostschweiz.

Speaker3: Und meine Aufgabe konkret ist genau das, was du gesagt hast,

Speaker3: die jungen Leute für die IT begeistern, als die auch Perspektiven hier in der Ostschweiz haben.

Speaker3: Also wir verbinden junge Talente, wir sagen immer junge Talente,

Speaker3: mit lokalen Firmen, als die da durchstarten können.

Speaker3: Also gerade mit Aberkus oder Wirt oder Bühler, als die da eine IT-Stelle gerade

Speaker3: da haben, dass die eine Karrierechancen in Ostschweiz haben.

Speaker3: Warum machen wir das? Ich sehe die Ostschweiz halt als den Weltzirger der Welt.

Speaker3: Also nicht nur die Ostschweiz, sondern von Heilbronn bis München.

Speaker3: Es ist ein richtig spannendes Gebiet.

Speaker3: Und wir brauchen ganz viele Fachkräfte gerade in IT.

Speaker3: Und da muss man die Leute verbinden, dass sie da bleiben und begeistern für unsere schöne Region.

Speaker0: Also nicht nur Silicon Valley läuft etwas, sondern auch in dieser Region,

Speaker0: die Österreichs hier am Dachraum.

Speaker0: Und IT Rock hat wie viele Mitglieder etwa?

Speaker3: Ja, wir sind über 115 Mitglieder.

Speaker0: Also 115 Firmen aus der Ostschweiz, aus der Region, die sich zusammengeschlossen

Speaker0: haben, um auch eigentlich Jobs anzubieten. Haltet die im Kopf.

Speaker0: Und du hast noch Plattformen, um Jobs zu finden, glaube ich.

Speaker3: Genau, das ist matched. Also, wenn ihr mal die IT wollt, könnt ihr mir gerne

Speaker3: auch eine E-Mail schreiben.

Speaker3: Und ich kann euch sicher Internships dort organisieren.

Speaker3: Sagt ihr einfach, welche Firmen, die cool ist, die euch gefällt.

Speaker3: Wir haben ein paar Hot-Firmen, wir haben auch die FC St. Gallen bei uns als Mitglieder.

Speaker3: Also, wenn ihr dort einen IT still habt, könnt ihr mir gerne schreiben.

Speaker0: Gut, und jetzt zu Michael als Vater. Dein Kind ist in welcher Klasse?

Speaker3: Jetzt ist sie der 5. Fünfte.

Speaker0: Was wünschst du dir in Bezug auf MINT-Themen in der Schule? Was würdest du dir so wünschen?

Speaker3: Ja, also vor allem den verantwortungsvollen Umgang mit den ganzen Tools.

Speaker3: Also ich fange jetzt mit meiner Kleinen, habe ich auch schon angefangen,

Speaker3: so Kunstkurs KI zu machen.

Speaker3: Sie hat auch ein Instagram-Profil, wo sie die jüngste Künstlerin ist,

Speaker3: aber alles anonymisiert. Also wir können sie nicht erkennen.

Speaker3: Und ich glaube, der verantwortungsvollen Umgang mit den Tools,

Speaker3: weil weg von diesen Tools kommen wir nicht mehr. Und es gibt recht viele Fallstricke.

Speaker3: Und das ist, glaube ich, der verantwortungsvolle Ausgang, dass man keine persönliche

Speaker3: Daten zum Beispiel rein gibt in KI.

Speaker0: Und das hat seine Gründe. Ihr habt auch schon von KI gehört?

Speaker0: Ihr arbeitet damit schon. Ihr habt auch schon Sachen gemacht beim Michael.

Speaker0: Ihr werdet spätestens im Lager den Zeugs machen.

Speaker0: Mit Kai, bin ich sicher. Zum Beispiel für den Kova machen, aber auch bei den

Speaker0: Fragen, vielleicht kann es durchaus helfen.

Speaker0: Und da haben wir jetzt Profis an Bord, die auch zeigen, wie kann man den Zeugs

Speaker0: auch sinnvoll nutzen, ohne dass man zu viel von sich erzählt.

Speaker1: Darum freuen wir uns so extrem, dass wir mit euch dieses Projekt machen können.

