1094: Susanne, Robin und Tom, der Rapper
Shownotes
In dieser ersten Warm-up-Folge an der tunOstschweiz 2026 sprechen wir mit Susanne, Robin und Tom über die HPV in Rorschach und darüber, wie sie junge Menschen mit Beeinträchtigung in Schule, Ausbildung und Arbeitswelt begleiten. Sie erklären, dass die Institution ein breites Angebot hat und dass unser Ziel ist, den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Susanne und Robin arbeiten in der Begleitung von Jugendlichen, Tom macht eine Ausbildung im Lettershop. Robin beschreibt seine Aufgabe als Jobcoaching und als Aufbau von Kontakten zu Firmen und Lernenden.
Die drei geben einen Überblick über die Ausbildungswege bei HPV. Genannt werden PRA, EBA und EFZ sowie interne und externe Berufsschule. Ausserdem sprechen sie über die verschiedenen Arbeitsbereiche wie Industrie, Schreinerei, Mechanik, Montage, Hauswirtschaft, Küche, Wäscherei, Textilatelier und Betriebsunterhalt.
Tom erzählt von seiner Ausbildung im Lettershop und davon, dass er dort unter anderem Briefe und Sendungen verpackt. Er spricht auch darüber, dass er Rap macht und mehr Musik veröffentlichen möchte. Außerdem erwähnt er, dass er im Sommer mit der Ausbildung fertig wird.
Tom erklärt, dass er Trisomie 21 hat, auch Downsyndrom genannt. Er berichtet von seinem Schulweg über die Schule in Herbrugg und den Wechsel ins HPV Rorschach nach den Sommerferien. Zum Schluss sagt er, dass es ihm dort gut gefällt und dass er sich für die Zukunft mehr Musik und weitere Möglichkeiten wünscht.
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Credits
- Recherche: Schwoegi, Dario, Tom
- Vorbereitung: Schwoegi, Dario, Tom
- Aufnahme: Dario
- Optimierung: Schwoegi mit Auphonic
- Schnitt: Schwoegi mit Audacity
- Publikation: Schwoegi
- Foto: Eva
- Original Musik: The eye of the Tiger von July und Tom Hero 9, auf YouTube
Transkript anzeigen
Tom: Immer mehr Musik machen und immer dabei sein und viel mehr Chance und dass
Tom: sie alle hören können, zu abonnieren und zu liken und nicht vergessen auch in
Tom: den Kommentaren zu schreiben, ganz wichtig.
Schwoegi: Wir sind hier an der tunOstschweiz. Bei uns im Studio sind Susanne,
Schwoegi: Robin, Tom und Dario und ich bin Schwögi.
Schwoegi: Allererstes die Aufnahme, wir sind uns ein bisschen im Eingrufen.
Schwoegi: Am besten stellen Sie sich vielleicht mal alle selber vor. Gehen wir der Reihe nach
Schwoegi: durch. Susanne, erzähl doch mal, wer bist du?
Susanne: Genau, ich bin Susanne. Vielen herzlichen Dank, dass wir hier sein dürfen.
Susanne: Ich bin Susanne, ich arbeite im HPV in Rorschach. Ich begleite dort junge Leute in der Arbeitswelt.
Robin: Ja, ich bin Robin, ich mache Ähnliches wie Susanne. Ich arbeite auch im HPV Rorschach,
Robin: bin dort im Job-Coaching. und dort geht es auch, um die Jugendlichen vor allem
Robin: zu begleiten, um den Weg in die Arbeitswelt zu finden.
Schwoegi: Ihr arbeitet auch zusammen, in diesem Fall. Kommen wir später zurück zur HPV.
Schwoegi: Und wir haben noch jemand von der HPV, nämlich der Tom.
Schwoegi: Tom, erzähl einmal du noch etwas über dich.
Tom: Ja, ich bin Tom. Ich arbeite ja
Tom: auch in Rorschach, im HPV. Und ich bin ein Industriepraktiker im Lettershop.
Schwoegi: Was machst du denn im Lettershop?
Tom: Wir werden so Sachen einpacken, mit Fassaden, Briefe.
Schwoegi: Und dann auch Versenden für Kunden. Ja, Dario, willst du dich noch schnell vorstellen?
Dario: Ja, also ich bin Dario.