Speaker1: Es ist uns zwei, Michael und mir, recht schräg eingefahren, als wir gehört haben,

Speaker1: dass die ganze Präventionsarbeit in diesem Bereich für junge Schüler wie dritte,

Speaker1: vierte Klasse hinsichtlich Umgang mit sozialen Medien,

Speaker1: mit KI, mit all diesen neuen Internet- oder IT-Tools eben erst in der fünften Klasse anfängt.

Speaker1: Und wir, unsere ganze Stufe ist der Meinung, nein, also die Präventionsarbeit,

Speaker1: den achtsamen und vorsichtigen Umgang mit diesen Tools, das muss eigentlich

Speaker1: in der dritten Klasse anfangen, ist unsere Meinung von der Stufen.

Speaker1: Und darum freut es mich so, dass wir das Projekt mit euch machen können,

Speaker1: weil wir zwei als Teamteaching-Duo nutzen es natürlich jetzt gerade mit der

Speaker1: Klasse einzusteigen und mit ihnen auch die Themen, die Vor- und Nachteile anzuschauen.

Speaker1: Es hat immer zwei Seiten, jede Medaille.

Speaker1: Man kann jede Erfindung brauchen für eine gute Sache, für sinnvolle Sachen,

Speaker1: fürs Gute, fürs Praktische.

Speaker1: Aber leider jede Erfindung hat auch noch eine Schattenseite.

Speaker1: Und wir werden auch über die Schattenseiten reden und das auch mit der Klasse anschauen.

Speaker0: Ich habe jetzt gerade durchgezählt, wir haben hier 20 Schülerinnen und Schüler,

Speaker0: wenn ich jetzt richtig gezählt habe. Wer hat schon ein Smartphone?

Speaker0: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 7. Da kommt genau der alte 4. oder 5. Klasse.

Speaker0: Und wieso glauben dahinter noch keines?

Speaker0: Weil man noch zu jung ist vielleicht, ja, weil die Eltern vielleicht sagen,

Speaker0: hm, ist doch noch ein bisschen früh. Und ich glaube, über das Thema reden,

Speaker0: wieso und was sind Gefahren.

Speaker0: Also es gibt coole Sachen, die man mitmachen kann, aber auch wenige coole.

Speaker0: Michael schreibt mit, was hast du denn gerade noch dazu sagen?

Speaker2: Bei mir ist es immer so die Frage, wie geht man mit KI um? Vor allem ein bisschen verstehen,

Speaker2: es gibt KI für verschiedene Anwendungen, also dass man dort auch das richtige

Speaker2: Tool oder die richtige Anwendung mit dem richtigen Hintergrund,

Speaker2: wo KI gelernt hat, dass man das verwendet, dass man dort das richtige Tool verwendet.

Speaker0: Ich glaube, da können wir dann sicher die nächste Zeit auch noch dazu.

Speaker0: Ich möchte vielleicht noch kurz abschliessen zum Thema Kai sagen,

Speaker0: Kai ist ein bisschen wie Velofahren.

Speaker0: Wenn du nichts Velofahren und denkst, ich kaufe jetzt ein E-Bike,

Speaker0: kannst du doch noch nicht Velofahren.

Speaker0: Also du musst ein Velofahren, damit kannst du ein E-Bike fahren und wenn du

Speaker0: die Stricks, Sprünge, Jumps, Flips, dann musst du auch mit dem normalen Velocest

Speaker0: die Flips und die Jumps können.

Speaker0: Ein elektrisches Velo kaufen, mit dem kannst du einfach schneller und weiter fahren.

Speaker0: Aber Velo fahren musst du gleich können. Und für mich ist das eigentlich eine

Speaker0: Metapher dafür, was kann ich helfen.

Speaker0: Ihr müsst wissen, was ihr macht, dann kann es auch helfen. Und ansonsten sind ihr einfach Opfer.

Speaker3: Also ich würde auch noch ein bisschen ergänzen. Also ich würde es immer mit dem Skifahren nehmen.

Speaker3: Am Anfang hat man ein bisschen Pommes und Pizza beim Skifahren.

Speaker3: Dann meint man, es ist mega gut. Dann geht man die erste Gruppe.

Speaker3: Und dann merkt man, ich habe eigentlich gar nicht so viel, wie ich denke.

Speaker3: An und dann muss man üben, üben, üben und dann kann man die Roten,

Speaker3: sogar die Schwarzen währen.

Speaker3: Und was KI und Schule halt spannend finde, ist eine philosophische Frage,

Speaker3: die ich gerne an mich stelle.

Speaker3: Früher war es immer so, in der Schule die richtige Antwort zu wissen,

Speaker3: die man zu lernen hat. Und bei KI wird das ein bisschen geträumt,

Speaker3: dann muss man ja die richtige Frage stellen.

Speaker3: Und das braucht eine Baukompetenz, um die richtige Frage zu stellen.

Speaker3: Und das finde ich den spannenden Part, weil wer stellt immer die coolsten Fragen?

Speaker3: Das sind die jungen Menschen heutzutage. Die hinterfragt eigentlich alles oder

Speaker3: sollte alles hinterfragen.

Speaker3: Und das finde ich in diesem Bereich echt spannend.

Speaker0: Sehr schön, ja. Also Skifahren oder Velofahren geht immer darum,

Speaker0: man muss zuerst einmal grundsätzlich das Zeug kennen.

Speaker0: Kommen wir ein bisschen weg von der KI-Theme. Wir sind ein bisschen in der Rabbit Hole in der KI kurz.

Speaker0: Lucy, erzähl doch mal ein bisschen von diesem Projekt. Jetzt gerade auch für

Speaker0: die Eltern, die dann vielleicht zuhören.

Speaker0: Was machen wir und wann machen wir was genau?

Speaker1: Also wir haben ein schrittweises Vorgehen gewählt.

Speaker1: Und zwar werden wir im ersten Schritt im Februar, also nach der Sportferie ist

Speaker1: das, wenn sie wieder zurückkommen in die Schule im Februar, werden wir uns vorbereiten

Speaker1: für ein erstes Probeinterview,

Speaker1: das wir machen werden mit den Grundstieflern von unserem Stock.

Speaker1: Und es geht dort einfach darum, generationenübergreifende Lebenswelten kennenzulernen.

Speaker1: Wie erleben die kleineren Generationen genau das gleiche Schulhaus oder in das

Speaker1: gleiche Quartier Robmonten? so wie es meine Vierklässler erleben.

Speaker1: Und das ist so ein erster Einstiegsmoment,

Speaker1: um einfach mal eine fokussierte Fragetechnik zu trainieren und anzuwenden.

Speaker1: Wenn wir die dann geschnitten haben und bearbeitet haben, gehen wir danach einen

Speaker1: Schritt weiter und suchen uns im Quartier eigene, Erwachsene,

Speaker1: vielleicht die Grosselterngeneration

Speaker1: ist, habe ich dort im Fokus, dass wir auch dort ein Interview,

Speaker1: Podcast innerhalb des Generationendialog

Speaker1: Auf den Bein stellen können, indem wir aber ganz eine andere Generation fragen,

Speaker1: nämlich die Grosselterngeneration,

Speaker1: zum Thema, wie Sie Ihre Kindheit erlebt haben, weil das ganz spannend für meine

Speaker1: Kinder war, mal zu sehen, du Heimatland, wie hat man den früher abgemacht,

Speaker1: wie ist denn da überhaupt gegangen, ohne ein Smartphone, ohne ein Telefon,

Speaker1: was hat man überhaupt gemacht den ganzen Tag und wie hat man sich gefunden,

Speaker1: um einfach mal reinzusehen in eine andere Lebenswelt im genau gleichen Quartier,

Speaker1: aus der gleichen Familie, einfach ältere Generation und wie Sie Ihre Kindheit erlebt haben.

Speaker1: Also wir tasten uns immer mehr an das an, wo wir am Schluss dann sind,

Speaker1: indem man verschiedene Interview- und auch verschiedene Fragetechniken jeweils

Speaker1: anwendet, sodass man am Schluss,

Speaker1: wenn man dann mit dem Appenzeller Heilbad, das sieht recht gut aus,

Speaker1: dass sie in Kooperation mitmachen mit uns,

Speaker1: wir lernen sie gerade noch kennen jetzt den Endmonat,

Speaker1: dass wir dürfen bei ihnen ihre Bädderwelt kennenlernen und wie so ein Bad funktioniert.