Tom: Ich bin mit DU-Zone, also mit dem Schwögi zusammen, hier an diesem Stand.
Tom: Ich mache heute Nachmittag noch ein Interview mit FC St.
Dario: Gallen, falls jemand zuhören will.
Dario: Kann man auch noch reinhören. Und ja, ich bin 13, ich komme aus dem Herisau,
Dario: bin noch nicht am Arbeiten, das ist super über mich.
Schwoegi: Wir haben jetzt hier mal HPV gehört. Für die, die es nicht kennen,
Schwoegi: was ist die HPV? Kann jemand von euch das erzählen?
Susanne: Die HPV ist eine Institution in Rorschach, wo Menschen mit einer Beiträchtigung
Susanne: einerseits in die Schule gehen können, wir haben eine Schule,
Susanne: den Wiggenhof, und dann, wenn sie aus der Schule kommen, auch im Arbeitsleben tätig sein.
Susanne: Und dann gibt es so, die noch eine Ausbildung machen wie Tom,
Susanne: der bei uns eine zweijährige Ausbildung als Industriepraktiker macht,
Susanne: für Menschen mit einer psychischen oder kognitiven Beiträchtigung,
Susanne: die bei uns arbeiten können.
Schwoegi: Das sind Jugendliche vorwiegend?
Susanne: Wir haben alles. Wir haben eigentlich von,
Susanne: Jugendlichen bis 65, Leute, die bei uns arbeiten, aber Robin und ich,
Susanne: wir begleiten Jugendliche, die in der Ausbildung sind.
Schwoegi: Ausbildung, das heisst, gibt es EFZ- und EBA-Berufe oder
Schwoegi: was man das auch lernen bei euch?
Robin: Ja, grundsätzlich haben wir alle Ausbildungsniveaus, PRA, EBA, EFZ.
Robin: Und der Unterschied ist, EFZ, EBA, was man vielleicht ein bisschen mehr
Robin: kennt, sind sie normal in der Berufsschule, vielleicht kantonal, im St. Gallischen.
Robin: Und im PRA, dort haben wir interne Berufsschule, wo zum Beispiel in Tom bei uns in die Schule geht.
Schwoegi: Das ist nur EFZ und PRA, müssen wir da noch geklärt werden, wenn wir uns nicht kennen.
Robin: Genau, also wenn wir EFZ, Eidgenösses Fähigkeitszeugnis, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Schwoegi: Also das ist da, wo die meisten kennen, wo sie 60% mehr oder weniger verdienen.
Robin: Genau. Und dann die andere Stufe ist dann noch die EBA, der Eidgäussische Berufsattest
Robin: und dann die PRA, die praktische Ausbildung.
Schwoegi: Aber es geht ja eigentlich um Integration grundsätzlich.
Susanne: Genau.
Schwoegi: Inklusion.
Susanne: Die Leute machen bei uns die Ausbildung, in der Industrie, im Lettershop.
Susanne: Wir haben auch eine Schreinrehre und eine Mechanik und alles Mögliche von Branche
Susanne: zu Branche. Und das Ziel ist immer die Ausbildung bei uns.
Susanne: Da haben die Lernenden ein bisschen mehr Unterstützung, haben noch ein bisschen
Susanne: mehr Support als im ersten Arbeitsmarkt. Das Ziel ist,
Susanne: nachher im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten.
Susanne: Genau, und für das ist unter anderem eben auch Robin da, der hier fest im Kontakt
Susanne: ist mit Firmen im ersten auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Susanne: Wir schauen, dass man für jeden eine individuelle Lösung findet,
Susanne: dann nach der Ausbildung.
Schwoegi: Also ist dein Job eigentlich Vernetzung
Robin: Ja, Netzwerke. Ja, Netzwerke. Netzwerke aufbauen, Netzwerke pflegen,
Robin: aber auch Netzwerke zu den Lernenden oder Beziehungsaufbau.
Robin: Das sind natürlich auch von beiden Seiten ein gewisses Vertrauen da ist.
Schwoegi: Wie viele Leute sind denn jetzt beim HPV?
Susanne: Ich glaube, gesamthaft mit allen Mitarbeitern, Personal und Schülern und allen 795.
Susanne: Irgendetwas mit 700, relativ gross.
Schwoegi: Vielleicht noch zum Schluss, so viele Berufe bildet ihr jetzt hier aus, Querschnitt.
Schwoegi: Ich habe, ich bin mal dort gesehen, ich weiss, es stehen grosse Maschinen herum
Schwoegi: und es ist noch ganz spannend, ehrlich gesagt.
Schwoegi: Also, mir ist ein wenig der Kiefer offen geblieben, als ich gesehen habe,
Schwoegi: was da alles vorhendn ist - erzählt vielleicht dort noch kurz,
Schwoegi: bevor wir zum Tom gehen, ich möchte dann noch ein wenig mehr über ihn wissen.
Robin: Ja, wir haben eine breite Palette an Berufen. Wir fangen eigentlich bei der
Robin: Mechanik an, wo wir verschiedenste Berufe ausbilden.
Robin: Wir gehen über Lackiererei, Schreinerei, Industrie, also der Lettershoppe,
Robin: die Tom vorhin gesagt hat, aber auch eine Montage, eine Hauswirtschaft,
Robin: eine Küche, die uns täglich bekocht, eine Wäscherei haben wir bei uns,
Robin: wo wir Ausbildungen anbieten,
Robin: Textilatelier, also wo es nahe und schneidern und den Betriebsunterhalt
Robin: natürlich, dass der ganze Laden auch funktioniert und sauber ist.
Robin: Und den Laden natürlich. Ja, natürlich haben wir im Städtchen einen Laden,
Robin: wo wir natürlich die Sachen, die wir selber produzieren, vertreiben und an die Leute bringen.
Susanne: Ganz einen schönen Laden. Wir freuen uns auf ganz viel Kundschaft von überall,
Susanne: von nah und fern. Der ist relativ zentral. Wie erkläre ich das jetzt?
Susanne: Für alle älteren Leute vis-à-vis vom ehemaligen ABM.
Susanne: Das ist recht zentral. Wobei kannst du es besser erklären?
Robin: Wenn man eigentlich durch Rorschach an der Hauptstrasse durchfährt und dann einen
Robin: geflästerten Platz mit einem Brunnen sieht, dann ist man am richtigen Ort,
Robin: dann sieht man auch den Laden.
Schwoegi: Sehr schön, HPV. Merken wir das, jetzt kommen wir vielleicht ein bisschen zum
Schwoegi: Tom. Als was möchtest du dich bezeichnen? Wer bist du? Oder was bist du?
Tom: Naja, ich bin schon ein Rapper. Rapper bin ich.
Schwoegi: Rapper, genau. Und hat gut durch die ganze cooles "Eye of the Tiger" produziert.
Schwoegi: Wir lassen den Shownotes verlinken, das ist denklich. Richtig coole Nummern.
Schwoegi: Und du möchtest mehr Musik machen, sonst bist du es.
Tom: Ja, immer mehr Musik machen und immer dabei sein und viel mehr Chance.
Tom: Und dass sie alle hören können, zu abonnieren und zu liken. Und nicht vergessen,
Tom: auch in den Kommentaren zu schreiben, ganz wichtig.
Schwoegi: Also ich sehe, du bist auf Social Media richtig gut unterwegs.
Schwoegi: Das ist deine Berufung, glaube ich, würde ich sagen.
Schwoegi: Und dann hast du aber noch einen Beruf, im Lettershop, wo du eine Ausbildung
Schwoegi: machst. Du bist an der Ausbildung, oder?
Susanne: Zweiter Lehrjahr, gell? Im Sommer bist du fertig.
Schwoegi: Genau, fast darauf fertig bist.
Tom: Ja, ich freue mich. Es ist halt ein bisschen schwer, zu entscheiden,
Tom: was wir dann nach der Sommer so machen.
Tom: Und deshalb ist die Zeitung echt schwer.
Schwoegi: Du hast eine besondere Krankheit, oder? Oder wie ist das? Wie ist das?
Schwoegi: Geburtserklärung - erkläre du es vielleicht?
Tom: Ja, ich weiss, ich weiss.
Susanne: Der Tom kann es am besten erklären.
Tom: Also ich bin ja 2005 geboren und habe festgestellt, ich habe die Trisomie 21.
Schwoegi: Trisomie 21, wie sagt man denn vielleicht da noch?
Tom: Downsyndrom.
Schwoegi: Downsyndrom.