Speaker1: Wir gehen ja immer einfach in als Kundinnen und Kunden und geniessen dort einfach

Speaker1: so eine Auszeit in dem Wellness-Tempel. Aber dass so ein Tempel funktioniert,

Speaker1: muss im Hintergrund sehr viel gemacht werden.

Speaker1: Ganz viele verschiedene Berufe sind hier am tun, damit wir vorne eine schöne Zeit haben können.

Speaker1: Wir wollen eben hinter die Fassade schauen. Ich möchte sagen,

Speaker1: dass wir mal sehen, was es dort alles gibt und was es auch für spannende Berufsbereiche

Speaker1: in so einem Wellnessort gibt.

Speaker1: Da freue ich mich sehr darauf. Es wird eine Art wie ein nationaler Zukunftstag für meine Klasse sein.

Speaker1: Wir Klässler gehen ja noch nicht so raus in die Prüfung schnuppern.

Speaker1: Das macht man dann ab der 5. Klasse, 5., 6. und höchere, wo es so richtig dem Berufswahl auch geht.

Speaker1: Aber meine Klässler und auch letztes Jahr als Drittklässler sollen jetzt schon

Speaker1: mal anfangen, ein wenig rein zu schnuppern, wenigstens rein zu schnuppern in

Speaker1: die Berufswelt der Erwachsenen.

Speaker1: Das hinterlässt bei allen auch Eindrücke, die unter Umständen das Leben lang dich merken.

Speaker0: Sehr cool. Finden Sie das auch cool? Ja.

Speaker0: Können Sie sich vorstellen, mit einer toten Katze, also der heisst wirklich Death Cat,

Speaker0: tote Katze, die kann man dann auch mit einer Bürste dazu, um sie zu strehlen,

Speaker0: dass Sie zum Opi und Omi gehen und Interviews machen oder zu Ihren Kleinen hier

Speaker0: in der Schule gehen, Interviews machen.

Speaker0: Hallo, ich bin der, wie heisst du?

Speaker0: Luis, erzähl mir mal, was du heute gemacht hast.

Speaker0: Kannst du Interviews machen? Kannst du dir das vorstellen?

Speaker0: Genau das werden wir dann machen, mit so einem Ding. Ich höre dir,

Speaker0: es passiert etwas und es ist doch cool, wenn die Lehrpersonen nicht noch einfach

Speaker0: das Buch aufklappen und sagen, ich mache jetzt die Aufgabe und die Übung.

Speaker0: Das ist doch sicher kühler als das, oder?

Speaker0: Definitiv. Also schätze das bitte auch. Helfe denen, dass sie es nicht machen können.

Speaker0: Lucy, deine persönliche Motivation würde mich noch interessieren.

Speaker0: Wieso tust du das an, du könntest einfach das Buch aufklappen und Zeugs machen,

Speaker0: was dort drin steht? Wieso machst du das?

Speaker1: Das ist wirklich eine gute Frage. Es gibt Momente, wo ich mich wirklich… Wo du dich verfluchst.

Speaker1: Wo ich mich verfluche, was ich ja gesagt habe zu diesem Projekt.

Speaker1: Es ist wirklich ein unglaubliches Wagnis, wo ich da eingange,

Speaker1: mit meiner Klasse zu machen.

Speaker1: Es ist eine riesengroße Kiste, die man da öffnet.

Speaker1: Aber ich bin überzeugt, mit eurer Hilfe und mit meiner Klasse werden wir da meistern.

Speaker1: Ich selber persönlich schwank zwischen Panik und Freude hin und her,

Speaker1: weil ich habe natürlich auch noch andere Themen auf dem Tisch,

Speaker1: wie Lehrplanerfüllung, die ich auch noch bis zum Sommer durchbringen will.

Speaker1: Aber ich kenne meine Klasse, sie sind sehr geschaffig und sie können auch gut

Speaker1: umschalten und wissen, wenn wir Sachen machen müssen, wenn wir einfach nur Themen abarbeiten müssen.

Speaker1: Für den Lehrplan werden wir das machen. Dafür haben wir nachher die restlichen Stunden Zeit,

Speaker1: um wirklich an unserem Projekt weitermachen. Und weil auch unser Projekt unglaublich

Speaker1: viel mit Deutschsprachkompetenz zu tun hat, das ist ihnen noch gar nicht so

Speaker1: bewusst, werden sie extrem viel lernen in diesem Bereich.

Speaker1: Sie werden auch lernen, zu übersetzen, vom Mundartinterview,

Speaker1: das wir gemacht haben im Schweizer Dialekt, übersetzen ins Hochdeutsche,

Speaker1: indem wir sie lernen zu transkribieren.

Speaker1: Wir wenden sie in ganz vielen verschiedenen Bereichen an, das Projekt anwenden.

Speaker1: Und grundsätzlich bin ich immer motiviert, etwas Verrücktes zu machen.

Speaker1: Ich glaube, da holt man mich immer ab, wenn Leute kommen und eine mega crazy Idee haben.

Speaker1: Da bin ich schon mal an Bord, auch wenn ich keine Ahnung habe,

Speaker1: wie das Projekt umgesetzt werden soll.

Speaker1: Ich lerne ja selber auch viel dabei und ich bin einfach ein neugieriger Mensch.

Speaker1: Und weil ich so neugierig bin und selber ja auch will lernen,

Speaker1: freut es mich immer wieder, so Projekte zu machen mit meiner Klasse.

Speaker1: Weil darunter habe ich ein bisschen gelitten, anfangs meiner Lehrerinnenkarriere,

Speaker1: weil ich einfach gemerkt habe, nach ein paar Jahren immer die Bücher durchschaffen,

Speaker1: nach Lehrplan, in mir ist das zu langweilig.

Speaker0: Und die Zeit ist jetzt, glaube ich, da, dass wir auch andere Dinge machen.

Speaker0: Und viele Lehrpersonen haben einen Plan daran, wo sie sagen,

Speaker0: wir müssen das und das vermitteln.

Speaker0: Wir müssen Deutsch, Französisch, Französisch haben wir auch schon, oder?

Speaker1: Nein, erst in der fünften.

Speaker0: Erst in der fünften. Englisch?

Speaker1: Ja, haben wir schon angefangen.

Speaker0: Englisch haben wir schon.

Speaker0: Mathe natürlich und so. Ihr müsst die Fächer da und da mit dir lehnen und das

Speaker0: macht nicht immer Spass, das zu packen.

Speaker0: Für euch auch nicht, weil das macht für sie auch nicht Spass.

Speaker0: Mit Podcasting wirst du ganz viele Sachen in deinem Lehrplan am Schluss abhaken.

Speaker0: Geiles Zeugs machen und dabei noch Lehrpläne erfüllen ist viel kühler,

Speaker0: als im Buch in einem Zeugs machen.

Speaker0: Also schätzt das, was die zwei Lehrpersonen mit dir machen.

Speaker0: Michael, zu meiner Rechte. Möchtest du mit oder willst du mit?

Speaker2: Ich will mit.

Speaker0: Gut, hast du auch Spass daran selber?

Speaker2: Sicher, sicher, sicher. Sonst könnte man es auch nicht stemmen.

Speaker0: Das kann man nicht stemmen. Und was interessiert dich im Speziellen?

Speaker0: Du bist noch ein bisschen gepickt, und dann noch ein bisschen Medien und Informatik

Speaker0: und solche Sachen machst du noch?

Speaker2: Mich interessiert einfach, das

Speaker2: ist das, was ich sehr oft auch versuche zu machen, also man sagt es heute,

Speaker2: selbstentdeckendes Lernen, wo ich einfach ein bisschen versuche,

Speaker2: auch Schülerinnen und Schüler, dass sie selber mal zuerst etwas machen müssen,

Speaker2: bevor wir dann anfangen, ins Büffeln reinzugehen oder ins Üben reinzugehen.

Speaker2: Podcast jetzt im Speziellen ist für mich einfach heute ein Mittel,

Speaker2: um sich mit einem Thema auseinandersetzen, sei es als Podcaster, sei es als Zuhörer.

Speaker2: Denn Beruf kennenlernen ist ja auch im Lehrplan drin. Ist das sicher etwas vom Lehrplan?

Speaker2: Vielleicht gibt es auch den einen oder die anderen, die dann vielleicht mal

Speaker2: nicht unbedingt jetzt gerade einen Beruf hat, sondern vielleicht auch Technik-Sachen,

Speaker2: es hat eine Wasseraufbereitung oder sonst irgendetwas, wo man auch sicher könnte thematisieren.