Tom: Und ich habe ja die vier Fingerfuhrche an meiner Hand, hier auf so einen Strich,
Tom: wo einfach von der Zeigefinger zum Mittelfinger geht.
Susanne: Tom, darf ich fragen, das ist ein Unterschied, haben wir das auch?
Susanne: Oder haben da nur Menschen mit Trisomie 21?
Tom: Also Menschen, die auf jeden Fall 21 oder Downsyndrom haben,
Tom: sind sie, glaube ich, schon.
Tom: Und ich hane an der 21. Stelle, habe ich drei Fingerfuhrchen.
Susanne: Du hast ein Chromosom mehr, glaube ich.
Tom: Ja, ein Chromosom mehr, ja.
Susanne: Genau, du hast anstatt 20 Chromosomen, ich hoffe, ich erzähle jetzt nichts mehr
Susanne: Falsches, Tom, hast du 21 Chromosomen.
Susanne: Das ist das Thema, gell?
Tom: Ja, genau.
Susanne: Ich hoffe, es gibt es medizinisch nicht mehr. Das ist cool, du hast mehr als
Susanne: mehr alle zusammen, oder? Genau, genau.
Schwoegi: Und da habe ich echt nicht gewusst, dass da auch der Handjacks ist.
Schwoegi: Und wohl, ich bin von "Vize-Götti" einem Jungen bin, der Trisomie 21 hat.
Schwoegi: Tom, erzähle weiter. Und dann bist du dann irgendwann in die Schule gekommen.
Tom: Ja, in die Schule bin ich auch gekommen. In meine Alte Schule und dann auch
Tom: noch in die Berufsschule.
Schwoegi: Ja, von der Berufsschule bist du in der Volksschule, das ist ja normal,
Tom: Oder? Das war im HPS in Herbrugg.
Schwoegi: HPS gehört zu HPV.
Susanne: HPS ist eine eigene Institution in Herbrugg.
Schwoegi: Dann bist du dort zur Schule?
Tom: Ja, so im Kindergarten, Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe.
Schwoegi: Und dann bist du zur HPV gekommen.
Tom: Und dann habe ich den Abschied gehabt und war fertig in der Schule gewesen.
Tom: Und dann nach den Sommerferien habe ich dann im HBV Rorschach angefangen.
Schwoegi: Das ist vor einem guten Jahr gewesen, anderthalb Jahre. Gefällt es dir dort?
Tom: Mir gefällt es sehr gut, ja. Die Leute sind nett. Auch die berufliche Massnahmen
Tom: wie Robin und Susanne, sie können es gut.
Tom: Sie machen es immer weiter und so.
Susanne: Wir sind ein gutes Team, Tom, gell? Ich begleite dich jetzt seit Anfang der
Susanne: Ausbildung. Ich würde sagen, wir machen das nicht schlecht miteinander, oder?
Tom: Ist nicht so dchlecht, Susanne.
Schwoegi: Dann eben, Rappen ist dein Thema, wir verlinken dich noch. Ich glaube,
Schwoegi: wir kommen langsam zum Schluss. Morgen für den nächsten Warm-up ist das für
Schwoegi: uns eigentlich schon gerne mal schlecht gelaufen.
Schwoegi: Einfach für das weitere Vorgehen, der Tom wird bei uns da am Stand zu arbeiten,
Schwoegi: wird mit unseren Gästen Interviews machen und schauen, was da passiert.
Schwoegi: Und vielleicht, du hast noch einen Wunsch. Was möchtest du da?
Tom: Musiker, Sänger, Rapper, die vielleicht auch noch hier sein könnten,
Tom: vielleicht mit ihnen im Podcast zu reden und einfach so machen, was sie so machen.
Schwoegi: In diesem Fall würden wir uns verabschieden von Susanne und Robin.
Schwoegi: Tom bleibt sowieso noch da, da können wir noch jemanden hören.
Schwoegi: Dario hat jetzt ein bisschen gefilmt, damit wir auch noch frü Insta Material haben.
Schwoegi: In diesem Fall danke vielmals, wünsche euch noch schöne Offen.
Susanne: Danke dir.
Robin: Danke auch vielmals.
Susanne: Und gutes Gelingen weiterhin. Tschüss.
Tom: Tschüss. Ich mache immer weiter.
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