Speaker2: Und für mich einfach dann halt so jetzt im ganzen Ablauf ist es halt,

Speaker2: ihr lernt Fragen stellen, ihr lernt zuhören und ihr lernt nachhaken oder nachfragen.

Speaker2: Ich habe zum Beispiel gesehen, Martin hat sich Notizen gemacht,

Speaker2: Er hat Bemerkungen gemacht, einen Strich gemacht, den er schon abgehakt hat.

Speaker2: Oder Einhammer-Notizen gemacht, was ich noch zusätzlich zu dem,

Speaker2: was ich vorbereitet habe.

Speaker2: Eben so zuhören, nachfragen, solche Sachen, ist sicher etwas Wichtiges,

Speaker2: was ihr dort lernen könnt.

Speaker2: Das andere ist dann halt das Interview vorbereiten. Was möchte ich fragen?

Speaker2: In welchem Ablauf? Das ist sicher wichtig.

Speaker2: Vielleicht auch, was könnte wichtig sein für einen Zuhörer, nicht nur für mich,

Speaker2: sondern für eine andere Person, die zulässt?

Speaker2: Was könnte die interessieren? Oder gibt es überraschende Fragen,

Speaker2: gibt es überraschende Facts,

Speaker2: die vielleicht jemand nicht weiss, aber auch Sachen, die wir bereits schon gelernt

Speaker2: haben, anwenden, Text schreiben, haben eine Einleitung, haben eine Hauptteilung,

Speaker2: haben einen Schluss. Beim Podcast ist es genau gleich.

Speaker2: Solche Sachen, die wir schon gelernt haben, die wir dann dort anwenden können.

Speaker2: Und eines von wichtigen dann auch ist das Recherchieren, wo wir dann miteinander

Speaker2: noch ein bisschen lernen müssen.

Speaker2: Bis jetzt, wenn ich gesagt habe, schaut etwas nach, dann habt ihr Film geschaut,

Speaker2: vielleicht noch ein bisschen Chat-GPT, aber dort muss man sich dann überlegen,

Speaker2: wo finde ich diese Sachen?

Speaker2: Wo finde ich verlässliche Sachen, verlässliche Aussagen und keine Fantasien?

Speaker2: Wie kann ich das überprüfen?

Speaker2: Solche Sachen werden wir dann sicher auch miteinander üben und anschauen.

Speaker0: Ich glaube, wir kommen noch schnell zu einem kurzen Schlussstatement von Michael, zu meiner Linken.

Speaker0: Magst du noch etwas dazu sagen zu dem ganzen Projekt? Weil nach der Frage Ich.

Speaker3: Wäre froh gewesen, wenn ich jünger war, so eine Möglichkeit gehabt hätte mit Podcasts.

Speaker3: Ich finde das mega spannend und ich freue mich drauf.

Speaker0: Gut, wir gehen noch schnell in die Runde. Wollen Sie das überhaupt machen?

Speaker2: Ja. Ja.

Speaker0: Ja? Nein? Ja? Ja. Und wollen Sie das machen, wie man es in der Schule macht,

Speaker0: ein bisschen reingehen oder wollen Sie das wie die Profis machen?

Speaker0: Wie die Profis. Richtig. Dann

Speaker0: müsst ihr aber wirklich denen zwei vertrauen und machen, was sie sagen.

Speaker0: Dann könnt ihr dorthin, dass ihr am Schluss richtig professionelle Interviews

Speaker0: machen könnt, dass wir die auch nachher publizieren können. Ist das gut?

Speaker3: Ja.

Speaker0: Stabil? Ja. Okay. Dann würde ich zum Schluss kommen. Danke vielmals für meine Runde.

Speaker0: Lucy, die beiden Michael, danke vielmals für das Gespräch. Ich hoffe,

Speaker0: die Eltern verstehen ein bisschen, was wir hier machen wollen.

Speaker0: Ich wünsche euch viel Spass. Wir sehen uns dann nachher wieder irgendwann im

Speaker0: Anfang Juni zu den Interviews und zum Schneiden.

Speaker0: Ich freue mich darauf. Tschüss miteinander.

Speaker1: Merci auch vielmals.

Speaker2: Vielen Dank.

Speaker3: Bis bald.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.